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Neues Joint Venture bietet Composite-Bauteile für die Luftfahrtindustrie

| Redakteur: Katharina Juschkat

Die Unternehmen Victrex und Tri-Mack Plastics haben gemeinsam das Joint Venture TxV Aero Composites gegründet. Das neue Unternehmen ist Anbieter von Komplettlösungen für Polyketon-Composites, die vor allem für die Luftfahrtindustrie interessant sind.

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„Es ist eine spannende Herausforderung, neue Lösungen für unsere Kunden in der Luftfahrtindustrie zu forcieren“, erklärt David Hummel, Chief Executive von Victrex.
„Es ist eine spannende Herausforderung, neue Lösungen für unsere Kunden in der Luftfahrtindustrie zu forcieren“, erklärt David Hummel, Chief Executive von Victrex.
(Bild: Mealeys Liverpool)

Victrex und Tri-Mack Plastics Manufacturing Corporation haben das Joint Venture TxV Aero Composites gegründet. Das Venture will die kommerzielle Einführung von Polyketone-Composite-Anwendungen in der Luftfahrtindustrie vorantreiben. Gemeinsam wollen die Unternehmen die Herstellung von Bauteilen auf Basis neuer Prozesse voranbringen. Die Investition von mehreren Millionen US-Dollar umfasst die Errichtung einer Produktionsstätte in den USA.

Mit PAEK-Composites bis zu 60 % Gewicht einsparen

Das neue Unternehmen ist Anbieter von Komplettlösungen für Polyketon-Composites. „Es ist eine spannende Herausforderung, neue Lösungen für unsere Kunden in der Luftfahrtindustrie zu forcieren“, erklärt David Hummel, Chief Executive von Victrex. „Dieses Investment wird Wachstumsmöglichkeiten sowohl für unsere Kunden als auch für uns ermöglichen. Unser ‚Aerospace Loaded Bracket‘-Programm ist ein Beispiel, wie wir zusätzlich zur Materiallieferung neue Formen und Komponenten anbieten können und eine neue Lieferkette aufbauen.“

Ziel des Ventures ist es, eine Palette an PAEK-Composites zu bieten, die von kundenspezifischen Laminaten bis zu vorgeformten Composite-Einlegern für den Hybridspritzguss reicht. Das Angebot soll auch fertige Composite-Bauteile und im Hybridspritzgussverfahren hergestellte Faserverbund-Komponenten und -Bauteilgruppen umfassen. Diese Produkte können laut Unternehmensangaben im Vergleich zu herkömmlichen Lösungen aus Metallen Gewichtsreduktionen von bis zu 60 % ermöglichen und erlauben kontinuierliche Herstellungsprozesse sowie Zykluszeiten von Minuten im Vergleich zu Stunden bei duroplastischen Werkstoffen.

Thermoplastische Verbundstoffe sind in der Luftfahrt gefragt

Ein Beispiel sind Victrex AE 250 Composites – eine bei niedrigeren Temperaturen zu verarbeitende PAEK-basierte Composite-Produktfamilie, die den Hybridspritzgussprozess ermöglicht. Dabei wird die Festigkeit von endlosfaserverstärkten thermoplastischen Verbundwerkstoffen mit der Designflexibilität verbunden.

„Schätzungen zufolge werden in den nächsten 20 Jahren 35.000 Flugzeuge gebaut. Thermoplastische Verbundstoffe als günstige Lösung gewinnen in der Luftfahrtindustrie an Bedeutung“, sagt Will Kain, President von Tri-Mack. (kj)

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