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Schraubverbindung Nur noch eine Steuerung für zwei Schrauber

| Redakteur: Brigitte Michel

Sein Produktprogramm der CVI3-Serie an Steuerungen für die industrielle Schraubmontage hat Desoutter umfassend erweitert und löst damit nun die Vorgänger der CVI2-Baureihe praktisch komplett ab. Die wichtigste Neuerung: Ab sofort können Anwender an nur einer Steuerung – dem Modell TwinCVI3 – zwei Schraubkanäle betreiben, also zwei einzelne Schraubwerkzeuge parallel laufen lassen.

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Über das integrierte, farbige Touchscreen-Display der TwinCVI3 lassen sich die Schraubergebnisse leicht ablesen.
Über das integrierte, farbige Touchscreen-Display der TwinCVI3 lassen sich die Schraubergebnisse leicht ablesen.
(Bild: Desoutter)

Das spart Programmieraufwand, erleichtert die Installation und verringert den Platzbedarf an der Linie. Das System bietet sich zum Beispiel für Zweifach-Schraubsysteme an, bei denen zwei Werkzeuge parallel und im Endanzug synchron zwei Schraubverbindungen an demselben Bauteil anziehen müssen. Bei mehrstufigen Schraubverfahren würden alle einzelnen Stufen synchronisiert. Damit werden Setzerscheinungen eliminiert, und die Qualität der Montage wird gesteigert. Es sei außerdem möglich, beide Schrauber im Asynchron-Modus unabhängig voneinander zu betreiben und jedem Werkzeug unterschiedliche Schraubverfahren und Sollwerte vorzugeben. Müssen an einem Arbeitsplatz aus Gründen der Zugänglichkeit oder wegen unterschiedlicher Drehmomente zwei Werkzeuge eingesetzt werden – zum Beispiel ein Pistolen- und ein Winkelschrauber –, so können diese in Zukunft an einer einzigen Steuerung betrieben werden.

Über das serienmäßig integrierte, farbige Touchscreen-Display der TwinCVI3 lassen sich die Schraubergebnisse leicht ablesen. Das kompakte System kann zudem sehr einfach in die Linie integriert werden: Es erkennt die angeschlossenen Werkzeuge automatisch. Die Steuerung verfügt bereits im Standard über diverse digitale Ein- und Ausgänge, mehrere USB-Anschlüsse, integriertes Ethernet mit Switch für den schnellen Datentransfer sowie einen Feldbus-Steckplatz.

Für Anwendungen mit Zweifach-Schraubsystemen braucht der Anwender nun nicht mehr zwei Steuerungen zu programmieren und untereinander zu verbinden, sondern es genügt eine Anbindung an das Firmen-Netzwerk zum Datenaustausch mit übergeordneten Systemen. Wo es möglich oder notwendig ist, können Zweifachschrauber auch vergleichsweise kostengünstig auf Vierfach-Systeme oder mehr Kanäle aufgerüstet werden. Mit wenig Aufwand gewinnt der Anwender dadurch zusätzlich an Prozesssicherheit, senkt die Reaktionsmomente zwischen den Spindeln und verkürzt vor allem die Taktzeiten, weil die Anzahl der nötigen Operationen mindestens halbiert wird. Dazu lassen sich dann einfach zwei oder mehr Steuerungen zu einem System verbinden. (bm)

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