Elektrisches Taxi Ressourcenschonend und komfortabel unterwegs in tropischen Megastädten

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Monika Zwettler

Es hat eine große Reichweite, seine Batterie kann schnell geladen werden, und es bietet dem Fahrgast hohen Komfort: Das elektrische Taxi „EVA“ hat jetzt seine erste offizielle Testfahrt absolviert. Konzipiert wurde das Fahrzeug speziell für tropische Megastädte.

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Im Mix der verschiedenen Verkehrsmittel leisten E-Taxis einen besonderen Beitrag dazu, Kohlendioxid-Emissionen zu verringern. Forschungsleiter Dr. Daniel Gleyzes: „Im typischen Zweischichtbetrieb legt ein Taxi pro Tag über 500 km zurück.“
Im Mix der verschiedenen Verkehrsmittel leisten E-Taxis einen besonderen Beitrag dazu, Kohlendioxid-Emissionen zu verringern. Forschungsleiter Dr. Daniel Gleyzes: „Im typischen Zweischichtbetrieb legt ein Taxi pro Tag über 500 km zurück.“
(Bild: TUM Create)

In der Metropole Singapur sind die Straßen überfüllt. Dichter Verkehr sorgt für hohe Luftverschmutzung und Lärmbelästigung. Elektroautos wären eine Lösung für diese Probleme. Wegen der hohen Kosten haben jedoch nur wenige Menschen dort ein eigenes Auto.

Für tropische Temperaturen

Daher arbeiten Forscher der Technischen Universität München (TUM) und der Nanyang Technological University (NTU) in Singapur seit 2011 an einem Taxi mit Elektroantrieb. „EVA"“ist speziell auf die Anforderungen der tropischen Stadt zugeschnitten. Bereits 2013 hatten die Wissenschaftler einen Prototyp auf der 43. Tokio Motor Show vorgestellt. Nun fand die erste offizielle Testfahrt an der NTU Singapur statt.

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Besonders hohe Ladegeschwindigkeit

Große Herausforderungen waren für die rund 30 wissenschaftlichen Mitarbeiter und Experten sowie 40 Studierende vor allem die Reichweite und die Ladegeschwindigkeit des Autos. Die Batterie von EVA kann innerhalb von 15 Minuten so weit aufgeladen werden, dass die Energie für eine Distanz von mindestens 200 Kilometern ausreicht.

Energieeffiziente Klimatisierung

Das Auto ist 4,32 Meter lang, es misst vom Boden bis zum Dach 1,68 Meter und ist 1,79 Meter breit (ohne Seitenspiegel). Um Gewicht zu sparen, besteht die Fahrgastzelle fast ausschließlich aus karbonfaserverstärktem Kunststoff. Die sogenannte Zonenklimaanlage ist ebenfalls energieeffizient. Jeder Sitz im Auto hat seine eigene Zone, in der die Kühlung individuell geregelt werden kann.

Über das Projekt

TUM Create ist ein gemeinsames Forschungsprojekt der Technischen Universität München und der Nanyang Technological University (NTU), das von der National Research Foundation in Singapur gefördert wird. Es ist Teil des Campus for Research Excellence And Technological Enterprise (CREATE) Programms. (mz)

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