Drehgeber

Offene Motor-Feedback-Schnittstelle SCS Open Link vorgestellt

| Redakteur: Sariana Kunze

Auf der Motek in Stuttgart gaben Baumer, Hengstler und Kübler eine gemeinsame offene Motor-Feedback-Schnittstelle bekannt: v.l. Jochen Feiler, Gebhard F. Kübler und Karsten Just präsentierten SCS Open Link der Öffentlichkeit.
Auf der Motek in Stuttgart gaben Baumer, Hengstler und Kübler eine gemeinsame offene Motor-Feedback-Schnittstelle bekannt: v.l. Jochen Feiler, Gebhard F. Kübler und Karsten Just präsentierten SCS Open Link der Öffentlichkeit. (Bild: Kübler)

Baumer, Hengstler und Kübler haben die offene, standardisierte Motor-Feedback-Schnittstelle SCS Open Link auf der diesjährigen Motek präsentiert. Die neue Schnittstelle ermöglicht den hoch performanten Austausch bidirektionaler Daten zwischen Motor und Drive, wie z.B. Positionsdaten des Encoders.

Die drei Sensorik- und Drehgeberhersteller verstehen sich als die Initiatoren einer wachsenden Community. Diese setzt sich ein für die Etablierung eines offenen Schnittstellen-Standards, um Antriebsherstellern zukünftig eine größere Flexibilität bei der Auswahl des zu ihrer Anwendung passenden Drehgebers zu ermöglichen. Durch eine neutrale Zertifizierung wird die Kompatibilität von Geräten verschiedener Hersteller untereinander sichergestellt.

Wunsch nach offener, sicherer Ein-Kabel-Lösung erfüllt

Gebhard F. Kübler, geschäftsführender Gesellschafter der Kübler Gruppe: „Am Markt für Servoantriebe verspürt man ein starkes Bedürfnis nach kompatiblen Motor-Feedback-Systemen, mehr Flexibilität und einem zukunftssicheren, nicht-proprietären Standard. Zusammengefasst besteht ein dringender Wunsch nach einer offenen, sicheren Ein-Kabel-Lösung. Diese Anforderungen werden durch die neue Schnittstelle SCS Open Link erfüllt. Zudem werden die Markttrends hinsichtlich steigender Performance und funktionaler Sicherheit nachhaltig erfüllt“. Kübler führte weiter aus: „Der Begriff SCS Open Link ist bewusst gewählt. „SCS“ steht für Single Cable Solution, eine hoch performante Ein-Kabel-Lösung realisiert über zwei Adern. „Open“ steht für eine nicht proprietäre, offene Schnittstelle, die einen bewährten zertifizierten Standard verspricht. „Link“ unterstreicht die Bedeutung als Motion-Protokoll für die Verbindung zwischen rotativem oder linearem Motor-Feedback-Encoder und dem Antriebsregler. Und die hohe Bedeutung von Sicherheit wird dokumentiert durch die Eignung der Schnittstelle für Anwendungen bis SIL3 / PLe“. Kübler ging außerdem noch auf die Zukunftssicherheit von SCS Open Link ein, indem er die Möglichkeiten des Condition Monitorings sowie zum Anschluss weiterer Sekundär-Sensoren betonte. Industrie 4.0 Szenarien seien somit bereits heute realisierbar. Die neue Schnittstelle zeichne sich zudem durch ein transparentes Lizenzmodell aus, das die Offenheit auch hinsichtlich möglicher weiterer Anbieter sicherstellt.

Keine geschlossenen Schnittstellen mehr

Jochen Feiler, Geschäftsführer von Hengstler, stellte die technischen Besonderheiten von SCS Open Link und den damit verbundenen Kundennutzen vor, und begann vorab mit der Klärung der Frage: Wie offen ist offen? Hierbei liege tatsächlich der Schwerpunkt auf einer zukunftssicheren und klaren Regelung der Nutzungsrechte sowie der Möglichkeit, dass die drei Gründungsmitglieder der Erweiterung des Sensor-Hersteller-Kreises grundsätzlich positiv gegenüberstehen. Hierbei wird auch ganz klar, dass die Community aus Kundensicht ins Leben gerufen wurde. „Wir haben vom Markt klar signalisiert bekommen, dass eine weitere geschlossene Schnittstelle nicht gewünscht ist“, erläutert Jochen Feiler. „Ein zentraler Punkt ist die hohe Flexibilität durch Angebote verschiedener Drehgeber-Hersteller und die einfache Implementierung von SCS open link auf Basis eines Mikrokontrollers, durch die eine hohe Innovationskraft sowohl auf Maschinen- als auch Motorenebene sichergestellt wird“. Laut Herr Feiler basiert SCS Open Link auf der von Hengstler entwickelten Schnittstelle Acuro Link und ist dazu komplett rückwärts kompatibel.

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