Stellzylinder

Raffiniertes elektrisches Antriebskonzept ersetzt Hydraulik

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Stellzylinder für Lebensmittelbereich konstruiert

Zur Anwendung im Lebensmittelbereich wird der Zylinder hier in einer Food-Grade-Ausführung aus der Aluminium-Legierung ALMgSi0,5 (alternativ ALMG3) oder aber mit lebensmittelechter Lackierung eingesetzt. Sein Rollengewindeantrieb erweist sich in rauer Industrieumgebung als besonders zuverlässig: Die hohe Zahl der Kontaktpunkte, die geführten Rollen und das Planetenprinzip ergeben einen extrem steifen Präzisionsantrieb mit Bestnoten bei Beschleunigung und Geschwindigkeit.

Mithilfe von zwei elektrischen Stellzylindern der FT-Serie von Exlar konnte A-Drive bei Commodore Technologies deutliche Verbesserungen in der Prozessqualität erreichen.
Mithilfe von zwei elektrischen Stellzylindern der FT-Serie von Exlar konnte A-Drive bei Commodore Technologies deutliche Verbesserungen in der Prozessqualität erreichen.
(Bild: A-Drive)

Betrieben wird der elektrische Stellzylinder von einem Servomotor. Die Motoranbindung über Zahnriemenantrieb mit Übersetzung 1:2 erhöht die Kraft und schützt gleichzeitig den Gewindetrieb im Falle einer Kollision. Aufgrund der hohen Kontaktzahl des Rollengewindetriebes liegt die dynamische Tragzahl weit höher als beispielsweise bei Kugelgewindetrieben. Wartung und Nachschmierung des Zylinders erfolgen besonders anwenderfreundlich durch eine Inspektionsöffnung mit Schmiernippel.

Insgesamt überzeugt diese Antriebslösung durch eine Reihe von Verbesserungen: Der vereinheitlichte, bereits in anderen Achsen bei Bloomfield eingesetzte Servomotor hat, zusammen mit dem Konzept „Motor extern“, den Vorteil, dass Verfügbarkeit und Service vereinfacht und damit Kosten reduziert werden. Auch lässt sich dadurch der Aufwand für die Integration in die Maschine und das Gesamtsystem erheblich verringern.

Ergänzendes zum Thema
Mechatronik-Module als Alternative zu Hydraulik- und Pneumatikzylindern

Das Systemhaus für Antriebstechnik A-Drive Technology GmbH befasst sich bereits seit 1990 zusammen mit seinen Partnern mit der Entwicklung von Mechatronik-Modulen als Alternative zu Hydraulik- und Pneumatikzylindern.

Die Bandbreite hydraulischer und pneumatischer Systeme lässt sich nicht mit nur einer Antriebstechnologie sinnvoll ersetzen, um Vorteile zu erschließen. Ziel der Entwicklungsarbeit von A-Drive ist es, bestehende Systeme zu übertreffen und durch die Optimierung die Mehrkosten auszugleichen, die durch den Einsatz elektrischer Stellzylinder entstehen.

Umweltfreundliche Maschine

Der Einsatz des elektrischen Stellzylinders reduziert das Risiko von Kontaminierung und macht die Maschine umweltfreundlicher. Die exzellente Regelbarkeit der Stellzylinder ermöglicht einen stabilen Prozess des Thermoformens.

Darüber hinaus wurden die Flexibilität und die Einsatzbreite des Tray Packers verbessert, da jetzt verschiedene Schalentiefen ohne Umrüstung auf ein und derselben Maschine hergestellt werden können. „Die zuvor verwendeten Hydraulikzylinder erlaubten nur eine stufige Einstellung des Verfahrwegs. Jetzt ist eine exakte stufenlose Regelung möglich, mit der sich die Verfahrwege perfekt an die jeweiligen Schalentiefen anpassen lassen“, erklärt Metz.

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