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Präzisionsstanzteile Präzision im Fokus

| Autor: Ute Drescher

Wenn es beim Stanzen und Feinschneiden auf Präzision ankommt, ist Etampa der richtige Ansprechpartner.

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(Bild: U. Drescher/konstruktionspraxis)

In jedem Auto, das mit ABS bremst, ist ein Ventilsitz verbaut, dem eine Schlüsselfunktion für die Sicherheit des gesamten Systems zukommt. Um einen solchen Ventilsitz zu fertigen, bedarf es eines Spezialisten, der die Stanz- und Feinschneidtechnik mit höchster Präzision beherrscht. Das Schweizer Unternehmen Etampa ist ein solches. Ansässig in Grenchen im Kanton Solothurn, unterhält das Unternehmen auf 7200 m2 Engineering, Werkzeugbau sowie die Produktion. Die Kunden kommen zu einem Großteil aus der Automotive-Industrie, außerdem aus der Elektrotechnik, der Bauindustrie sowie der Medizintechnik.

Co-Engineering legt Grundstein

„Wir fertigen nur kundenspezifische Produkte“, erklärt CEO Daniel Brügger. „Die aber oft in hoher Stückzahl“. Am Anfang steht immer eine Zeichnung. Viele Kunden legen großen Wert auf das aktive Co-Engineering bei Etampa, erklärt Brügger. „Damit die Produktion optimal und zeitnah realisierbar ist, müssen wir die Funktion der zu fertigenden Teile genau verstehen“. Denn das gemeinsam erarbeitete,
stanzoptimierte Design hat einen nachhaltigen Einfluss auf Werkzeugkonzeption, Nachschleifzyklen und die Lebensdauer der Werkzeuge. Vom Know-how der Schweizer profitieren die Kunden. „Wir weisen unsere Kunden zum Beispiel, darauf hin, wenn eine geringfügige Veränderung an der Teileplanung die Produktivität deutlich erhöhen würde“, so Brügger. So geschehen bei dem Ventilsitz für die ABS-Systeme: Das war ursprünglich als Drehteil geplant, die Herstellung im Feinschneid-Prozess hat aber die Präzision deutlich erhöht.

Hochpräzise Produktionsprozesse

Die Produktionsprozesse sowohl beim Feinschneiden als auch beim Stanzen sind hoch präzise. Beim Feinschneiden werden mit den Feinschneidpressen, die Etampa einsetzt, bei einer Presskraft von 40 t bis 250 t rechtwinklige Schnitte und Glattschnittanteile von bis zu 100 % erzielt. Aufgrund der hohen Form- und Maßgenauigkeit können weitere Bearbeitungsschritte wie das Entgraten oder Schleifen teilweise komplett entfallen. Auch beim Stanzen sorgt neueste Servotechnologie in den eingesetzten Stanzautomaten und Schnellläuferpressen für eine optimale Umsetzung der Pressleistung. Im Vergleich zu herkömmlichen Antriebssystemen lässt sich die Fertigungspräzision entweder mit einer höheren Ausbringung kombinieren oder, bei gleicher Ausbringungsleistung, die Präzision der gefertigten Teile weiter erhöhen. Je nach Geometrie und Beschaffenheit der Stanzteile ist eine Steigerung des Outputs um bis zu 50 % eine realistische Zielgröße.

Beim Feinschneiden kann das Unternehmen Materialdicken von 0,5 mm bis 6 mm verarbeiten, beim Stanzen sind es
0,1 mm bis 4 mm. Produziert werden die Teile beim Feinschneiden im Komplettschnitt und im Folgeverbund, beim Stanzen dominiert die Folgeverbund-Technologie. In beiden Produktionsprozessen sind die eingesetzten Werkstoffe Stahl und rostfreier Stahl, Buntmetalle, Aluminium und Titan. Zertifizierte Qualitätsprozesse, angepasst an die jeweiligen Qualitätssicherungs-Systeme der Kunden, unterstreichen die Null-Fehler-Strategie. Brügger: „Jedes einzelne Teil verlässt unser Haus in absolut einwandfreiem Zustand“. (ud)

* Ute Drescher ist Chefredakteurin der konstruktionspraxis.

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Über den Autor

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Ute Drescher

Chefredakteurin, konstruktionspraxis – Alles, was der Konstrukteur braucht