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SD2 von Sieb & Meyer mit neuen Sicherheitsfunktionen SFM und SLOF

| Redakteur: Ute Drescher

Sieb & Meyer stellt Anwendern der SD2-Antriebsverstärker zwei neue geberlose Sicherheitsfunktionen zur Verfügung, die speziell für rotierende Motoren ohne Drehzahlgeber konzipiert sind. Sie erfüllen die Anforderungen eines Sicherheits-Integritätslevels von SIL3.

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Sieb & Meyer stellt Anwendern der SD2-Antriebsverstärker zwei neue geberlose Sicherheitsfunktionen zur Verfügung
Sieb & Meyer stellt Anwendern der SD2-Antriebsverstärker zwei neue geberlose Sicherheitsfunktionen zur Verfügung
(Bild: Sieb & Meyer)

„Im Bereich der Bearbeitungs- bzw. Werkzeugmaschinen steigen die Anforderungen an Produktivität und Personensicherheit kontinuierlich“, erläutert Torsten Blankenburg, Vorstand Technik bei Sieb & Meyer. Speziell im Fall von drehenden Achsen bestehen für den Bediener bzw. Servicetechniker Gefahren durch Werkzeuge, die noch bzw. mit zu hoher Drehzahl rotieren. „Die Herausforderung für den Maschinenhersteller besteht darin, die Aspekte Produktivität und Personensicherheit gleichzeitig optimal bzw. normkonform umzusetzen. Dabei wollen wir mit den neuen Sicherheitsfunktionen helfen.“

Für die Umsetzung der neuen geberlosen Sicherheitsfunktionen hat Sieb & Meyer die notwendige Hard- und Software in die Antriebsverstärker der SD2-Serie integriert. Die Funktionen bauen auf der in SD2-Antriebsverstärkern serienmäßig integrierten Funktion „Safe Torque Off“ (STO) auf. Das Ergebnis ist eine funktionale und kostengünstige Lösung für Maschinenhersteller, die sich für sensorlose Systeme eignet. Spindeln und Motoren müssen also nicht mit Drehzahlgebern ausgestattet werden – das ist besonders relevant für Einsatzbereiche wie dem Hochgeschwindigkeitsfräsen oder Schleifen, bei denen eine Integration von Drehzahlgebern in Spindeln/Motoren aus technischen oder finanziellen Gründen nicht möglich ist.

Mit der Sicherheitsfunktion SFM kann der Bediener sicher erkennen, ob eine geberlose Spindel nach dem Ausschalten eine sichere Drehzahl unterschritten hat. Solange dies nicht geschehen ist, wird beispielsweise eine Schutztür nicht freigegeben. Mit der Sicherheitsfunktion SLOF hingegen lässt sich sicherstellen, dass eine kritische Drehzahl nicht überschritten wird, zum Beispiel weil ansonsten ein Werkzeug durch eine Überdrehzahl bersten könnte. Bei einer Überschreitung der sicher parametrierten maximalen Drehfeldfrequenz durch eine Fehleingabe bzw. durch eine Fehlfunktion des Antriebsverstärkers wird die Endstufe mittels der Funktion STO freigeschaltet. (ud)

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