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Konstruktion Orte und Disziplinen weltweit vernetzen

| Autor / Redakteur: Jutta Treutlein / Dipl.-Ing. (FH) Monika Zwettler

Beim Landmaschinenhersteller Claas greifen Konstrukteure weltweit auf eine einzige Datenquelle zu. Dadurch steigt die Wiederverwendungsrate und Fehler werden reduziert.

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Dassault Systèmes zeigt auf der Hannover Messe, wie der Landmaschinenhersteller Claas Industrie 4.0 in die Realität umsetzt.
Dassault Systèmes zeigt auf der Hannover Messe, wie der Landmaschinenhersteller Claas Industrie 4.0 in die Realität umsetzt.
(Bild: Claas)

Eine nachhaltige Produktion ist einer der wichtigsten Trends der 4. industriellen Revolution*. Die Weltbevölkerung wird bis Ende dieses Jahrhunderts von derzeit sieben Milliarden Menschen auf 11 Milliarden anwachsen, eine nachhaltige Nahrungsmittelproduktion ist daher für Regierungen, Forscher und Unternehmen von wachsender Bedeutung. „Wir müssen bis 2050 die Produktion von Nahrungsmitteln verdoppeln, um die Weltbevölkerung ernähren zu können“, sagt Dr. Hermann Garbers, Geschäftsführer für Technologie und Qualität bei Claas bis September 2014, einem weltweit führenden Landmaschinenhersteller, dessen Mähdrescher, Feldhäcksler, Ballenpressen und Traktoren für ihre Technologie und Qualität Weltruf haben.

Effizienz durch Intelligenz

„Betrachtet man die letzten 20 bis 30 Jahre, so waren die technischen Fortschritte stets mit einem Größen- und Leistungszuwachs der Maschinen verbunden“, sagt Garbers. „Doch heute liegt der Fokus auf intelligenten, energieeffizienten Maschinen, die bei minimalen Betriebskosten produktiver arbeiten. Solche Maschinen werden von Landwirten bevorzugt, denen die Ressourceneffizienz wichtiger ist als die Maschinenleistung oder -produktivität. Sie müssen ihre Felder effektiver bewirtschaften und Wasser, Energie sowie Technologie klug nutzen, um einen höheren Ertrag zu erwirtschaften, ohne mehr Energie oder Dünger einsetzen zu müssen“, sagt er. „Wir bei Claas wissen, dass unsere Maschinen durch die Einbindung intelligenter Steuersysteme effizienter werden und sich dies positiv auf die Bilanz der Landwirte niederschlägt.

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Innovation durch Kundenkenntnis

Die 4. industrielle Revolution wird die Kundenerfahrung stark verbessern und bei Claas gehen Innovation und Technologie Hand in Hand mit einem tiefen Verständnis für die Bedürfnisse der Kunden. „Weil wir dieses Verständnis besitzen und großen Wert auf Service legen, entscheiden sich die Kunden für uns“, sagt Garbers. Das Unternehmen verfügt weltweit über kreative Teams von Konstrukteuren, deren Ziel es ist, neue und effizientere Ideen in den Entwicklungsprozess einzubringen. Und dabei jederzeit wissen, was die Kunden möchten.

„Die Forschung und Entwicklung ist einer der Kernbereiche bei Claas“, so Garbers. „Wir sind nicht der größte Hersteller am Markt und müssen uns deshalb von unseren Mitbewerbern durch Innovation und Kundenservice absetzen. Aber um unsere Kunden zufriedenzustellen, müssen wir zunächst ihre Bedürfnisse kennen. Wie oft bleibt die Maschine stehen? Wie viel Zeit wird durchschnittlich für eine Reparatur benötigt? Wie lange dauert es, bis unsere Servicemitarbeiter die Maschine wieder zum Laufen bringen? Je mehr wir darüber wissen, was beim Kunden draußen auf dem Feld passiert, desto gezielter können wir darauf reagieren, und das verschafft uns einen Wettbewerbsvorteil.“

„Ein weiterer wichtiger Punkt ist die emotionale Erfahrung, die unsere Kunden während der Nutzung unserer Maschinen machen“, erläutert Garbers. „Ein Kunde hat mir mal erzählt, dass er sich, wenn er nach einem langen Arbeitstag aus seinem großen Lexion aussteigt, unschlagbar fühlt und stolz auf das Geschaffte ist. Solche Aussagen von Kunden, die einen Großteil des Tages auf einer Maschine von Claas verbringen, enthalten wertvolle Informationen für unsere F&E – und Serviceabteilungen.“

Komplexe Daten verwalten

Aufgrund der enormen Produktvielfalt von Claas muss das Unternehmen auch große Mengen komplexer Daten erstellen und verwalten. „Da wir überall auf der Welt Entwicklungsstandorte haben, müssen wir parallel dazu auch noch unterschiedliche Systeme mit jeweils eigener Software und Hardware miteinander in Einklang bringen“, sagt Garbers. „Wenn neue Technologien aufkommen, sind wir jedes Mal gezwungen, unsere diversen Systeme nachzurüsten oder neue zu installieren, und wir müssen manchmal sogar neue Schnittstellen entwickeln, damit unsere Systeme miteinander kommunizieren können. Das ist sehr teuer und mühsam, ohne dass man eine Garantie hat, dass am Ende wirklich alle Informationen geteilt werden können. Ohne eine einzige, weltweit einheitliche Business-Plattform für Produktdaten und Informationen, auf die jeder Konstrukteur über ein gemeinsames Interface zugreifen kann, würde das System so unübersichtlich, dass es bald nicht mehr beherrschbar wäre. Die 3D-Experience-Plattform hilft uns, diese Komplexität zu managen.”

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