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Lager Schaeffler erzielt Umsatz von 10 Milliarden Euro

| Redakteur: Juliana Pfeiffer

Der Automobil- und Industriezulieferer Schaeffler hat seine erfolgreiche Geschäftsentwicklung fortgesetzt. In den ersten neun Monaten 2015 konnte das Unternehmen seinen Umsatz um 10,6 % auf 10,0 Milliarden Euro steigern. Ohne Währungsumrechnungseffekte betrug das Wachstum 4,2 %.

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Klaus Rosenfeld, Vorsitzender des Vorstands der Schaeffler AG
Klaus Rosenfeld, Vorsitzender des Vorstands der Schaeffler AG
(Bild: Schaeffler)

Das Automotive-Geschäft verzeichnete ein Umsatzwachstum von 12,6 % im Vergleich zum Vorjahr (währungsbereinigt +6,5 %) und übertraf damit erneut deutlich das Wachstum der weltweiten Produktionsstückzahlen für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge (+1,2 %). Einen wesentlichen Beitrag dazu leisteten vor allem Produkthochläufe, neue Kundenprojekte sowie Kapazitätserweiterungen an Produktionsstandorten in den Wachstumsregionen. Die Umsätze im Industriegeschäft legten um 5,0 % zu. Ohne Berücksichtigung von positiven Währungseffekten sank der Umsatz der Sparte Industrie um 2,2 %.

Neuausrichtung in der Industriesparte verläuft nach Plan

Klaus Rosenfeld, Vorsitzender des Vorstands der Schaeffler AG, sagte: „Unser Automotive-Geschäft läuft weiter sehr gut. In einem herausfordernden Marktumfeld konnten wir unseren Umsatz erneut überdurchschnittlich steigern. Die Neuausrichtung in unserer Industriesparte verläuft nach Plan. Wir sind zuversichtlich, dass wir mit unserem Programm CORE die Profitabilität im Industriegeschäft schrittweise verbessern werden.“

Die Schaeffler AG hatte im August dieses Jahres verkündet, die Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit im Industrie-Geschäft im Rahmen einer Neuausrichtung nachhaltig zu verbessern. Kernelemente dieser Neuausrichtung sind verstärktes Umsatzwachstum, bessere Marktversorgung und Servicequalität, stärkere Kundenorientierung sowie Kostensenkungen und Effizienzsteigerungen.

Alle vier Regionen der Schaeffler Gruppe verzeichneten in den ersten neun Monaten 2015 ein Umsatzplus, wobei sich außerhalb der Eurozone Währungseffekte positiv auf den Umsatz auswirkten. Die Wachstumsdynamik zeigte sich in den einzelnen Regionen sehr unterschiedlich. Das höchste Umsatzwachstum erreichte die Schaeffler Gruppe in der Region Greater China mit einer Steigerung von 26,3 % (währungsbereinigt +5,8 %) gegenüber dem Vorjahr, gefolgt von der Region Americas, in der der Umsatz um 21,2 % (währungsbereinigt +9,8 %) zunahm. Die Region Asien / Pazifik verzeichnete ein Umsatzwachstum von 12,1 % (währungsbereinigt +2,4 %). In der Region Europa lag das Wachstum bei 3,4 % (währungsbereinigt +2,2 %).

EBIT-Marge liegt bei 12,5 %

Das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) der Schaeffler Gruppe stieg in den ersten neun Monaten 2015 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,7 % auf 1,3 Milliarden Euro. Die EBIT-Marge gemessen am Umsatz bewegte sich mit 12,5 % weiterhin auf einem hohen Niveau. Finanzvorstand Dr. Ulrich Hauck erklärte: „Dank unseres starken Automotive-Geschäfts und hoher Kostendisziplin konnten wir unsere Marge im Vergleich zum ersten Halbjahr verbessern.“

In den ersten neun Monaten 2015 erwirtschaftete die Schaeffler Gruppe einen Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 912 Millionen Euro (Vj.: 410 Millionen Euro). Die Investitionsauszahlungen betrugen 743 Millionen Euro (Vj.: 500 Millionen Euro). Die Investitionsquote (Investitionsauszahlungen im Verhältnis zum Konzernumsatz) betrug 7,4 % (Vj.: 5,5 Prozent). Auf dieser Basis ergab sich ein positiver Free Cash Flow in Höhe von 192 Millionen Euro; er lag damit deutlich über dem Vorjahreswert von minus 87 Millionen Euro.

Die Zahl der Mitarbeiter ist zum Ende des dritten Quartals gegenüber dem Jahresende 2014 um etwa 2.100 Beschäftigte auf rund 84.400 angestiegen. Neueinstellungen von Fachkräften erfolgten insbesondere in der Fertigung und den fertigungsnahen Bereichen.

Das Unternehmen bestätigte seine am 21. September 2015 angepasste Prognose für das Gesamtjahr 2015. „Trotz der schwächeren Marktentwicklung im Automotive-Geschäft in China sowie im Industrie-Geschäft weltweit rechnen wir für das Gesamtjahr weiterhin mit einem währungsbereinigten Umsatzwachstum von 4 bis 5 Prozent. An dem Ziel, eine EBIT-Marge von 12 bis 13 % vor Einmaleffekten zu erreichen, halten wir unverändert fest“, sagte Rosenfeld. (jup)

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