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Getriebemotor Rekordmaß mit massiven Getriebemotoren

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Sandra Häuslein

Der Mischtechnikhersteller Ekato hat das Spitzenmodell seiner Unimix-Baureihe auf mehr als die doppelte Größe hochskaliert und so das weltweit größte diskontinuierliche Produktionssystem für Zahncreme realisiert. Zwei Mischer mit jeweils 10.000 l Nutzvolumen stellen abhängig von der Produktdichte stündlich 6000 kg bis 11.000 kg Zahnpasta her. Die leistungsstarken und dennoch kompakten Antriebe dazu lieferte Nord Drivesystems.

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Je nach Produkt und dessen Anforderungen wird das Rührwerk von Ekato entsprechend konstruiert.
Je nach Produkt und dessen Anforderungen wird das Rührwerk von Ekato entsprechend konstruiert.
(Bild: Nord Drivesystems)

Viele global agierende Hersteller sind bestrebt, Produktionskapazitäten an einigen wenigen Standorten zu konzentrieren. Auch die Hygiene- und Pflegemittelindustrie kennt diesen Trend, sodass die Anforderungen an die Chargengrößen für Produkte wie Zahnpasta kontinuierlich zunehmen. Zudem steigt die Anzahl der an einem Standort produzierten Produktvarianten. Moderne Anlagen müssen daher in der Lage sein, große Mengen bei maximaler Flexibilität herzustellen. Mit dieser komplexen Aufgabenstellung hat Ekato im Auftrag eines Zahncremeherstellers eine neue Anlage für die diskontinuierliche Produktion von Zahncreme entwickelt. Die Anforderungen an das Antriebssystem löste dabei Nord Drivesystems.

Kontinuierliche Systeme sind wenig flexibel

Die maximale Kapazität von Zahncremeproduktionsanlagen lag bisher zwischen 4000 l und 5000 l, der Ausstoß bei ca. 2000 l/h bis 3000 l/h. Die Branche unterscheidet zwischen der kontinuierlichen und der chargenweisen Produktion. Kontinuierliche Anlagen ermöglichen einen großen Durchsatz, sind allerdings in Bezug auf Produktwechsel wenig flexibel. Unterschiedliche Inhaltsstoffe machen teilweise eine eigene Dosier- und Mischtechnik erforderlich, sodass bei Rezepturänderungen Umbauten und Neujustierungen anstehen. Zudem lässt sich Zahncreme z.B. bei unzureichender Homogenität nur schwer nacharbeiten. Die größte Herausforderung beim Betrieb kontinuierlicher Anlagen ist es, auch bei Änderungen an den Dosiersystemen eine gleichbleibende Verteilung von Wirkstoffen wie Natriumfluorid zu gewährleisten.

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Hohe Produktionsrate mit größeren diskontinuierlichen Anlagen

Andererseits lässt sich die Produktionsrate diskontinuierlicher Anlagen mit bis dato verwendeten Techniken ohne eine wesentliche Modifikation der Anlagenperipherie nicht mehr signifikant erhöhen. Für den aktuellen Auftrag mussten daher größere Anlagen konstruiert werden. Im Wesentlichen besteht eine Anlage zur Herstellung von Zahncreme aus einem evakuierbaren Kessel mit Rührwerk, einem Homogenisator, der das Produkt zur gewünschten Feinheit homo-genisiert, sowie aus verschiedenen Dosiersystemen zum Einbringen von Rohstoffen.

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