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Produktentwicklung Produkte agil entwickeln

| Redakteur: Dorothee Quitter

Mit der SaaS-Anwendung PTC Agile Worx können interdisziplinäre Teams auf einer zentralen Plattform Ideen teilen, Probleme lösen und die Fortschritte ihrer Arbeit verfolgen.

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Als Software as a Service (SaaS) ermöglicht PTC Agile Worx, den gesamten Prozess des Produktmanagements und Projektmanagements an einem zentralen Ort zu organisieren und dabei bereichsübergreifend zu arbeiten.
Als Software as a Service (SaaS) ermöglicht PTC Agile Worx, den gesamten Prozess des Produktmanagements und Projektmanagements an einem zentralen Ort zu organisieren und dabei bereichsübergreifend zu arbeiten.
(Bild: PTC)

PTC Agile Worx unterstützt ihre Anwender bei der Entwicklung komplexer und vernetzter Produkte und richtet sich dabei vor allem an interdisziplinäre Teams, die aus verschiedenen Gruppen und Spezialisten bestehen – etwa aus dem Maschinenbau, der Elektronik- und Softwareentwicklung sowie aus Zulieferern, OEMs und Kunden. PTC Agile Worx ermöglicht es ihnen, den gesamten Prozess des Produktmanagements und Projektmanagements an einem zentralen Ort zu organisieren und dadurch zu beschleunigen. Dazu gehört, die noch grobe Idee eines Produkts in eine anschauliche und verständliche Version zu übertragen, in einem Produkt-Backlog sämtliche Funktionen und Merkmale des Produkts zu sammeln, eine Priorisierung der wichtigsten Elemente und Funktionen festzulegen, in einer Sprint-Planung die allgemeinen Rahmenbedingungen wie Vorgehensweise, Ziele und Aufgaben abzustecken, Einblicke in die fortlaufenden Teamaktivitäten zu gewähren sowie in regelmäßigen Meetings den aktuellen Projektstatus zu besprechen. Dank PTC Agile Worx kann zudem Kundenfeedback eingebunden werden, sodass Unternehmen mit weniger Produktversagen rechnen müssen und keine Produkte mit Merkmalen auf den Markt bringen, die niemand nutzt.

Darüber hinaus verknüpft die Software Datenbestände in CAD-, ALM- und PLM-Systemen und unterstützt die Inte- gration von Echtzeit-Daten aus dem IoT, sodass Erkenntnisse aus der realen Welt mit in die Produktentwicklung einfließen können.

Beispielhafter Prozess einer agilen Produktentwicklung

Typica ist ein Hauptlieferant für die Automobilbranche. Das Unternehmen möchte die neuen Möglichkeiten des Internets der Dinge effizient nutzen und die Produktentwicklung von 5 Jahren auf 18 Monate verkürzen. PTC Agile Worx trägt bei der Erreichung dieses Ziels wesentlich bei, indem Lieferzyklen bei den Produkten verkürzt sowie die individuelle und die Teamproduktivität verbessert werden. Diese neue Generation von intelligenten, vernetzten Produkten verlangt nach einer agilen Entwicklung und damit nach der Möglichkeit, schnell auf Feedback von Kunden, Wettbewerbern und anderen Marktteilnehmern reagieren zu können und dieses in den Entwicklungsprozess miteinfließen zu lassen.

Die Bedürfnisse der Produktentwicklungsteams von Typica sind vielschichtig. Sie entwickeln komplexe, physikalische Produkte. Das erfordert eine enge Abstimmung mit mehr als 80 global verteilten Teams aus Bereichen wie Maschinenbau, Elektrotechnik, Softwareentwicklung und Systemanalyse. Die Anforderungen an die Produktentwickler sind dabei hoch und unterliegen höchsten Ansprüchen in Sachen Sicherheit, Qualität und Compliance: Im Gegensatz zu Produkten, die sich sofort ersetzen lassen, produziert Typica Bremssysteme, die auf unbestimmte Zeit einwandfrei funktionieren müssen. Die Produktlinien müssen entsprechend über Jahre oder Dekaden verwaltet werden.

Als branchenweit erste SaaS-Anwendung für agiles Projektmanagement wird PTC Agile Worx diesen hohen Anforderungen gerecht. Auf einer zentralen Plattform können interdisziplinäre Teams Ideen teilen, Probleme lösen und die Fortschritte ihrer Arbeit verfolgen.

Schritt 1: Agile Prozesse verankern

Der erste Schritt auf dem Weg zu einem agilen Produktmanagement umfasste die Implementierung agiler Praktiken innerhalb des Projektteams, der Abteilung oder auf der gesamten Unternehmensebene. Das Team muss dazu mit den Rollen, Disziplinen und Aufgaben des agilen Prozesses vertraut gemacht werden. Die formale Rollenzuteilung in Produkteigner, Scrum-Master und Mitglied im Projektteam hilft etwa bei der späteren Priorisierung und Verwaltung der anstehenden Aufgaben, entscheidet über die Perspektive und stellt sicher, dass Kundenfeedback regelmäßig in die Arbeit integriert wird. Das Ziel eines solchen agilen Produktmanagements ist es, die ansonsten versteckt gebliebenen technologischen oder organisatorischen Hürden durch klare Abläufe zu adressieren und zu überwinden.

Schritt 2: Interdisziplinäre Teams vereinheitlichen

Im nächsten Schritt werden die Teams besser untereinander koordiniert, um hilfreiches Feedback zu erhalten. Zum Beispiel nützt ein isolierter Test der Steuergeräte eines Automobils wenig. Wenn diese allerdings in die Bremsmechanik integriert werden, erhalten die Teams wertvolle Informationen zu Funktionalität und Nutzererfahrung.

Die Zusammenarbeit interdisziplinärer Teams erfordert einen modularen Prozessaufbau mit klar definierten Schnittstellen zwischen den Teams, sodass diese parallel arbeiten und Teilaufgaben zum selben Zeitpunkt abschließen können. Die Verknüpfung von Datenbeständen in CAD-, ALM- und PLM-Systemen hilft im Entwicklungsprozess.

Schritt 3: Qualität und Sicherheit gewährleisten

Als Anbieter von sicherheitstechnischen Produkten legt Typica höchsten Wert auf Sicherheit und Qualität. Mit PTC Agile Worx lassen sich bestehende Rahmen für Qualität und Compliance wirksam einbeziehen und ausweiten. Außerdem können zukünftig Anforderungen an das spätere Produkt mit der Teilestruktur der PLM-Softeware Windchill von PTC integriert werden, um zu verstehen, wie die einzelnen Aufgaben dieses betreffen werden.

Schritt 4: Produktvarianten verwalten

PTC Agile Worx unterstützt die Entwicklung komplexer Produkte und die enge Abstimmung mit technischen Teams, indem es vor allem auf Flexibilität statt auf starre Regeln und aufwendige Dokumentation setzt. Mit der Software können die Teams von Typica offene Aufgaben über mehrere Backlogs untereinander teilen und verwalten oder sie Teams in anderen Sprintzyklen zuteilen. Somit werden Sprintzyklen der tatsächlichen Arbeitsrealität der Entwickler nachempfunden und sind nicht hierarchisch aufgebaut.

Schritt 5: Informationen aus realer Welt einbinden

Die Produktentwickler bei Typica setzen sowohl auf Feedback aus unterschiedlichen Quellen als auch auf Informationen in Echtzeit, um ihr Produkt kontinuierlich zu testen und anzupassen. Dank der intelligenten Vernetzung mit Sensoren erhalten die Entwickler schnell wichtigen Informationen und können damit die nächste Produktiteration positiv beeinflussen. Somit kann Typica die Chance eines späteren Produktversagens stärker eingrenzen und bringt keine Produkte mit Merkmalen auf den Markt, die niemand nutzt. (qui)

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