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Forsa-Studie Norddeutsche wollen die Energiewende am meisten

| Redakteur: M.A. Bernhard Richter

Neue Forsa-Studie vergleicht die Akzeptanz zur Energiewende zwischen Nord- und Süddeutschland: 60 % der Norddeutschen würden am liebsten Windenergie aus der Region beziehen, 80 % im Norden befürworten Energiewende, im Süden 72 %.

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Typisch norddeutsch: Hier halten die Meisten die Energiewende für sinnvoll.
Typisch norddeutsch: Hier halten die Meisten die Energiewende für sinnvoll.
(Bild: flickr.com/Maarten Danial / BY-ND 2.0)

Fast genau fünf Jahre nach der Nuklearkatastrophe von Fukushima befürworten die Deutschen weiterhin mit großer Mehrheit die Energiewende. Dreiviertel der Befragten einer neuen repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag des Clusters Erneuerbare Energien Hamburg gaben an, dass der Ausstieg aus der Atomkraft und die damit verbundene Förderung der Erneuerbaren Energien aus heutiger Sicht richtig war. Die Norddeutschen sind dabei die stärksten Fürsprecher. 80 % der Befragten aus den Bundesländern Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein gaben an, dass sie die damalige Entscheidung nach wie vor für richtig halten. In den süddeutschen Bundesländern Baden-Württemberg und Bayern ist die Zustimmung nicht so hoch – hier sind es fast 10 % weniger, die nach wie vor der Energiewende zustimmen.

„Die Menschen im Norden haben durch den Bau vieler neuer Infrastrukturprojekte wie Windparks, Offshore-Windparks, Umspannwerke und Bioenergieprojekte mittlerweile gelernt, mit den meisten Auswirkungen der Energiewende umzugehen. Sie erfahren die Vorteile der bundesweiten Energiewende bereits im direkten Umfeld, zum Beispiel in wirtschaftlichen Auswirkungen auf die Region oder im Bekanntenkreis“, erklärt Jan Rispens, Geschäftsführer des Clusters Erneuerbare Energien Hamburg das Nord-Süd-Gefälle. Im Süden sei die Unterstützung derzeit noch weniger ausgeprägt, da die Menschen sensibel auf die Kostendiskussion und Infrastrukturinvestitionen wie Stromtrassen reagierten und keine 25-jährige Erfahrung mit Windparks vorhanden sei. „Ich bin aber davon überzeugt, dass mit fortschreitendem Erfolg der Energiewende auch hier die Anzahl der Befürworter steigen wird“, prognostiziert der Cluster-Geschäftsführer.

Norddeutsche würden bevorzugt regionalen Windstrom beziehen

60 % der norddeutschen Befragten würden, wenn es möglich wäre, bevorzugt den Strom beziehen, der in der Nähe ihres Wohnortes mithilfe von Windenergieanlagen erzeugt wird. In Süddeutschland liegt der Anteil nur bei 55 %. In Bayern und Baden-Württemberg spielt es für 42 % der Befragten keine Rolle, woher sie ihren Strom beziehen, in Norddeutschland sind dies nur 36 %. „Für die Norddeutschen gehören Windkrafträder mittlerweile fast in jedem Landkreis zum Landschaftsbild. Da liegt es nahe, dass sich die Menschen dementsprechend auch wünschen, sauberen Strom von diesen Anlagen zu beziehen“, sagt Rispens.

Bild: Maarten Danial/flickr.com

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