Suchen

Elektroantrieb Neuigkeiten rund um Elektroantriebe und effiziente Automatisierung

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Sandra Häuslein

Baumüller stellt auf der Hannover Messe Neuheiten im Bereich der Elektroantriebe vor, u.a. den beschleunigungsstarken Antrieb DSC 135 und kostenoptimierte Antriebe für mobile Maschinen. Zudem zeigt das Unternehmen sein komplettes Angebot für effiziente Automatisierung, nachhaltigen Service und Integrated Industry.

Firmen zum Thema

Die High-Torque-Motoren DST2 sind für die Integration in die Schiffskonstruktion mit speziellen Befestigungen, sogenannten Wing-Mounts, ausgestattet.
Die High-Torque-Motoren DST2 sind für die Integration in die Schiffskonstruktion mit speziellen Befestigungen, sogenannten Wing-Mounts, ausgestattet.
(Bild: Baumüller)

Mit seiner neuen Version des Drehstrom-Synchronmotors DSC 135 stellt die Baumüller Holding GmbH & Co. KG einen besonders kompakten und beschleunigungsstarken Antrieb vor. Speziell für die Kunststoffindustrie und hier als Auswerferantrieb wurde der neue DSC mit einer Sonderlagerung zur Kompensation der axialen Prozesskräfte, hoher Überlastfähigkeit und einer mechanischen Schnittstelle für die Spindelanbindung ausgestattet. Für maximale Leistungsdichte und Kompaktheit ist der Motor neben der oberflächengekühlten Variante auch mit integrierter Flüssigkeitskühlung erhältlich. Neu mit Ölkühlung sind die Servomotoren der Baugrößen 56-100 und die High-Torque-Motoren DST2 135-400 verfügbar. Damit bietet Baumüller eine Alternative zur Wasserkühlung, die besonders für Maschinen mit Hydraulik interessant ist, da das Kühlmedium in diesem Fall bereits im System vorhanden ist und keine Zusatzkosten entstehen sollen.

Vielfältig mobil

Für Hersteller von mobilen Maschinen, Fahrzeugen und Schiffen hat Baumüller umweltfreundliche und kostenoptimierte Antriebe von 400 W bis 280 kW im Portfolio, unter anderem den Synchronmotor DSE, der mit speziell angeordneten, vergrabenen Magneten eine hohe Leistungsdichte bieten soll. Das, sowie die Flexibilität des Einbaumotors bei der Integration in die Fahrzeugkonstruktion machen den DSE laut Hersteller zum geeigneten mobilen Antrieb für einen Leistungsbereich bis 15 kW mit einem Drehzahlbereich bis zu 9000 min–1. Mit seinen Lösungen für hybride Schiffsantriebe ermöglicht Baumüller Kraftstoff- und Emissionseinsparungen und bessere Manövrierfähigkeit. Die High-Torque-Motoren DST2 sind für die Integration in die Schiffskonstruktion mit speziellen Befestigungen, sogenannten Wing-Mounts, ausgestattet.

Bildergalerie

Neues aus dem Bereich Automatisierung

Auf Steuerungsebene stellt Baumüller seine neuen Industrie-PCs der Reihe B Maxx PCC04 vor, die in Kombination mit den neuen HMIs eine leistungsstarke und skalierbare Lösung für alle Steuerungsaufgaben bieten sollen. Das System ist zum übrigen Baumüller-Portfolio kompatibel und eignet sich als Master-Steuerung für alle Maschinen oder kann als Slave in bestehende ethernetbasierte Systeme integriert werden.

Im Bereich der Leistungselektronik zeigt der Nürnberger Hersteller seine neuen Mehrachsregler. Der neue B Maxx 5800 kann bis zu sechs Achsen unabhängig voneinander regeln. So können zum Beispiel Gantry-Achsen innerhalb einer Rechnereinheit geregelt werden. Das bedeutet, dass diese Lösung ohne Feldbuskommunikation zwischen den Achsen auskommen und extrem schnelle Kommunikations- und Reaktionszeiten von 62,5 μs ermöglichen soll. So fallen die Totzeiten der Feldbuskommunikation weg, Schleppfehler werden vermieden und Dynamik und Genauigkeit steigen.

Fokus auf Integrated Industry

Neben den Produktneuheiten im Bereich der Antriebstechnik und der Automatisierung präsentiert Baumüller auch vernetzbare Systeme, Softwarelösungen und integrierte Servicekonzepte. Gesamtlösungen zur Integration von Produktionsprozessen in geschäftsübergreifende Netzwerke stehen beim Nürnberger Automatisierer im Fokus der Innovationsarbeit. Als Unternehmensgruppe deckt Baumüller komplette Systemlösungen mit Lifecycle-Service von der Projektierung, Engineering und Inbetriebnahme bis hin zu Wartung, Reparatur und Verlagerung ab. „Besonders wenn es um Integrated Industry geht ist die Betrachtung des gesamten Lebenszyklus von Bedeutung“, sagt Andreas Baumüller, geschäftsführender Gesellschafter von Baumüller.

Komplettsystem live

Auf dem Messestand der Hannover Messe wird mit einer Handlingeinheit ein solches Komplettsystem live vorgestellt. Direkt an der Maschine können sich die Besucher von der intuitiven Bedienung über die neue Baumüller-Visualisierung sowie von den Vorteilen der Webfähigkeit und offener Schnittstellen überzeugen. Die Einheit ist nahezu in jeden Maschinentyp integrierbar und mit extrem kurzen Inbetriebnahmezeiten für Neuanlagen oder Bestandsmaschinen geeignet. Vernetzung im Dienstleistungsbereich bietet Baumüller über sensorbasierte Maschinenüberwachung, die der Maschinenbauer oder Anwender mit verschiedenen Servicemodellen koppeln kann. Auch diese Lösung ist am Messestand als Teil des Gesamtpakets zu sehen.

Im Systembereich stehen neben Komponentenentwicklungen besonders Innovationen im Bereich Software und Visualisierung im Mittelpunkt. Einheitliche Datenbanken, ein breites Angebot an Feldbussen sowie offene Schnittstellen sind Grundlage für flexible und effiziente Kommunikation und Vernetzung. Darum will Baumüller, neben einem breiten Angebot an Feldbussen und passenden Softwarebausteinen, mit seinem Engineering Framework Pro Master ein nutzerfreundliches Tool zur Programmierung und Überwachung von Maschinen und zur intelligenten Speicherung von Daten bieten.

Visualisierung und Simulation machen's leichter

Mit kompletten Funktionspaketen, z.B. für Handlingeinheiten, trägt Baumüller außerdem der gesteigerten Bedeutung von Maschinenmodularisierung und Flexibilisierung Rechnung. Vom Antrieb bis zur Visualisierung stehen dem Maschinenbauer vorkonfigurierte Pakete zur Verfügung, die in bestehende Systeme integriert und dank webbasierter Visualisierung plattformunabhängig über alle mobilen Endgeräte bedient werden können. Durch Simulationstechniken soll der Maschinenbauer komplette Bewegungsprofile simulieren können und sich somit aufwändige Berechnungen, Überraschungen bei der Inbetriebnahme und somit Zeit und Kosten sparen. (sh)

Hannover Messe 2016: Halle 14, Stand 17K

(ID:44007601)