Normen und Standards differieren

Redakteur: Karl-Ullrich Höltkemeier

Der weltweit größte Automobilhersteller General Motors geht im Engineering neue Wege. Mit der Entscheidung zum Rollout von EPLAN Electric P8 bringt der Konzern die unterschiedlichen CAE-Tools in Europa, Asien und USA auf weltweit einheitlichen Standard. Going Common & Global ist die Devise des Fahrzeug-Giganten, der mit dem brandneuen CAE-System die Vorgängersysteme EPLAN 5 und EPLAN 21 ersetzt.

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Im globalen Engineering haben Großunternehmen bei der Vereinheitlichung der elektrotechnischen Dokumentation einige Klippen zu umschiffen. Gelten doch für europäische Länder ganz andere Normen als beispielsweise in den USA oder Asien. Häufig müssen globale Projekte demnach auf neue Sprachen, Ausgabeformate und Normen aktualisiert werden – eine zeitraubende Aufgabe für die Konstrukteure. Hinzu kommt: Im europäischen Automotive-Sektor wird EPLAN 5 zumeist als Standard vorgeschrieben – in den USA gelten andere Gesetze mit EPLAN 21.

Vorteile beider Systeme zusammen gebracht

Seit 2002 nutzt General Motors EPLAN 21 als objektorientiertes System. Seine Tochter-firmen Opel, Saab oder Vauxhall und deren Zulieferer hingegen setzen bereits seit den 90er Jahren auf EPLAN 5, das grafikorientierte CAE-Tool.

Mit der Entwicklung von Electric P8 hat das Unternehmen EPLAN jetzt beide Technologien in einem System vereint, Grafik- wie Objektorientierung. Für General Motors die Gelegenheit, sein Engineering über Länder- und Normengrenzen hinweg zu vereinheitlichen. Durch die Vereinheitlichung der gesamten Dokumentation wird der Konstruktionsprozess nicht nur entscheidend beschleunigt – auch die Qualität steigt entsprechend.

„Going Common & Global“ - das erklärte Ziel von General Motors wird seit 2004 konsequent umgesetzt. Eine globale Fahrzeug-Plattform wurde entwickelt – Epsilon II – die seit 1. Juli 06 mit dem Design der Produktionsanlagen ins Rennen geht. Vorab wurden Musterprojekte, Automatisierungsroutinen, Vorlagen und die GCCL (Global Common Component List) in und für EPLAN Electric P8 erstellt. Auf dieser einheitlichen Plattform werden Länder wie Korea, Indien, China, Mexiko, Deutschland, Schweden, USA und voraussichtlich Australien gemeinschaftlich ihr Engineering planen. Alle können am gleichen Projekt arbeiten – in der jeweiligen Landessprache und mit automatischer Konvertierung in die landestypische Symboldarstellung.

Fluid Engineering integriert

Die bei GM definierte Pneumatik wird einheitlich von SMC geliefert – nun galt die Herausforderung, auch die fluidtechnischen Komponenten ins Engineering einzubeziehen. Hier gelang ein gekonnter Brückenschlag: EPLAN Fluid, das neue Engineering-Tool für Hydraulik & Pneumatik, gilt ebenfalls als Liefervorschrift bei GM – und das weltweit. Die entsprechenden SMC-Makros wurden erstellt und dem GM Engineering Team zur Verfügung gestellt.

Der Vorteil: EPLAN Fluid basiert auf der gleichen Datenbasis wie EPLAN Electric P8, da beide Systeme auf einheitlicher Entwicklungs-Plattform aufgesetzt sind – dies sorgt für konsistentes Datenmanagement und effizient gestaltete Prozesse.

Umfangreiche Trainingsmaßnahmen und ein spezielles Schulungs-Handbuch wurden entwickelt, so dass GM-Mitarbeiter wie Zulieferer mit der neuen Software und unter einheitlichen GM-Standards profitabel arbeiten können.

EPLAN Software & Service

Tel. +49(0)2173 39 64 0

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