Batterieherstellung Renault sichert sich nachhaltig gefördertes Lithium

Redakteur: Nick Luhmann

Der Hersteller arbeitet jetzt mit einem europäischen Lithiumproduzenten zusammen, der mit seinem neuartigen Förderverfahren keinerlei Treibhausgasemissionen verursacht. Die Franzosen haben sich vorgenommen, die nachhaltigsten E-Fahrzeuge auf dem Markt anzubieten.

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Das Verfahren, Lithium minimalinvasiv in Geothermieanlagen aus den Tiefengewässern des Oberrheingrabens zu fördern, ist noch jung.
Das Verfahren, Lithium minimalinvasiv in Geothermieanlagen aus den Tiefengewässern des Oberrheingrabens zu fördern, ist noch jung.
(Bild: www.kit.edu)

Der französische Automobilhersteller und das deutsch-australische Unternehmen Vulcan Energy haben einen Vertrag zur Lieferung von Lithium für die Batterieherstellung unterzeichnet. Einer aktuellen Mitteilung von Renault zufolge soll Vulcan Energy den Autobauer mit jährlich 6.000 bis 17.000 Tonnen Lithium in Batteriequalität aus geothermischen Solelagerstätten in Deutschland versorgen. Die Vertragslaufzeit beträgt zunächst fünf Jahre.

Durch das CO2-emissionsfreie, geothermische Lithium-Gewinnungsverfahren kann der Automobilkonzern den CO2-Ausstoß bei der Herstellung einer 50-kWh-Batterie nach eigenen Angaben um 300 bis 700 Kilogramm verringern. Zuvor hatte Renault bereits beschlossen, drei Produktionsstandorte in Nordfrankreich zu einem besonders effizienten Fertigungsverbund für Elektrofahrzeuge in Europa zusammenzufassen.

Renault hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2050 weltweit kohlenstoffneutral zu agieren und bis 2025 den grünsten Mix auf dem europäischen Automobilmarkt zu erreichen – dafür will der Hersteller einen Anteil von über 65 Prozent an elektrifizierten Fahrzeugen am Gesamtabsatz erreichen. 2030 sollen dann 90 Prozent der verkauften Fahrzeuge rein batterieelektrisch unterwegs sein.

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