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Servoantrieb Platz im Schaltschrank sparen und große Maschinen schnell in Betrieb nehmen

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Sandra Häuslein

Rockwell Automation bringt mit dem Allen-Bradley Kinetix 5700 einen neuen Servoantrieb auf den Markt. Der Einsatz mehrerer voneinander getrennter Servoantriebe bei großen Maschinen mit hoher Achsanzahl und hohem Energieverbrauch ist damit nicht mehr erforderlich. Mit dem Kinetix 5700 steht dem Maschinenbau eine einheitliche Plattform zur Verfügung.

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Der Servoantrieb Kinetix 5700 verwendet zur Regelung in Echtzeit die Load-Observer-Technologie. Damit entfällt die Notwendigkeit, jede Achse individuell manuell zu tunen.
Der Servoantrieb Kinetix 5700 verwendet zur Regelung in Echtzeit die Load-Observer-Technologie. Damit entfällt die Notwendigkeit, jede Achse individuell manuell zu tunen.
(Bild: Rockwell)

Der Servoantrieb Kinetix 5700 bietet duale Servoachsen, einen großen Leistungsbereich von 1,6 kW bis 60 kW sowie eine zeitsparende Technologie zum Tuning. Anstelle von mehreren Servoantrieben können Maschinenbauer laut Rockwell Automation mit dieser neuen Plattform ihren Platzbedarf im Schaltschrank um bis zu 70 % reduzieren. Zudem soll sich der Verdrahtungsaufwand um mehr als 60 % verringern, gleichzeitig vereinfachen sich Konfiguration und Inbetriebnahme.

„Der Servoantrieb Kinetix 5700 eröffnet Maschinenbauern eine neue Dimension an Vereinfachung, Leistung und Platzersparnis, um ihre Maschinen schneller in Betrieb zu nehmen und auf den Markt zu bringen“, erklärt James Grosskreuz, Global Product Manager bei Rockwell Automation. „Zudem profitieren die Endanwender von leistungsstarken Maschinen, die einfacher in der Instandhaltung und flexibler in der Umstellung sind.“

Automatisch Tuningmaßnahmen

Der Servoantrieb Kinetix 5700 verwendet zur Regelung in Echtzeit die Load-Observer-Technologie (Überwachung wechselnder Massenträgheitsverhältnisse). Damit entfällt die Notwendigkeit, jede Achse individuell manuell zu tunen. Maschinenbauer können damit eine leistungsstarke, gebrauchsfertige Servomotorsteuerung bereitstellen. Gleichzeitig soll sich die Inbetriebnahmezeit großer Maschinen um Tage, Wochen oder sogar Monate verkürzen.

Sobald eine Maschine betriebsbereit ist, erkennt und beseitigt die Tracking-Notch-Filter-Technologie des Kinetix-5700-Servoantriebs Resonanz-Frequenzen. Darüber hinaus werden automatisch Tuningmaßnahmen vorgenommen, um die Maschinenleistung zu optimieren. Das reduziert die Notwendigkeit regelmäßiger Anpassungen des Tunings und verhindert Maschinenausfälle.

Verdrahtungsaufwand verringern

DSL-Feedback-Ports bieten Unterstützung für die Servomotoren Kinetix VPL mit der Einkabeltechnologie. Dadurch können Maschinenbauer die Verdrahtung für Motor- und Bremsleistung sowie zur Rückführung in nur ein Kabel verbauen. Hierdurch soll sich der Verdrahtungsaufwand um bis zu 60 % verringern.

Darüber hinaus kombiniert der Servoantrieb Kinetix 5700 eine leistungsstarke Asynchronmotorsteuerung mit einer Servomotorsteuerung. Dies reduziert die Maschinenkomplexität und soll gleichzeitig Zeit und Kosten für die Integration verringern. Zudem bietet die Rockwell-Software Studio 5000 Logix Designer eine Entwicklungsumgebung zur Konfiguration des Servoantriebs Kinetix 5700 sowie zur Integration mit den Logix-Antrieben für Antriebs- und Sicherheitsanwendungen.

Integrierte Sicherheitsfunktionalität

Im Bereich Sicherheitstechnik unterstützt der Servoantrieb Kinetix 5700 sowohl die festverdrahtete als auch die integrierte Sicherheitsfunktionalität über Ethernet/IP. Hierbei werden sicherheitsrelevante Daten über dieselbe Ethernet/IP-Leitung geleitet, die auch zur Steuerung und für die Diagnose verwendet wird. Die integrierte Sicherheitsfunktionalität trägt laut Rockwell Automation dazu bei, dass sich der Verdrahtungsaufwand reduziert. Dies spart wiederum Zeit und Geld bei der Installation und beseitigt potenzielle Fehlerquellen. Die integrierte Sicherheitsfunktionalität soll zudem die Änderungen bei Sicherheitszonen und -konfigurationen für Endanwender erleichtern. Ein fest verdrahtetes Sicherheitssystem ist hierdurch nicht mehr erforderlich. (sh)

SPS IPC Drives 2015: Halle 9, Stand 205

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