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Lineartechnik Schraubspindel für den Leichtbauroboter LBR IIWA

Redakteur: Ute Drescher

SPN Schwaben Präzision entwickelt gemeinsam mit Kuka eine MRK-Schraubspindel für die Mensch-Roboter-Kollaboration.

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(Bild: SPN Schwaben Präzision)

In Applikationen mit dem Kuka Leichtbauroboter LBR IIWA kommt die Schraubspindel zum Einsatz, die SPN Schwaben Präzision entwickelt hat. Der Prototyp ist bereits geliefert worden und erfolgreich im Betrieb. Ziel ist es, die Mitarbeiter von kräftezehrenden und monotonen Schraubaufgaben, die häufig eine ergonomisch ungünstige Körperstellung erfordern, durch den Einsatz der Leichtbauroboter zu entlasten.

Die Spezialisten von SPN haben die hohen Anforderungen an die hier integrierte Antriebstechnik gemeistert: Im Fokus steht ein minimales Gewicht von 1,8 kg für die komplette MRK-Spindel. Eingesetzt sind leistungsstarke Servomotoren mit maximal 25 000 min-1 und die kleinste auf dem Markt befindliche Servosteuerung mit einem Motorspitzenstrom von 30 A und einer Baugröße von 35 x 30 x 25 mm (Länge x Breite x Höhe), die über eine Ethercat-Schnittstelle mit dem LBR kommuniziert.

Dazu kommen Getriebe mit unterschiedlichen Übersetzungen für die einzelnen Drehmomentbereiche. An die Schraubspitze wurden zusätzliche Leitungen durchgeführt, um dort Sensorik zur Überwachung anzuschließen. An einem speziell angebrachten Gewinde werden mechanische Schutzhülsen befestigt. Diese Schutzhülsen sind häufig für den Einsatz in Mensch-Roboter-Kollaboration notwendig, um den Mitarbeiter vor rotierenden Teilen und der scharfen Kanten der Schrauberspitze zu schützen.

Um gefährliche Druckstellen zu vermeiden, sind alle Kanten am Schrauber entsprechend verrundet. Der Mitarbeiter hat die Möglichkeit, jederzeit in den Prozess einzugreifen oder bei Bedarf auch vom automatisierten in den manuellen Betrieb zu wechseln. (ud)

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