Roboter-Arm Rendezvous im All

Autor / Redakteur: Henrik Bork / Dipl.-Ing. (FH) Monika Zwettler

Ein zehn Meter langer Robotik-Arm an der Außenseite der chinesischen Raumstation Tiangong sorgt derzeit für Aufregung: Der Arm, der sich von seinem Hauptkörper lösen und frei herumkriechen kann, ist auch in der Lage, sehr große und schwere Objekte zu greifen. In den USA wird deshalb spekuliert, ob der Arm sich wohl künftig US-Satelliten grabschen wird.

Die Sorge in den USA ist groß: Wozu dient der neue chinesiche Roboter-Arm, der Objekte bis 20 Tonnen Gewicht greifen und bewegen kann, wirklich?
Die Sorge in den USA ist groß: Wozu dient der neue chinesiche Roboter-Arm, der Objekte bis 20 Tonnen Gewicht greifen und bewegen kann, wirklich?
(Bild: ©Skórzewiak - stock.adobe.com)

Es passiert nicht oft, dass das „US Space Command“ besorgt ist – oder sein Kommandeur, James Dickinson. Aber mit diesem Roboter-Arm im All haben die Chinesen es geschafft: Der Kommandeur macht sich Sorgen, und hat die auch zu Protokoll gegeben.

Es geht um einen zehn Meter langen Robotik-Arm, der an die Außenseite der chinesischen Raumstation Tiangong montiert ist. Er ist in der Lage, Objekte bis zu einem Gewicht von 20 Tonnen zu greifen und zu bewegen. Der Arm „könnte in einem künftigen System benutzt werden, um andere Satelliten zu greifen”, sagte Kommandeur James Dickinson in einer Anhörung vor dem US-Kongress, berichtet die Zeitung South China Morning Post (SCMP) in Hongkong. Das Gerät sei daher „eine Sorge für das amerikanische Militär,“ so die Zeitung.