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E-Antrieb Schaeffler und Audi entwickeln Antriebsstrang für Formel-E-Rennauto

| Redakteur: Juliana Pfeiffer

Schaeffler und Audi haben eine weitreichende Kooperation bei der Entwicklung des Antriebsstrangs des Formel-E-Rennautos vereinbart. Schaeffler-Entwicklungsvorstand Prof. Peter Gutzmer und Peter Mertens, Vorstand Technische Entwicklung bei der Audi AG, unterzeichneten in Berlin-Tempelhof einen Dreijahresvertrag.

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Treffen in der Startaufstellung beim Heimspiel in Berlin-Tempelhof. Von links: Lucas di Grassi (#11 ABT Schaeffler FE02), Prof. Dr. Peter Gutzmer (Stellvertretender Vorsitzender des Vorstands und Vorstand Technologie Schaeffler) und Dr. Peter Mertens (Mitglied des Vorstands der Audi AG, Technische Entwicklung)
Treffen in der Startaufstellung beim Heimspiel in Berlin-Tempelhof. Von links: Lucas di Grassi (#11 ABT Schaeffler FE02), Prof. Dr. Peter Gutzmer (Stellvertretender Vorsitzender des Vorstands und Vorstand Technologie Schaeffler) und Dr. Peter Mertens (Mitglied des Vorstands der Audi AG, Technische Entwicklung)
(Bild: Schaefller)

Schaeffler ist in der innovativen Elektro-Rennserie bereits seit Stunde Null dabei und konzipiert, entwickelt und baut seit der Saison 2015/2016 zusammen mit dem Team ABT den Antriebsstrang für das einzige deutsche Formel-E-Rennfahrzeug in dem internationalen Starterfeld. Vor dem Hintergrund des werkseitigen Einstiegs der Audi AG zur vierten Saison, die im Herbst 2017 beginnt, beschlossen Schaeffler und die Ingolstädter Premiummarke nun im Rahmen des Rennwochenendes in Berlin eine Technologie-Kooperation über drei Jahre bis einschließlich zur Saison 2019/2020. Dazu zählt die gemeinsame Arbeit an Elektromotor, Getriebe, Fahrwerksaufhängung und an der Leistungselektronik für den Antriebsstrang.

Erfolgsgeschichte von ABT Schaeffler Audi Sport fortschreiben

Die Grundkonzeption für den Antrieb der nächsten Generation des Formel-E-Rennfahrzeugs ist festgelegt, auch befinden sich bereits Komponenten davon in der Erprobung. Hinter den Kulissen haben Schaeffler und Audi in der Formel E bereits in einigen Bereichen kooperiert, mit der offiziellen Unterzeichnung des Vertrages wird diese schon gelebte Partnerschaft nun auf ein höheres und langfristiges Level gehoben. „Wir freuen uns, dass wir diese in der Formel E schon länger und dabei immer enger gelebte Partnerschaft mit Audi nun für die nächsten drei Jahre besiegelt haben. So wie wir seit vielen Jahrzehnten sowohl im Motorsport als auch natürlich bei der Entwicklung und Produktion von Bauteilen für Serienautos innovativ mit Audi zusammenarbeiten, bin ich mir sicher, dass beide Partner ihr Bestes in diesen gemeinsamen Topf werfen und die jetzt schon große Erfolgsgeschichte von ABT Schaeffler Audi Sport fortschreiben werden“, sagt Schaeffler-Entwicklungsvorstand Prof. Peter Gutzmer.

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Elektromobilität für den Straßenverkehr

Neben der frisch besiegelten Kooperation in der Formel E sind Schaeffler und Audi bereits seit 2007 Partner in der DTM – 2011 (Martin Tomczyk) und 2013 (Schaeffler-Botschafter Mike Rockenfeller) fuhr der DTM-Champion einen grün-gelben Schaeffler-Audi. Als drittes großes Motorsport-Standbein ist Schaeffler mit Audis Konzernschwester Porsche in der Hightech-Rennserie FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) engagiert. In der WEC wird – ähnlich wie in der Formel E – zukunftsorientierter Motorsport betrieben, dessen Reglement auf Energieeffizienz ausgerichtet ist.

So wie Schaeffler seine technische Kompetenz von der ersten Stunde an in der Formel E einbringt, ist der Technologiekonzern auch in der Elektromobilität für den Straßenverkehr ein Vorreiter. Seit zwei Jahrzehnten beschäftigen sich Forschungs- und Entwicklungsabteilungen von Schaeffler mit der Materie. In der jüngeren Vergangenheit wurde das Entwicklerteam von Komponenten für Elektrofahrzeuge verdoppelt und kann bei seiner Arbeit direkt auf das Know-how von der Rennstrecke zurückgreifen. Mittlerweile bietet Schaeffler eine Vielzahl von Produkten an, um den gesamten Antriebsstrang zu elektrifizieren. Vom Startergenerator über 48-Volt-Systeme bis hin zu Radnabenantrieben und E-Achsen. Darüber hinaus entwickelt Schaeffler für die Mobilität von morgen elektrische Fahrzeugkonzepte unterhalb des Automobils. Dazu zählen für urbane Ballungsräume der Bio-Hybrid – ein vierrädriges Pedelec mit Wetterschutz – sowie ein E-Board. Im Großen wie im Kleinen gilt: „Das Engagement in der Formel E hilft uns, Umfeld und Systeme der Elektromobilität besser zu verstehen“, so Prof. Peter Gutzmer. (jup)

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