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PLM PTC-Anwendertreffen stand ganz im Zeichen von Connectivity

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Monika Zwettler

Auf der PTC Live Global 2014 in Boston drehte sich fast alles um die intelligente Vernetzung von Systemen, Geräten und Menschen über das Internet of Things (IoT). Das war nach der Übernahme der Firma Thing Worx und ihrer Plattform für die Entwicklung und den Betrieb von IoT-Anwendungen keine Überraschung. Gleichzeitig machte der PLM-Hersteller PTC aber mit der Vorstellung der neuen Creo-Version deutlich, dass er sein traditionelles PLM-Geschäft darüber nicht vernachlässigt.

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Voller Saal auf dem diesjährigen Anwendertreffen von PTC in Boston.
Voller Saal auf dem diesjährigen Anwendertreffen von PTC in Boston.
(Bild: PTC)

Die PTC Live Global fand in diesem Jahr in Boston statt - der Wiege der Vereinigten Staaten von Amerika, wo die erste Universität auf nordamerikanischem Boden entstand, wo der erste Telefonanruf getätigt und die erste Email verschickt wurde, wie Jim Heppelmann, President und CEO von PTC zum Auftakt der Veranstaltung im Boston Convention Center betonte. Innovation habe in Boston Tradition und in dieser Tradition stehe PTC, die als erster in der Branche die wachsende Bedeutung von Software und Service für das PLM-Geschäft erkannt habe.

Fokus auf Systems Engineering

Um diesem Trend Rechnung zu tragen, hat der PLM-Hersteller sein Lösungsportfolio in den letzten Jahren konsequent erweitert. Jüngster Coup ist die Übernahme von Atego, mit deren Ankündigung PTC die Teilnehmer am ersten Tag des Anwendertreffens überraschte. Das britische Unternehmen entwickelt Werkzeuge für das modellbasierte Systems Engineering (MBSE), mit denen man die Architektur komplexer mechatronischer oder cyberphysischer Systeme beschreiben kann. „Systems Engineering ist für uns ein Hot Spot. Wir werden hier weitere Investitionen tätigen“, sagte Heppelmann. In die Systemsimulation will PTC aber nicht einsteigen: „Die Simulation muss eine offene Sache sein“, sagte Brian Shepherd, Executive Vice President Enterprise Segments. Es gebe eine solche Fülle von Tools, dass ein Backbone mit Integrationen, wie PTC es anbiete, die einzig tragfähige Lösung sein könne.

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Systems Engineering schließt Lücke im Portfolio

Mit der Übernahme von Atego verstärkt PTC nicht nur seine Mannschaft von Systems Engineering-Experten (das Unternehmen hat ein substantielles Beratungsgeschäft), sondern schließt eine wichtige Lücke in seiner Lösung für das Application Lifecycle Management (ALM): „Über die funktionale Beschreibung der Systemarchitektur verbindet Atego die Anforderungen mit der physischen Produktdefinition“, erklärte ALM Product Management Director Derek Piette. Bedarf für das MBSE bestehe nicht nur in den klassischen Branchen wie Luftfahrt-, Rüstungs- oder Automobilindustrie, sondern zunehmend auch in der Medizintechnik, wo die Unternehmen nicht mehr einzelne Systeme, sondern vernetzte Systeme von Systemen entwickeln.

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