Antriebstechnik

Schaeffler steigert Konzernergebnis um 14 Prozent

| Redakteur: Sandra Häuslein

Im erfolgreichen Geschäftsjahr 2017 stieg auch die Mitarbeiterzahl der Schaeffler Gruppe um 3489 an. Somit betrug zum 31. Dezember 2017 die weltweite Mitarbeiterzahl 90.151.
Im erfolgreichen Geschäftsjahr 2017 stieg auch die Mitarbeiterzahl der Schaeffler Gruppe um 3489 an. Somit betrug zum 31. Dezember 2017 die weltweite Mitarbeiterzahl 90.151. (Bild: Schaeffler)

Die Schaeffler Gruppe hat auf ihrer Bilanzpressekonferenz die Zahlen des Geschäftsjahres 2017 vorgestellt. Das Konzernergebnis konnte um 14 % gesteigert werden und auch die Umsatzentwicklung entspricht einem währungsbereinigten Wachstum von 5,9 %. Trotz der Unwägbarkeiten für das Geschäftsjahr 2018 fiel auch der Ausblick positiv aus. Hier folgen alle Zahlen im Überblick.

Schaeffler hat im Geschäftsjahr 2017 seinen Umsatz auf 14,0 Milliarden Euro gesteigert (Vorjahr: 13,3 Milliarden Euro). Dies entspricht einem Wachstum auf währungsbereinigter Basis von 5,9 %. Die EBIT-Marge vor Sondereffekten lag im Jahr 2017 bei 11,3 % (Vorjahr: 12,7 Prozent). Der Rückgang ist insbesondere auf die Aufwendungen für das Zukunftsprogramm „Agenda 4 plus One“ zurückzuführen. Gleichwohl stieg das den Anteilseignern zurechenbare Konzernergebnis um rund 14 % auf 980 Millionen Euro (Vorjahr: 859 Millionen Euro) und erreichte damit den höchsten Wert in der Geschichte der Schaeffler Gruppe.

Die Schaeffler Gruppe erhöhte im Geschäftsjahr 2017 ihre Investitionsauszahlungen um 127 Millionen Euro auf 1273 Millionen Euro (Vorjahr: 1146 Millionen Euro). Zugleich wurden rund 3500 neue Arbeitsplätze geschaffen. Die Mitarbeiterzahl stieg bis Ende 2017 auf mehr als 90.000 (Vorjahr rund 86.700). Der Free Cash Flow für 2017 betrug aufgrund der hohen Investitionen 488 Millionen Euro (Vorjahr: 735 Millionen Euro). Gleichzeitig konnten die Netto-Finanzschulden weiter reduziert werden. Mit dem Zukunftsprogramm „Agenda 4 plus One“ richtet sich die Schaeffler Gruppe auf die Zukunft aus. Trotz der aktuellen Unwägbarkeiten bleibt der Ausblick auf das Jahr 2018 grundsätzlich positiv.

Umsatz steigt währungsbereinigt um 5,9 %

Zu der positiven Umsatzentwicklung im Jahr 2017 haben beide Sparten und alle vier Regionen des Unternehmens beigetragen. Während der Umsatz der Sparte Automotive auf 10,9 Milliarden Euro (Vorjahr: rund 10,3 Milliarden Euro) zunahm, was einem währungsbereinigten Wachstum von 5,9 % entspricht, konnte der Umsatz der Sparte Industrie im Gesamtjahr auf rund 3,1 Milliarden Euro zulegen (Vorjahr: 3,0 Milliarden Euro). Dies entspricht einem währungsbereinigten Wachstum von 5,7 %.

Die Sparte Automotive ist dank eines starken zweiten Halbjahres wieder stärker als der Markt, also als die globale Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen, gewachsen. Bei einem Marktwachstum im Jahr 2017 von rund 2,1 % ergibt sich für das Gesamtjahr eine Outperformance von 3,8 %. Das starke Wachstum der Sparte Automotive im Gesamtjahr wurde sowohl von Automotive OEM (währungsbereinigt um 6,5 %), als auch von Automotive Aftermarket (währungsbereinigt um 3,2 %) getrieben. Die Sparte Industrie ist zurück auf Wachstumskurs. Insbesondere die Industrieanwendungen in den Sektoren „Power Transmission“ (unter anderem Elektromotoren, Hydraulik und Getriebe), „Offroad“ (Landtechnik und Baumaschinen) und „Raw Materials“ (Rohstoffgewinnung und -verarbeitung) trugen hierzu mit prozentual zweistelligem Wachstum bei.

Alle Regionen der Schaeffler Gruppe haben zum positiven Umsatzwachstum im Jahr 2017 beigetragen. Den größten währungsbereinigten Zuwachs konnte mit 24,1 % erneut die Region Greater China beisteuern. Asien/Pazifik stieg währungsbereinigt um 5,6 %. Der Umsatz in Americas nahm währungsbereinigt um 4,6 % zu. Europa konnte währungsbereinigt um 1,4 % wachsen.

EBIT-Marge vor Sondereffekten 2017 von 11,3 %

Das Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragssteuern (EBIT) vor Sondereffekten lag bei 1584 Millionen Euro (Vorjahr: 1700 Millionen Euro). Auf dieser Basis betrug die EBIT-Marge vor Sondereffekten 11,3 % (Vorjahr: 12,7 Prozent). Sondereffekte in Höhe von 56 Millionen Euro umfassten vor allem Aufwendungen für Restrukturierungen. Der Rückgang der EBIT-Marge beruhte im Wesentlichen auf den zusätzlichen Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Zukunftsprogramm „Agenda 4 plus One“. Diese betrugen im Jahr 2017 rund 160 Millionen Euro, was in etwa 1,1 % des Umsatzes entspricht. Ziel des Zukunftsprogrammes mit 20 Initiativen ist es, die Schaeffler Gruppe nachhaltig auf die Zukunft auszurichten.

Konzernergebnis von 980 Millionen Euro

Trotz der Belastungen im operativen Bereich stieg das den Anteilseignern zurechenbare Konzernergebnis aufgrund des verbesserten Finanzergebnisses um rund 14 Prozent auf 980 Millionen Euro (Vorjahr: 859 Millionen Euro). Das ist das bisher höchste Konzernergebnis, das die Schaeffler Gruppe erwirtschaftet hat. Ausgehend von der positiven Geschäftsentwicklung schlägt der Vorstand der Hauptversammlung eine Anhebung der Dividende um 5 Cent auf 55 Cent je Vorzugsaktie vor. Dies entspricht einer Ausschüttungsquote von rund 35 % (Vorjahr: rund 34 Prozent), bezogen auf das den Anteilseignern zurechenbare Konzernergebnis vor Sondereffekten.

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