Wälzlager

NSK: 100 Jahre führend in der Antriebstechnik

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Von der Servolenkung bis zu Assistenzrobotern

In den Siebzigerjahren eröffnete NSK eine Produktionsstätte bei São Paulo in Brasilien sowie weitere neue Fertigungsstätten in Nordamerika, Großbritannien und Asien. 1982 gründeten die japanischen Entwickler das Technologiezentrum ETC, um dort intensiv in den Bereich Elektronik einzusteigen. Dieser Schritt führte zu heutigen mechatronischen Technologien wie der elektrischen Servolenkung (EPS) und Assistenzrobotern. In den Neunzigerjahren übernahm das Unternehmen schließlich die UPI Gruppe. Dazu gehörte unter anderem der größte Wälzlagerhersteller Großbritanniens – RHP. Die Erweiterung von Produktions- und Vertriebsstandorten in allen europäischen Märkten führte zu einer gestärkten Marktpräsenz in Europa. Im selben Jahrzehnt dehnte NSK seine Unternehmen insbesondere nach China aus. Die Unternehmensstruktur sollte dadurch gestärkt werden, dass Forschung und Entwicklung, Vertrieb und technischer Service lokal verantwortet wurden. In Schwellenmärkten wie Indien und Indonesien errichtete man ebenfalls weitere Produktionsstätten.

Verstärkte Exporte ab 2000

In den Jahren ab 2000 verstärkte NSK zum einen die Exporte aus Japan, zum anderen seine Produktion in anderen Ländern und forcierte die Entwicklung neuer Produkte. So produzierte man beispielsweise 2004 das damals kleinste Rillenkugellager mit einem Außendurchmesser von 2 mm in Massenproduktion.

Die Einführung des Euro als EU-weite Einheitswährung führte zu verstärktem Wirtschaftswachstum in ganz Europa. NSK Europe mit dem Hauptsitz in Großbritannien hat eine umfassende Restrukturierung abgeschlossen und ist nun so aufgestellt, dass es seine Kunden mit Dienstleistungen zielgerichtet und individuell bedienen kann.

NSK nach der Weltwirtschaftskrise 2008

Mit der Erholung der Weltwirtschaft nach 2009 hat NSK den Aufbau seiner weltweiten Unternehmensstruktur fortgesetzt, um das geeignete Konzernfundament für ein Unternehmen dieser Größe zu schaffen. Im März 2015 hatte die NSK-Gruppe insgesamt 31.088 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ein weltweites Netzwerk von 214 Standorten in 30 Ländern.

An 65 Produktionsstandorten erzeugt das Unternehmen jährlich etwa 2,2 Milliarden Lager und stellt der Industrie seit hundert Jahren Produkte in den Bereichen Antriebstechnik und Präzisionsmaschinenelemente zur Verfügung.

Das Unternehmen heute

Der europäische Bereich des Unternehmens erwirtschaftet mit 3500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen Jahresumsatz im Jahr 2015 von 1 Milliarde Euro. Das Unternehmen mit Produktionswerken in Deutschland, Polen und Großbritannien hat im vergangenen Jahrzehnt viele Lieferantenauszeichnungen erhalten, unter anderem von OEM-Kunden wie Bosch, BSH, Continental, DMG-Mori, Festool, Kessler, PSA, Toyota und Volkswagen.

Zudem hat sich NSK in den Märkten für Automotive-Komponenten, Präzisionsmaschinen und -teile sowie für lineartechnische Produkten etabliert. In diesen Bereichen erzielte NSK zum Geschäftsjahresende März 2015 einen Gesamtumsatz von 974,9 Milliarden Yen (etwa 7,4 Milliarden Euro). (kj)

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