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Simulation

PTC und Ansys entwickeln Plattform-Lösung für Simulation im Internet der Dinge

| Redakteur: Monika Zwettler

Dank eines neuen Plattform-Konnektors zwischen PTC und Ansys sollen Anwendungsentwickler künftig bereits in der Design-Phase ein besseres Verständnis für das spätere Produktverhalten gewinnen können – das ist das Ziel der Zusammenarbeit.

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PTC und Ansys arbeiten gemeinsam an einer Lösung für die technische Simulation im Internet der Dinge.
PTC und Ansys arbeiten gemeinsam an einer Lösung für die technische Simulation im Internet der Dinge.
(Bild: Ansys)

PTC und Ansys haben eine gemeinsame Lösung angekündigt, mit der sich Applikationen auf Basis der Thing-Worx-Plattform für das industrielle Internet der Dinge (IoT) leicht um die Technologie für technische Simulation von Ansys ergänzen lassen. Die Entwicklung des Konnektors zwischen den beiden Technologie-Plattformen erlaubt es den Kunden, Rohdaten in verschieden nutzbare Informationen zu verwandeln. Der Konnektor soll intelligente, digitale Simulationsmodelle mit den Produkten, die in der realen Welt betrieben werden, integrieren. Das eröffnet den Unternehmen neue Möglichkeiten, Betrieb und Wartung zu optimieren und sie in die Produktentwicklungsprozesse zu integrieren, was für zusätzliche Wertschöpfung sorgt.

Was ist der digitale Zwilling?

Sie werden geboren, wenn die digitale und reale Welt verschmelzen und begleiten ein physisches Produkt im Idealfall anschließend über seinen kompletten Lebenszyklus hinweg: Die Rede ist von digitalen oder auch virtuellen Zwillingen.

Simulationsdaten als Quelle für Maschinenlernen und Vorhersagen

Dank Simulation gewinnen Unternehmen bereits in der Design-Phase ein besseres Verständnis für mögliche spätere Situationen im Einsatz und können beispielsweise Produktfehler frühzeitig identifizieren. Steht nur ein begrenzter Zugriff auf umfassende historische Daten zur Verfügung, können die Unternehmen die Simulationsmodelle nutzen, um verschiedene erwartbare Ergebnisse oder Produktleistungen „laut Design“ zu generieren.

Die Simulationsergebnisse dienen als Quelle für Daten, die für überwachtes Maschinenlernen und prädiktive Modelle verwendet werden können. Die dauerhafte Verbindung zwischen dem Verhalten in der realen Welt, den Ergebnissen der Simulation und dem Maschinenlernen macht die Daten wertvoll. Unternehmen kommen so zu prädiktiven Modellen und informativen Feedback-Schleifen, mit denen sie Produktdesign und -modellierung verbessern können.

Dank IoT zum digitalen Zwilling eines Produktes

Das IoT ermöglicht die Erstellung eines digitalen Zwillings, der die Echtzeitdaten eines physikalischen Produktes mit den digitalen Informationen des Produktes kombiniert. Die Simulation digitaler Zwillinge bietet weitere Einblicke in das Produktverhalten. Durch Kombination der Funktionalitäten der Thing-Worx-Plattform mit den Simulationsmodellen von Ansys können Unternehmen leistungsfähige Anwendungen in Betrieb nehmen. Damit lassen sich die aktuellen Betriebsbedingungen analysieren, Betriebsprobleme schnell identifizieren und diagnostizieren und die Produktleistung steigern. PTC und Ansys werden die Funktionalität der Lösung als Teil der IoT-Applikationen, die mit Thing-Worx entwickelt werden, zur Verfügung stellen. (mz)

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