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3D-Druck Neues 3D-Druck-Verfahren für Sanddruck und Keramikformen

Redakteur: Dipl.-Ing. Dorothee Quitter

Voxeljet hat auf der Euromold 2014 das Phenolic-Direct-Binding-Verfahren vorgestellt. Es bringt nicht nur entscheidende Vorteile im Sanddruck sondern ermöglicht auch die Herstellung von Keramikformen.

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Nahaufnahme der phenolharzgebundenen Sandform
Nahaufnahme der phenolharzgebundenen Sandform
(Bild: Voxeljet)

Phenolharzbinder weisen für eine Vielzahl von 3D-Druckapplikationen entscheidende Vorteile auf, wie Prozessentwickler Dr. Florian Mögele weiß: „Mit diesem Binder erreichen wir eine unglaubliche Auflösung und Präzision im 3D-Druck. Gleichzeitig erzielen wir signifikante Verbesserungen in punkto Festigkeit und Sandrecycling. Und: Phenolharzbinder eignen sich perfekt für die Verarbeitung von keramischen und weiteren Materialien.“ Das eingesetzte Phenolharz ist nicht toxisch und erlaubt eine hundertprozentige Wiederverwendung von nicht bedrucktem Partikelmaterial. Im Gegensatz zu herkömmlichen Bindern muss der Quarzsand beim PDB-Prozess nicht vorbehandelt werden und lässt sich deshalb problemlos wieder dem Sandkreislauf zuführen. Weiterer Vorteil: Phenolic-Direct-Binding erlaubt die uneingeschränkte Verwendung unbehandelter Quarzsande mit unterschiedlichen pH-Werten sowie keramischer Materialien. voxeljet wird das neue Materialsystem voraussichtlich ab Mitte 2015 für verschiedene Druckerbaureihen anbieten, bis dahin stehen noch Prozessoptimierungen und Implementierung für verschiedene 3D-Drucker auf dem Programm. (qui)

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