Industrielle Messtechnik Optimal durch den Eiskanal

Redakteur: Jens Scheiner

Kampf um Sekundenbruchteile: Der mehrfache Europameister und Weltmeister im Skeleton Kristan Bromley aus England und seine Ingenieure optimiert mit einem Romer Absolute Arm von Hexagon Metrology die Konstruktion seines Schlittens für die bevorstehenden Olympischen Winterspiele im russischen Sochi.

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(Bild: Hexagon)

Beim Skeletonfahren rasen die Fahrer bäuchlings auf einem kleinen Schlitten mit dem Kopf nach vorn liegend mit Höchstgeschwindigkeit durch einen Eiskanal. Dabei werden Geschwindigkeiten von bis zu 145 km/h erreicht.

„Die Fliehkraft drückt dein Gesicht so hart nach unten, dass du den Skeletonschlitten als Verlängerung deines eigenen Körpers erleben musst“, erklärt Bromley. Grund genug für den promovierten Ingenieur, seine Skeletonschlitten selbst zu entwickeln und zu bauen. Dazu hat der Brite mit Bromley Technologies ein eigenes Unternehmen gegründet, das seit kurzem mit dem Messtechnikspezialisten Hexagon Metrology zusammenarbeitet: Mit einem Romer Absolute Arm mit integriertem Laser-Scanner werden die Schlitten exakt vermessen.

Analyse und Simulation spielen ein wichtige Rolle

„Analyse und Simulation sind für uns ganz entscheidende Schritte“, so Bromley, „mit Hexagon Metrology haben wir einen Partner gefunden, der das perfekte Instrument für die Messung des Schlittens und die Digitalisierung der Messwerte bereitstellt. Mit dem Romer Absolute Arm können wir die physikalischen Eigenschaften eines Schlittens innerhalb weniger Minuten scannen.“

Der portable Messarm ist mit Absolutdrehgebern ausgerüstet und damit der erste Messarm, der vor der Messung nicht referenziert werden muss. Absolutdrehgeber vereinfachen die Bedienung erheblich: Sofort nach dem Einschalten kann der User mit der Messung beginnen.

Der Romer Absolute Arm im Einsatz

Die Olympischen Skeletonwettkämpfe 2014 werden in Sochi vom 13. bis 15. Februar 2014 ausgetragen. (jv)

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