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Gussteile Robotergestütztes Röntgensystem prüft Gussteile vollautomatisch

| Redakteur: Lilli Bähr

Mit seinem XRH-Robotstar will Visiconsult einen hohen Durchsatz und absolute Prozesssicherheit garantieren. Das robotergestützte digitale Röntgensystem ist für die vollautomatische Prüfung von Gussteilen ausgelegt.

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Das System XRH-Robotstar ist für eine vollautomatische 24/7-Prüfung ausgelegt und läuft, ohne dass ein Mensch eingreifen muss.
Das System XRH-Robotstar ist für eine vollautomatische 24/7-Prüfung ausgelegt und läuft, ohne dass ein Mensch eingreifen muss.
(Bild: Visiconsult)

Das robotergestützte digitale Röntgensystem XRH-Robotstar von Visiconsult prüft Gussteile vollautomatisch. Das Prinzip des Systems ist die Parallelisierung eines Bauteilhandling-Roboters außerhalb und eines Inspektions-Roboters innerhalb der Röntgenkabine. Dieser hat die Röntgenkomponenten auf einem C-Arm montiert. Die Röntgenbilder werden laut Unternehmen vollautomatisch ausgewertet und auf Fehler geprüft. Das System ist Industry-4.0-ready und in digitale Prozesse eingebunden. Visiconsult implementiert das System schlüsselfertig in die bestehenden Produktionslinien des Kunden.

Durch das hoch-parallelisierte Prinzip soll eine kurze Taktzeit erreicht werden. Zum Beispiel werden für die vollständige Prüfung eines mittelgroßen Gussteils (500 mm) laut Hersteller nur ca. 16 Sekunden benötigt. Dies schließt das Beladen, Prüfung von ca. zehn Positionen, Auswertung und Entladen mit ein.

Flexibel dank 3D-Stereo-Kamerasystem mit digitaler Radiografie

Durch die Kombination eines 3D-Stereo-Kamerasystems mit digitaler Radiografie soll eine hohe Flexibilität gewährleistet sein. Die Kamera erkennt das Offset zur Soll-Position und der Roboter wird automatisch nachgeführt. Kombiniert mit einer neuartigen Bildregistrierung und robusten ADR-Algorithmen kann so auf Bauteilhalter verzichtet werden. Dadurch werden die Kosten und die Pseudoausschussrate laut Hersteller reduziert.

Prüfungen erfüllen Automobil- und Luftfahrtstandards

Das System bietet vielseitige Schnittstellen und ist komplett in den digitalen Produktionsprozess integriert. Eine Anbindung an gängige ERP- und MES-Systeme ist gegeben. So können Prozess- und Bauteilinformationen direkt zurückgespielt werden. Die Traceability-Eigenschaften erlauben Prüfungen bis zur Losgröße eins und erfüllen laut Unternehmen selbst anspruchsvolle Automobil- und Luftfahrtstandards. Die Prüfdaten können so auch direkt für die Optimierung des Produktionsprozesses genutzt werden.

Typische Gussfehler werden automatisch erkannt

Das System ist laut Unternehmen für eine vollautomatische 24/7-Prüfung ausgelegt und läuft, ohne dass ein Mensch eingreifen muss. Das selbst entwickelte System zur automatischen Defekterkennung (ADR) soll in der Lage sein eigenständig die Röntgenbilder auszuwerten und eine Prüfentscheidung zu treffen. Typische Gussfehler, wie Einschlüsse, Lunker oder Geometrieabweichungen können so nach anwendungsspezifischen Metriken erkannt werden.

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