Suchen

Hannover Messe 2018

Neue Leitmesse führt zusammen, was zusammengehört

| Autor: Jan Vollmuth

Die neue Leitmesse Integrated Automation, Motion & Drives der Hannover Messe bringt die industrielle Auto­mation mit der Antriebs- und Fluidtechnik zusammen. Wir stellen sie vor.

Firmen zum Thema

Im Rahmen der neuen Leitmesses IAMD der Hannover Messe findet auch die Sonderschau Predicitive Maintenance statt.
Im Rahmen der neuen Leitmesses IAMD der Hannover Messe findet auch die Sonderschau Predicitive Maintenance statt.
(Bild: ©ekkasit919 - stock.adobe.com)

Aus zwei mach eine: In diesem Jahr geht auf der Hannover Messe erstmals die Leitmesse Integrated Automation, Motion & Drives (IAMD) an den Start. In der neuen Leitmesse verschmelzen die bislang alljährlich stattgefundene Industrial Automation (IA) und die alle zwei Jahre durchgeführte Leitmesse Motion, Drive & Automation (MDA). Künftig wird die IAMD jedes Jahr das gesamte Spektrum der industriellen Automation, Antriebs- und Fluidtechnik auf der Hannover Messe abbilden.

Technologisch immer weiter zusammengerückt

„Im Zeitalter der Digitalisierung kommen Produkte immer schneller zur Marktreife. Dementsprechend wollen die Unternehmen ihre Innovationen regelmäßiger zeigen. Ein einjähriger Messe-Rhythmus für die Aussteller der Antriebs- und Fluidtechnik ist die passende Antwort“, sagt Dr. Jochen Köckler, Mitglied des Vorstands der Deutschen Messe AG. „Technologisch betrachtet sind die Industrial Automation und die MDA in den vergangenen Jahren schon immer weiter zusammengerückt“.

Die Fusion zur neuen IAMD war laut Veranstalter Wunsch führender Aussteller und Verbände. „Antriebs- und Fluidtechnik liefert Schlüsselkomponenten für die Performance der Maschinen“, sagt Christian H. Kienzle, Vorsitzender im Vorstand des Fachverbands Fluidtechnik im VDMA und Geschäftsführer bei Argo-Hytos. „Mit der Digitalisierung sind diese Produkte nun auch entscheidende Datenquellen. Zwei Jahre sind eine neue Ewigkeit in Zeiten der Digitalisierung – wir müssen und können unseren Kunden schneller bessere Lösungen für morgen zeigen.“

Alles rund um Industrie 4.0

„Produkte, Systeme und Lösungen der Automation rund um Sensoren, Steuerungstechnik und Konnektivität sind ‚Enabler‘ von Industrie 4.0. Gemeinsam mit den elektronischen und mechanischen Antriebssystemen können wir unter dem Dach der IAMD den gesamten ‚Shopfloor‘ und dessen Integration in die Industrie-4.0-Vernetzung zeigen“, so Dr. Gunther Kegel, Vorstand des ZVEI-Fachverbands Automation und Geschäftsführer bei Pepperl und Fuchs.

Das Ausstellungsspektrum der IAMD umfasst Fertigungs-, Prozess- und Energieautomation, Robotik, Industrial IT, Hardware & Service, Produktionstechnologien sowie -dienstleistungen. Gezeigt werden außerdem Komponenten und Systeme der Antriebs- und Fluidtechnik, Pneumatik und Hydraulik, Gleit- und Wälzlager, Getriebemotoren, Lineartechnik und Dichtungstechnik.

Vielfältige Sonderschauen

Ergänzt wird die IAMD von Sonderschauen wie „Predictive Maintenance“ oder „Smart Power Transmission and Fluid Power Solutions“. Vorausschauende Lösungen für die zustandsbasierte Wartung (Predictive Maintenance) werden für die Nutzer von Maschinen und Anlagen immer wichtiger, da sie so Kosten sparen und Ausfallrisiken minimieren können. Wer sich darüber informieren möchte, wird in den Hallen 22 und 23 fündig. „Dort zeigen Unternehmen, welchen Nutzen die Verbindung von Antriebstechnik und Steuerungstechnik mit cloudbasierten Diensten und Machine Learning bietet. Besucher erfahren praxisnah, welche Vorteile Maschinenbetreiber und Instandhalter in der Produktion haben, wenn sie ihre Wartungskonzepte nach den Grundsätzen von Industrie 4.0 gestalten“, sagt Krister Sandvoss, Global Director IAMD bei der Deutschen Messe AG.

Halle 23 beherbergt zudem die Sonderschau Smart Power Transmission and Fluid Power Solutions. Firmen wie Aventics, Bosch Rexroth oder Moog zeigen hier, dass nicht nur Industrie 4.0, sondern auch die Weiterentwicklung vorhandener Systeme zu intelligenten Lösungen führt.

Wie das in der Praxis aussieht? Eine Antwort gibt Peter Michael Synek, stellvertretender Geschäftsführer im VDMA-Fachverband Fluidtechnik: „Hersteller hydraulischer und pneumatischer Komponenten und Systeme realisieren heute dezentrale Antriebslösungen mit integrierter Intelligenz. Hydromotoren und -pumpen kommunizieren dabei mit Ventilen und Zylindern und tauschen Daten mit Steuerungen aus. Proportionalhydraulik und Servopneumatik sind beste Beispiele dafür.“

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 45184483)

Über den Autor

 Jan Vollmuth

Jan Vollmuth

, konstruktionspraxis – Alles, was der Konstrukteur braucht