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Steckverbinder

Rundsteckverbinder M8 eröffnet neue Dimensionen in der Miniaturisierung

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M8-Produktprogramm zur Miniaturisierung

Mit einem Produktprogramm von M8-Steckverbindern und konfektionierten Leitungen für die Übertragung von Industrial Ethernet bietet Phoenix Contact zahlreiche Lösungen für derartige Applikationen. Die Ethernet-Signaladern sind im normierten Steckgesicht so angeordnet, dass in der Zusammenschaltung mit einem Industrie-üblichen Leitungsaufbau die Channel-Grenzwerte nach Class D für die Übertragung von 100Base-T eingehalten werden. Die Anforderungen der IEEE 802.3 an die Übertragung von Ethernet werden hier sicher eingehalten.

Eine wichtige Rolle spielt auch der für den Einsatz im Industriebereich notwendige robuste Aufbau mit einer allseitigen Abschirmung und Schirmkontaktierung der Leitung. Damit werden EMV-Einflüsse benachbarter Geräte - wie etwa Frequenzumrichter - minimiert. Damit Schadgase nicht zu Korrosions-Erscheinungen an Kontakten führen, besitzen diese eine hochwertige vergoldete Oberfläche. So wird ein schleichender Alterungsprozess mit erhöhten Übergangswiderständen vermieden, der zu einem Ausfall der Verbindung führen kann. Wenn Patch-Leitungen aus dem Office-Umfeld im industriellen Bereich eingesetzt werden, ist dies häufig zu beobachten.

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Notwendigen Übertragungs-Parameter werden übertroffen

Mit einer Leitungsausführung für die flexible Verlegung und einer Ausführung für die dauerbewegte Verlegung in Schleppketten können nahezu alle Anwendungen in diesem Bereich abgedeckt werden. Neben der vorteilhaften Anordnung der Signale im Steckverbinder und deren prozessüberwachter Konfektionierung trägt der Leitungsaufbau wesentlich zur Qualität der konfektionierten Leitungen bei. Mit einem Aufbau als Sternvierer im Querschnitt AWG 22 werden die notwendigen übertragungstechnischen Parameter deutlich übertroffen. So wird eine hohe industrielle Robustheit erreicht, wie etwa eine gegenüber anderen Leitungsaufbauten erhöhte Querdruckfestigkeit und Temperaturbeständigkeit.

Außerdem ist das Dämpfungs-Budget der Leitung so hoch, dass der Anwender bis zur maximalen Länge von 60 m keine Berechnung zum Temperatur-Derating im Bereich von -20 °C bis 70 °C durchführen muss. Die Planung der Verkabelung vereinfacht sich also deutlich. Hinzu kommt noch eine aufwendige Schirmung der Steckverbinder und der Leitung. Mit einer Kopplungsdämpfung von 80 dB erreichen die konfektionierten Leitungen die Trennklasse „d“ nach EN 70174, wodurch eine abstandsfreie Verlegung zu Energieleitungen möglich ist. So kann zusätzlicher Raum für die Verlegung der Leitungen eingespart werden, was wiederum der Miniaturisierung zugute kommt.

Zuverlässiger Betrieb unter schwierigen Einsatzbedingungen

Platzsparende Verkabelungen im Maschinen- und Anlagenbau sind mit intelligenten Lösungen auf der Basis des M8-Steckverbinders auf einfache Weise möglich. Konfigurationen, die zum einen die Anforderungen der Übertragungstechnik einhalten, und die zum anderen durch das Modell der Referenz-Implementation den notwendigen Ballast an Modularität über Bord werfen, eröffnen hier neue Möglichkeiten. Eine durchdachte Industrietauglichkeit erhöht diesen Effekt - und sorgt zudem für den zuverlässigen Betrieb unter schwierigen Einsatzbedingungen. (jus)

* *Dipl. Wirt. Ing. Bernd Horrmeyer ist Fachreferent für Industrielle Netzwerkverkabelung bei Phoenix Contact.

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