Siemens zur SPS IPC Drives 2016

Neues aus der Digital Enterprise-Produktkiste auf dem Weg zu Industrie 4.0

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Temperaturmesssystem erhöht Standzeit von Anlagen und Produktqualität

Siemens bringt mit dem Sitrans TO500 ein neuartiges Messsystem zur faseroptischen Temperaturmessung auf den Markt. Es ermöglicht komplexe Temperaturmessungen sowie die positionsgenaue Erkennung kritischer Temperaturüberschreitungen, zum Beispiel in Rohr- und Rohrbündelreaktoren. Der Sitrans TO500 zeichnet sich durch eine große Anzahl von Messpunkten (bis zu 48 je Messlanze, abhängig vom Temperaturbereich) sowie einen geringen Durchmesser der Sensormesslanze aus. Anwender können dadurch ein kleineres Schutzrohr im Reaktor einsetzen. Dies erhöht die Messgenauigkeit und damit die Produktivität und Produktqualität. Die genaue Ermittlung des Temperaturprofils ermöglicht es Anwendern, rechtzeitig kritische Betriebszustände zu erkennen und Gegenmaßnahmen einzuleiten. Dadurch lässt sich die Standzeit der Anlagen verlängern. Das Messsystem ist insbesondere für die Chemieindustrie geeignet. Bei der katalytischen Umsetzung von Gasen und Flüssigkeiten in Rohr- beziehungsweise Rohrbündelreaktoren ist die zuverlässige Ermittlung des Temperaturprofiles innerhalb der Katalysatorschüttung von entscheidender Bedeutung. Sie beeinflusst maßgeblich den Reaktionsverlauf, die Qualität der Stoffumsetzung und den Alterungsprozess des Katalysators. Dabei gilt es, Bereiche mit überhöhten Temperaturen (Hotspots) frühzeitig zu erkennen und bei Bedarf Anpassungen vorzunehmen, also beispielsweise Reaktionsabläufe zu optimieren. Hier setzt der Sitrans TO500 an. Für die Messungen nutzt das Gerät sogenannte Faser-Bragg-Gitter (FBG). Der Sitrans TO500 kann in vier Kanälen je 48 FBG auswerten (insgesamt 192 Messpunkte) und ermöglicht dabei eine genaue Ermittlung von Temperaturverläufen auf engstem Raum. Der Sitrans TO500 ist dabei das erste Gerät, das FBG-basierte Messungen im industriellen Umfeld (d.h. in rauen Anlagenumgebungen und bei hohen Temperaturen) ermöglicht.

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Synchron-Reluktanzmotoren mit High-Performance-Umrichter kombiniert

In der neuen Firmware-Version V4.8 lassen sich die High-Performance-Niederspannungsumrichter Sinamics S120 mit den Simotics Synchron-Reluktanz-motoren kombinieren. Diese Verbindung eignet sich besonders für Antriebslösungen, in denen die Dynamik von Asynchronmotoren nicht mehr ausreichend, die hohe Performance von permanent-erregten Synchronmotoren jedoch auch nicht erforderlich ist. Dies können zum Beispiel Wickler, Extruder und Servopumpen sein. Zusätzlich ermöglicht die auch für den generatorischen Betrieb effizienzoptimierte Regelung weitere Applikationen im regenerativen Bereich. Mit dem Systembaukasten aus Niederspannungsumrichter Sinamics S120 und Simotics Synchron-Reluktanzmotoren lassen sich schnell und flexibel kundenspezifische High-Performance-Maschinenkonzepte im industriellen Maschinen- und Anlagenbau umsetzen. Die Synchron-Reluktanzmotoren bieten dazu eine optimierte Vektorregelung und den hinsichtlich Energieeffizienz und Dynamik optimierten generatorischen Betrieb sowie Safety-Funktionalitäten und Technologiefunktionen. Profibus- und Profinet-Schnittstellen ermöglichen die Einbindung in die Automatisierungslandschaft Totally Integrated Automation. Mit Reluktanzmotoren sind die Systemkosten geringer als bei permanent-erregten Synchron- oder Asynchronmotoren. Zum Beispiel ist im Teillastbereich das Antriebssystem mit einem Reluktanzmotor im Vergleich zum Asynchronmotor energetisch deutlich günstiger. Der Return-on-Investment von High-Performance-Niederspannungsumrichter und Reluktanzmotor ist in weniger als zwölf Monaten erreicht. Im Vergleich zu Asynchronmotoren gleicher Leistung haben Reluktanzmotoren im Teillastbereich einen erheblich höheren Wirkungsgrad. Durch das Synchronprinzip bleibt die Drehzahl konstant und eine geberlose Vektorregelung sorgt für optimales Betriebsverhalten. Beide Eigenschaften vereinfachen die Regelung des Antriebsstranges. Das geringe Eigenträgheitsmoment des Motors in Verbindung mit der optimierten Vektorregelung ermöglicht kurze Hochlaufzeiten. Bezogen auf Drehmomentsprünge ist das Verhalten vergleichbar mit dem von permanent-erregten Synchronmotoren und gestattet es, auch sicherheitsrelevante Applikationen schnell abzubremsen.

Siemens unterstützt Unternehmen bei Umsetzung des IT-Sicherheitsgesetzes

Mit Lösungen, Produkten und Services für Industrial Security unterstützt Siemens Unternehmen, die Vorgaben des deutschen IT-Sicherheitsgesetzes einzuhalten. Für einige der darin erfassten kritischen Infrastrukturen schreibt das Gesetz bereits ab November 2016 eine Meldepflicht für sicherheitsrelevante Vorfälle sowie ab Mai 2017 Mindeststandards bei IT-Security vor. Dies gilt für die Sektoren Wasserversorgung, Telekommunikation, Energieversorgung sowie Nahrungsmittelindustrie. Siemens bietet dazu ein ganzheitliches Industrial-Security-Konzept. Es umfasst industrietaugliche Security-Produkte für Systemintegrität und Netzwerksicherheit. Hinzu kommen Services für die Analyse der Sicherheitslage sowie die Einrichtung und das Management von Security-Systemen, einschließlich eines Frühwarnsystems zur kontinuierlichen Überwachung von Industrieanlagen. Mit diesem können Unternehmen ihrer Meldepflicht bei sicherheitsrelevanten Vorfällen gegenüber den Behörden nachkommen. Darüber hinaus liefert Siemens forensische Analysen der Vorfälle. Kunden können so Berichte erstellen, die internationalen Normen wie ISO 27002 oder IEC 62443 und den Vorgaben des IT-Sicherheitsgesetzes entsprechen. Um Sicherheitsrisiken zu minimieren, setzt Siemens dabei mit dem "Defense in Depth"-Konzept auf eine tiefengestaffelte Verteidigung, die von der Betriebs- bis zur Feldebene reicht. Das Konzept basiert auf drei Komponenten: Anlagensicherheit, Netzwerksicherheit sowie Systemintegrität nach den Empfehlungen der ISA 99 / IEC 62443, dem führenden Standard für Security in der industriellen Automatisierung. Siemens berücksichtigt dabei von der Produktentwicklung bis zur Fertigung Security-Aspekte ("Security by Design"), um die Robustheit seiner Produkte gegen Cyber-Angriffe zu erhöhen. Dies ist eine wichtige Grundlage, um die im IT-Sicherheitsgesetz geforderten Mindeststandards bei IT-Security zu erfüllen. Zu den Security-Produkten gehören unter anderem der Controller Simatic S7-1500 mit integrierten Sicherheitsfunktionen sowie die Security-Komponenten der Scalance S-Familie. Zudem bietet Siemens die Plant Security Services. Diese reichen von Analysen der Sicherheitslage (Security Assessment) über die Einrichtung von Schutzmaßnahmen wie Firewalls oder Virenschutzprogrammen (Security Implementation) bis hin zur kontinuierlichen Überwachung von Anlagen mit den Manage Security Portfolio. Stellen die Siemens-Experten ein erhöhtes Risiko fest, warnen sie Kunden und geben Empfehlungen für proaktive Gegenmaßnahmen. Mit Lösungen, Produkten und Services für Industrial Security unterstützt Siemens Unternehmen, die Vorgaben des deutschen IT-Sicherheitsgesetzes einzuhalten. Siemens bietet dazu ein ganzheitliches Industrial-Security-Konzept. Es umfasst industrietaugliche Security-Produkte für Systemintegrität und Netzwerksicherheit. Hinzu kommen Services für die Analyse der Sicherheitslage sowie die Einrichtung und das Management von Security-Systemen, einschließlich eines Frühwarnsystems zur kontinuierlichen Überwachung von Industrieanlagen.

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