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Verbundwerkstoffe Polymerbasierter Leichtbau – energieeffizient gehärtet und funktional bedruckt

| Redakteur: Juliana Pfeiffer

Sandwich-Bauteile mit aufgedruckten elektronischen Funktionalitäten sowie Verbundwerkstoffe mit und ohne Faserverstärkung, die mittels UV-LEDs energieeffizient gehärtet wurden, hat das Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP entwickelt.

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Einen Flugzeugtriebwerkseinlass aus faserverstärktem Kunststoff
Einen Flugzeugtriebwerkseinlass aus faserverstärktem Kunststoff
(Bild: Fraunhofer IAP/Till Busse)

Alternative Härtungsmethoden von Compositen sind eine der Expertisen des IAP-Forschungsbereichs PYCO. Neben dem Einsatz der UV-LEDs in der Härtung von Kunststoffen und der Herstellung von Compositen spielt die Härtung durch Mikrowellen zunehmend eine große Rolle. Bauteile können damit energiesparend und gleichmäßig ausgehärtet werden. Am Fraunhofer IAP stehen dafür mehrere Mikrowellenanlagen für unterschiedliche Bauteilgeometrien zur Verfügung, sowohl ein 8 m³ großer Mikrowellenofen als auch eine für bis zu 1 m breite Bauteile ausgelegte Durchlaufmikrowelle. Der Forschungsbereichsleiter Dr. Christian Dreyer vergleicht das Prinzip mit dem heimischen Kuchenbacken: "Die Aushärtung im Mikrowellenofen funktioniert schneller und vor allem bauteilschonender als in einem herkömmlichen Ofen, wie wir ihn zu Hause haben. Denn ein Kuchen wird nur von außen nach innen gebacken bzw. gehärtet. Dadurch können Risse im Material entstehen, die das Bauteil unbrauchbar machen."

Expertisen von KMU aus der Region Brandenburg/Berlin zusammenführen

So sind Exponate entstanden, die die gegenseitige Befruchtung in der anwendungsorientierten Forschung zwischen Wissenschaft und Industrieunternehmen mit den vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten faserverstärkter Kunststoffe im branchenübergreifenden Leichtbau verdeutlichen. "Und genau hier setzt die Arbeit des Kompetenzzentrums für energie- und ressourceneffizienten Leichtbau in der Region Berlin-Brandenburg an. Es führt die Expertisen von KMU aus der Region Brandenburg/Berlin auf dem Gebiet des polymerbasierten Leichtbaus zusammen", erläutert Dreyer, der das Zentrum in Wildau leitet. Gemeinsam mit der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus – Senftenberg, der Technischen Hochschule Wildau und der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde sowie mit Experten aus Industrieunternehmen der Region werden hier Potenziale gehoben und Forschungsprojekte rund um das Thema Leichtbau bearbeitet, um die Wirtschaft der Region nachhaltig zu unterstützen. Finanziert wird das Projekt vom Land Brandenburg mit Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE). (jup)

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