Engineering Produktentwicklung goes mobile

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Monika Zwettler

Blickt man 30 Jahre zurück, planten und dokumentierten Ingenieure noch mit Papier und Tusche. Heute machen CAx-Systeme wie Eplan das Engineering effizient. Jetzt hat eine neue Epoche begonnen: „Mobile Engineering“ macht die Produktentwicklung und Service unabhängig von Zeit und Raum.

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(Bild: Eplan)

Smartphone, Laptop, Tablet – jeder hat eins. Und weil Planer und Servicemonteure gern jederzeit Daten aus der intelligenten Dokumentation nutzen möchten, hat Eplan Desktopanwendungen mit mobilen Apps zu einem durchgängig mobilen Engineering-Workflow kombiniert. Damit ist in allen Abschnitten, vom Engineering über die Produktion bis hin zur Inbetriebnahme und Wartung, ein Zugriff möglich. Kurzum: „Mobile Engineering“ zieht in die Produktentwicklungsprozesse ein.

Standardisierte Gerätedaten - weniger Aufwand

„Am Anfang einer Projektierung steht die Frage nach digitalen Gerätedaten an oberster Stelle“, sagt Timm Hauschke, Produktmanager bei Eplan. „Mit dem Eplan Data Portal hat der Anwender derzeit auf über 66 Hersteller mit weit mehr als 470.000 Gerätedaten Zugriff.“ Während der Projektierung mit der Eplan Plattform bedient sich der User aus dem webbasierten Eplan Data Portal.

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Durch den Zugriff auf standardisierte Gerätedaten reduziert sich der Aufwand für die manuelle Erstellung der Gerätedaten erheblich. Die Basisdaten unterstützen Projekteure nicht nur in der Elektroprojektierung mit Eplan Electric P8, sondern liefern auch die Daten für die Fluidprojektierung mit Eplan Fluid und den Schaltschrankbau mit Eplan Pro Panel. Am Ende des Projekts steht die interdisziplinäre und intelligente Dokumentation. Sie ist eine exzellente Grundlage für Wartung und Instandhaltung.

Dokumentation direkt auf dem iPad

Die Informationen sollten allerdings nicht in Papierform, sondern in einem digitalen Format weitergereicht werden. Auf diese Weise können Fehler schneller behoben und Informationen schneller gefunden werden. Mit der Publishfunktion in Eplan wird ein mobiles Format der intelligenten Maschinendokumentation erzeugt.

Über E-Mail, iTunes oder auch über Dropbox erhält der Anwender die benötigte Dokumentation direkt auf sein iPad und kann mit der Eplan View App vor Ort an der Maschine beziehungsweise der Anlage darauf zugreifen. Projekt-, Seiten- oder Betriebsmittelinformationen des Schaltplans stehen direkt zur Verfügung. Zum Beispiel kann der Servicetechniker in der Inbetriebnahmephase ein Bauteil über die umfangreiche Suchfunktion finden und anschauen. „Der Clou dabei ist: Hinterlegte Artikelinformationen können mit einer weiteren App, der Eplan Data Portal App, geöffnet und Zusatzdokumente wie beispielsweise Benutzerhandbücher gelesen werden. Damit ist die papierlose Maschinendokumentation Realität“, erläutert Hauschke.

Mobile Engineering verkürzt Ausfallzeiten

Mitarbeiter in der Instandhaltung profitieren ebenfalls von beiden Apps. Im Fehlerfall ermöglicht die Eplan View App dem Mitarbeiter, sich von Bauteil zu Bauteil durch den Schaltplan zu navigieren, bis das fehlerhafte Bauteil gefunden ist – das verkürzt Ausfallzeiten.

Mit Hilfe des integrierten 3D-Viewers kann er sogar die Schaltschrankebene einsehen. Muss ein defektes Bauteil ausgetauscht werden, kann der Instandhalter ein Alternativbauteil in der App suchen und über die Warenkorbfunktion der Engineeringabteilung ohne Zeitverzug in Eplan zur Verfügung stellen – alle Artikelinformationen wie kaufmännische Daten, Makros oder Dokumente eingeschlossen. Der Konstrukteur bedient sich in Eplan aus dem Warenkorb und kann die Änderungen im Projekt einpflegen – sozusagen nachdokumentieren. „Eine as-build-Dokumentation der Anlage ist mit diesem Workflow jederzeit gewährleistet“, betont Hauschke. Sind die Arbeiten beendet, wird das Projekt wieder veröffentlicht und der Kreislauf des „Mobile Engineering“ beginnt von neuem.

Daten sind überall und zu jeder Zeit verfügbar

„Mit der Eplan Plattform 2.4, der Eplan View App und der Data Portal App unterstützt Eplan konsequent den Trend, Daten überall und zur jeder Zeit mobil im Zugriff zu haben. Effiziente Workflows und das Zusammenspiel von Desktop-Anwendungen und mobilen Apps“, sagt Hauschke, „sind der entscheidende Faktor, um ein effizientes Zusammenspiel aller Beteiligten zu gewährleisten – auch über Ländergrenzen hinweg.“ (mz)

SPS IPC Drives 2014: Halle 6, Stand 210

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