Suchen

Innotrans 2016 Pilz stellt digitale Steuerungstechnik für die Schiene vor

| Redakteur: Katharina Juschkat

Auf der Messe Innotrans 2016 zeigt das Automatisierungsunternehmen Pilz, wie sich industrieerprobte Automatisierungstechnik im Bahnbereich einsetzen lässt. Im Mittelpunkt des Messeauftritts steht das Automatisierungssystem PSS 4000-R, mit dem sich die Mechanismen von Industrie 4.0 auf die Bahntechnik übertragen lassen sollen.

Firmen zum Thema

Das Automatisierungsunternehmen Pilz bietet industrieerprobte Lösungen für die Überwachung von Bahnübergängen, sichere Weichenstellung und den Schutz in der Personenbeförderung.
Das Automatisierungsunternehmen Pilz bietet industrieerprobte Lösungen für die Überwachung von Bahnübergängen, sichere Weichenstellung und den Schutz in der Personenbeförderung.
(Bild: vitalytitov/Depositphotos.com)

„Pilz ist Partner der Bahnindustrie für die sichere Automatisierung. Mit unseren Produkten lassen sich Steuerungsaufgaben an der Strecke, auf dem Zug sowie auch bahnnahe Anwendungen bis zu den hohen Sicherheitsanforderungen lösen“, erklärt Renate Pilz, Vorsitzende der Geschäftsführung der Pilz GmbH & Co. KG. Auf der Innotrans 2016 zeigt das Unternehmen seine Automatisierungslösungen für den Bahnverkehr.

Automatisierungssystem für den Schienenverkehr

Das in Berlin gezeigte Automatisierungssystem PSS 4000-R soll den Anforderungen im Schienenverkehr gerecht werden. Es besteht aus universell einsetzbaren Steuerungen, die robust gegenüber elektromagnetischen Störungen, extremen Temperaturen und mechanischen Belastungen sein sollen. Zum anderen steht in dem Automatisierungssystem für Erstellung, Konfiguration und Parametrierung die Software-Plattform PAS4000 zur Verfügung. Verschiedene Editoren sollen den Projektierungsaufwand verringern, Diagnosemöglichkeiten verbessern und Wartung und Instandhaltung vereinfachen. Die Gesamtlösung erfüllt die Sicherheits- und Umweltanforderungen bis hin zu SIL 4 nach Cenelec.

Auf dem Weg zur Schiene 4.0

Mit dem Automatisierungssystem soll der Anwender auch verzweigte und komplexe Anlagen übersichtlich steuern können. Das System setzt dafür auf die Verteilung der Steuerungsintelligenz im Feld und einen modularen Aufbau von Anlagen. So überträgt das Unternehmen zentrale Elemente der Industrie 4.0 auf die Anforderungen im Bahnverkehr.

Das System ist in verschiedenen Applikationen mit unterschiedlichen Sicherheitsintegritätsstufen im Bahnbereich einsetzbar. Dazu zählen Steuerungs- oder Überwachungsfunktionen im Signalbereich, wie beispielsweise zur Signalüberwachung bei Bahnübergängen, Leit- und Sicherheitstechnik oder der Stellwerkskopplung. Auch sollen sich Steuerungsfunktionen von Schienenfahrzeugen sowie von Arbeitsmaschinen im Gleisbau umsetzen lassen.

„Industrie-Ecke“ und VR-Brille machen Applikationen erlebbar

Die Einsatzgebiete und Möglichkeiten können die Besucher mithilfe virtueller Realität (VR) auf der Messe erleben: Eine VR-Brille vermittelt den Besuchern die Details einer Bahnapplikation, in der sie sich bewegen und diese erkunden können.

In der „Industrie-Ecke“ zeigt das Unternehmen weitere industrieerprobte Produkte und Systeme, mit denen sich sicherheitsrelevante Anwendungen im Bahnbereich lösen lassen. Zu den ausgestellten Produkten gehören unter anderem Zuhaltungen für Schutztüren sowie ein Textil mit sensorischen Fähigkeiten, das im Türbereich zum Passagierschutz seinen Einsatz finden kann.

Innotrans 2016: Halle 6.2, Stand 405.

(ID:44173048)