Fertigungsgerechte Produktgestaltung Online-Plattform treibt Frontloading im Maschinen- und Anlagenbau voran

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Monika Zwettler

Mehr als 60 % der Produktkosten werden bereits in der Entwicklung und Konstruktion festgelegt. Fertigungsgerechte Produktgestaltung bietet insbesondere im Anlagen- und Maschinenbau großes Potential, um die Kosten zu senken. Ab sofort können Unternehmen in einem professionell moderierten Team online ihre Erfahrungen im Bereich fertigungs- und montagegerechter Produktgestaltung bündeln, voneinander lernen und vorhandene Ansätze weiterentwickeln.

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Um das Ziel der fertigungsgerechten Produktgestaltung zu erreichen, müssen alle am Prozess Beteilgten an einem Strang ziehen.
Um das Ziel der fertigungsgerechten Produktgestaltung zu erreichen, müssen alle am Prozess Beteilgten an einem Strang ziehen.
(Bild: ckju.net)

Fertigungsgerechte Produktgestaltung, auch Frontloading genannt, setzt dort an, wo mehr als 60 % der Produktkosten festgelegt werden: In der Produktentwicklung und Konstruktion. Um das damit verbundene Kosteneinsparungspotential zu heben, werden gezielt Ideen zur Produktoptimierung aus der Produktion und produktionsnahen Bereichen gesammelt, bewertet und anschließend in das Produktdesign übernommen. Dabei können sowohl Fertigungs-, Material- und Prozesskosteneinsparungen realisiert werden.

Frontloading hat insbesondere im Anlagen- und Maschinenbau großes Potential

Frontloading hat sich im Bereich der Serienproduktion als wichtiges Werkzeug zur Produktkostenoptimierung etabliert. Die zunehmende Standardisierung und Modularisierung macht fertigungsgerechte Produktgestaltung nun auch für den Anlagen- und Maschinenbau interessant.

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Die steigende Relevanz des mittleren Marktsegments mit besonders preissensiblen Kunden in Wachstumsmärkten wie Asien und Südamerika ist ein weiterer Trend, der die Anwendung von Frontloading attraktiv macht. Konkrete Einsparungen lassen sich mit diesem Konzept beispielsweise über weniger Montageaufwand durch ein optimiertes Produktdesign oder reduzierte Beschaffungs- und Logistikkosten durch einen höheren Gleichteileanteil erreichen.

Die praktische Umsetzung von Frontloading folgt dabei unterschiedlichen Ansätzen, welche von unregelmäßigen Workshops bis zu standardisierten Regelprozessen mit entsprechenden Kennzahlen (z.B. konstruierte Montagestunden pro Bauteil) reichen.

Erfahrungsaustausch und Best Practice Sharing

Die Moderations- und Beratungsplattform ckju.net bietet ab sofort für Unternehmen die Möglichkeit, Erfahrungen und Best Practices zum Thema „Fertigungsgerechte Produktgestaltung“ unter professionellen Rahmenbedingungen auszutauschen und voneinander zu lernen. „In diesem Team tauschen sich Fach- und Führungskräfte aus dem Anlagen- und Maschinenbau zu Frontloading-Ansätzen und -Prozessen, deren Umsetzung im Unternehmen und Kennzahlen zur Erfolgsmessung aus“, erklärt Ewald Nini, der CQ-Moderator des Teams.

Dabei stehen über einen Zeitraum von sechs Monaten folgende Ziele im Vordergrund:

  • Ausarbeitung eines Best-Practices-Katalogs auf Basis der Erfahrungen und des Wissens aller Teilnehmer.
  • Übertragung von Ansätzen aus dem Seriengeschäft in den Anlagen- und Maschinenbau.
  • Formulierung konkreter Handlungsempfehlungen für die Umsetzung von Frontloading/Fertigungsgerechter Produktgestaltung in der Praxis.

Kollektive Intelligenz steigert Effizienz und reduziert Kosten

„Durch die Kombination von Praxiswissen aus erster Hand, das die Teilnehmer selbst in das Team mit einbringen und professioneller online-Moderation erreichen wir eine hohe Effizienz bei der Themenbearbeitung. Die Kosten sind deshalb im Vergleich zu konventionellen Beratungsprojekten signifikant niedriger und die Nachhaltigkeit der Ergebnisse höher“, hebt Nini hervor. In einem kostenlosten Kick-off Meeting werden die Ergebniserwartungen, Inhalte und der Modus der Zusammenarbeit final abgestimmt und vereinbart. (mz)

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