Kleinstoßdämpfer

Neue Stoßdämpfer für neue Anforderungen

| Redakteur: Jan Vollmuth

Umfangreiche Kenndaten ermittelt

Aufgrund der unterschiedlichen Beanspruchungen wurden für obere und untere Endlage verschiedene Auslegungen vorgenommen. Sind die bewegte Masse (1,8 kg), die Geschwindigkeit beim Aufprall (1 m/s) und die neuen anzunehmenden Takte pro Stunde (3600) noch gleich, müssen in der unteren Endlage eine höhere effektive Masse (13,8 kg gegenüber 11,3 kg), eine gesteigerte Gesamtenergie pro Hub (6,9 Nm gegenüber 5,7 Nm) und damit verbunden eine höhere Gesamtenergie pro Stunde (24.825,2 Nm zu 20.405,2 Nm) vorausgesetzt werden.

Aus diesen Kenndaten ergab sich, dass nun größere, anders funktionierende und langlebigere Stoßdämpfer zu verbauen sind. Denn die Berechnungen prognostizierten eine Auslastung des Dämpfers vom Typ MC150-EUMH von 73,0 % bzw. 60,0 Prozent. Damit hat die Anlage auch noch genug Luft für weitere Erhöhungen der Taktzahlen in Zukunft. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger MC25-EUMH, der mit einer klassischen Nutring/Abstreifer Dichtung arbeitet, erfolgt beim Dämpfertyp MC150-EUMH die Rückstellung bei sehr geringen Rückstellkräften über die Rollmembrane. Zudem ist - wie in diesem Fall nicht nötig - der direkte Einbau als Endlagendämpfung in einen Pneumatikzylinder möglich.

Querkräfte spielen deutlich reduzierte Rolle

Das Problem der auftretenden Querkräfte spielt bei Dämpfern mit Rollmembrane eine deutlich reduzierte Rolle im Vergleich zum Vorgänger oder gar zu Stoßdämpferlösungen von Wettbewerbern. Denn anders als bei Nutring-Dämpfern wird hier die Kolbenstange nicht von der Dichtung weggedrückt, Ölverluste treten deshalb auch nicht so schnell auf.

Um die Folgen der Querkräfte weiter zu minimieren, schlug ACE die Verwendung einer Bolzenvorlagerung vor. Dadurch sind in beliebiger Einbaulage Aufprallwinkel von bis zu 25° erlaubt. Kombiniert mit der Lebensdauer der neuen Verzögerer von bis zu 25 Millionen Lastwechseln ist damit zu rechnen, dass es in Zukunft beim unteren Dämpfer trotz höherer Taktzahlen des Verschraubers seltener zum Austausch kommen wird. Die Bolzenvorlagerung ist ein Bestandteil des vielfältigen Zubehörs und der breitgefächerten Anschlussteile, die ACE als Spezialist für Dämpfungslösungen aller Art vorhält.

Leicht in bestehende Konstruktionen zu integrieren

Wie von David Fuchs gewünscht, achtet ACE darauf, dass seine Produkte stets leicht in bestehende Konstruktionen zu integrieren sind. So ist gleichzeitig gewährleistet, dass diese unter Dauerbelastung stehenden Dämpfer am Ende ihrer Laufzeit auch schnell austauschbar sind. Die aus gehärtetem Stahl gefertigten Körper und mit einer Kolbenstange aus rostfreiem Stahl versehenen Maschinenelemente können auf Anfrage auch als vernickelte oder seewasserbeständige Varianten geliefert werden.

Darüber hinaus sind zahlreiche Sonderausführungen lieferbar, sollten zum Beispiel besonders aggressive Fremdmittel in der Umgebung auf die Rollmembrane einwirken oder die Umgebungstemperatur deutlich von üblichen Raumtemperaturen abweichen. Die Betonung liegt dabei auf deutlich. Denn selbst bei den Standardversionen der Kleinstoßdämpfer umfasst der zulässige Temperaturbereich 0° bis 66° C. Die bei dem hier beschriebenen Fall zusammenarbeitenden Unternehmen fühlen sich dank der neuen Auslegungen, der gesteigerten Taktzahlen und der absehbaren Standzeiterhöhung jedenfalls für die nächsten Jahre gerüstet. (jv)

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