PLM PTC kauft Internet-of-Things-Anbieter Thing-Worx

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Monika Zwettler

PTC kauft das Unternehmen Thing-Worx, Anbieter einer preisgekrönten Plattform für den Betrieb von Anwendungen für das Internet der Dinge. Der Kaufpreis beträgt 112 Millionen US-Dollar, zusätzlich einer möglichen Earn-Out-Komponente von bis zu 18 Millionen US-Dollar. Mit der Akquisition positioniert sich PTC als wichtiger Anbieter in dem noch jungen und aufstrebenden Markt.

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James E. Heppelmann, CEO und Präsident bei PTC: „Unsere gesamte Strategie dreht sich inzwischen darum, Fertigungsunternehmen beim Übergang zur Produktion und Wartung von smarten, vernetzten Produkten zu unterstützen.“
James E. Heppelmann, CEO und Präsident bei PTC: „Unsere gesamte Strategie dreht sich inzwischen darum, Fertigungsunternehmen beim Übergang zur Produktion und Wartung von smarten, vernetzten Produkten zu unterstützen.“
(Bild: PTC)

Der Kauf von Thing-Worx untermauert die aktuelle Strategie von PTC und erweitert die Möglichkeiten, Wettbewerbsvorteile für Produktionsunternehmen bei der Erzeugung und der Wartung von smarten, vernetzten Produkten zu erzielen. Als Teil von PTC wird Thing-Worx seine Kunden weiterhin dabei unterstützen, das Internet der Dinge effizient einzusetzen. Das gilt für ein breites Spektrum von Branchen, zum Beispiel die Telekommunikationsbranche, Versorgungsunternehmen, die Medizintechnik, die Landwirtschaft und das Transportgewerbe sowie für das Netzwerk von Servicepartnern in den Bereichen M2M- und Internet der Dinge.

Auswirkung des „Internet der Dinge“

Gemäß einer aktuellen Studie des McKinsey Global Institutes aus dem Mai 2013 (Disruptive technologies: Advances that will transform life, business, and the global economy) könnte das Internet der Dinge im Jahr 2025 wirtschaftliche Auswirkungen haben, die sich in einem Rahmen von 2,7 und 6,2 Billionen US-Dollar im Jahr bewegen. Das Forschungsinstitut glaubt, dass zu dieser Zeit vielleicht 80 bis 100 Prozent aller Produktionsunternehmen Anwendungen für das Internet der Dinge einsetzen werden – was zu zusätzlichen Umsätzen zwischen 900 Milliarden und 2,3 Billionen US-Dollar führt, die überwiegend aus Produktivitätsgewinnen kommen. Wenn fortgeschrittene Technologien für das Internet der Dinge zur Verfügung stehen, können Unternehmen zum Beispiel nicht nur den Warenfluss kontrollieren oder physische Güter jederzeit nachverfolgen, sondern auch die Leistung einzelner Maschinen und Systeme steuern.

Smarte und vernetzte Produkte im Kommen

In der Ära des Internets der Dinge bringen die Kunden von PTC zunehmend smarte und vernetzte Produkte auf den Markt. Durch die Erfassung, die Analyse und das Teilen von Daten gewinnen sie neue Einsichten über die Produktleistung, den Gebrauch und die Zuverlässigkeit ihrer Produkte. PTC wird die Thing-Worx-Plattform daher einsetzen, um schneller hochwertige Applikationen für das Internet der Dinge zu schaffen, zum Beispiel für die Unterstützung von Servicestrategien von Fertigungsunternehmen, wie die vorbeugende Wartung oder die Systemüberwachung. Gleichzeitig soll die Plattform die bestehende Service-Lifecycle-Management- und das erweiterte Product-Lifecycle-Management-Portfolio von PTC ergänzen.

Service als Chance

„Unsere gesamte Strategie dreht sich inzwischen darum, Fertigungsunternehmen beim Übergang zur Produktion und Wartung von smarten, vernetzten Produkten zu unterstützen“, sagt Jim Heppelmann, PTC President und CEO. „Für uns ist es klar, dass verbesserte Servicestrategien und Serviceangebote für Produktionsunternehmen schon bald zu den entscheidenden Faktoren in der Ära des Internets der Dinge zählen werden. Dies ist eine gewaltige Marktchance, die bereits seit längerer Zeit unsere Strategie bestimmt. Mit dieser Akquisition verfügt PTC jetzt über eine Innovationsplattform, die es uns erlaubt, unsere Kunden besser und schneller dabei zu unterstützen, die hervorragenden Marktchancen, die sich durch das Internet der Dinge ergeben, zu nutzen.“

Vorzüge der vernetzten Welt nutzen

Die Möglichkeiten gehen aber noch weit über solche kurzfristigen Anwendungen hinaus. Unternehmen aller Branchen bereiten sich auf große Umbrüche vor durch das stetig wachsende Netzwerk von intelligenten Sensoren und Geräten und ein wachsendes Ecosystem von Thing-Worx-Partnern nutzt dieses Wachstum als Grundlage für weitere Anwendungen. Als Teil von PTC wird Thing-Worx dieses Marktspektrum weiter mit höchster Priorität bedienen und die gegenwärtige Strategie fortführen.

„Bei Thing-Worx teilen wir das Anliegen von PTC, Unternehmen und Organisationen so weit wie möglich dabei zu unterstützen, die Vorzüge der vernetzten Welt optimal zu nutzen“, erklärt Russel Fadel, CEO und Mitbegründer von Thing-Worx. „Wir sind überzeugt, dass das Internet der Dinge für alle Branchen in der Industrie, und ganz besonders für die Fertigungsunternehmen, einen fundamentalen Wandel bringt. Wir freuen uns schon darauf, dieses breite Spektrum an Möglichkeiten weiterzuverfolgen, mit den Ressourcen und dem großen Lösungsportfolio von PTC im Rücken.“

Durch die Akquisition wird PTC voraussichtlich mehr als zehn Millionen US-Dollar Umsatz zusätzlich innerhalb der nächsten zwölf Monate und circa fünf bis sieben Millionen US-Dollar innerhalb des Fiskaljahres 2014 generieren. Infolge von Kostensynergien und Investmentplänen für Thing-Worx erwartet PTC weiterhin einen Gewinn pro Aktie von 2 bis 2,10 US-Dollar nach Non-GAAP-Kennzahlen für das Fiskaljahr 2014. 110 Millionen US-Dollar für die Transaktion wurden von PTC aus einem Kredit in Anspruch genommen. (mz)

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