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Simulation

Neue Freiheiten beim nachträglichen Ändern von Bauteilen

| Redakteur: Juliana Pfeiffer

Mecadat hat die neue Version Visi 2018R2 herausgebracht. Im Benutzerinterface kann nun die Optik des Interfaces über voreingestellte Schema schnell abgeändert werden.

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Eine vereinfachte Füllsimulation wurde in das Modul Mould integriert. Damit kann auch ein Werkzeugkonstrukteur das Füllverhalten für seine Konstruktion – beispielsweise das balancierte Füllen oder Lufteinschlüsse – bewerten.
Eine vereinfachte Füllsimulation wurde in das Modul Mould integriert. Damit kann auch ein Werkzeugkonstrukteur das Füllverhalten für seine Konstruktion – beispielsweise das balancierte Füllen oder Lufteinschlüsse – bewerten.
(Bild: Mecadat)

So kann man nun über dieses Icon mit verschiedenen geometrischen Bedingungen Wände rasch auswählen – egal in welcher Funktion. Das System erkennt auf Platten automatisch Taschen auf gleicher Z-Höhe oder sämtliche Bohrungen eines bestimmten Durchmessers. Auch das Editieren aller identischen Verrundungen ist nun mit einem Mausklick möglich. Ebenfalls überarbeitet wurde der Schnappschussmanager. Zur Dokumentation von Schnappschüssen kann nun vollautomatisch über selbstdefinierbare Vorlagen mit Excel oder Powerpoint zum Beispiel ein automatisierter Werkzeugbericht erstellt werden.

Funktion zum Editieren der Körperfläche

Speziell das direkte Modellieren hat in der neuen Version zahlreiche Verbesserungen und Neuentwicklungen erhalten. Ein Highlight bei der direkten Modellierung stellt die Funktion zum Editieren der Körperfläche dar. Sie ergänzt Funktionen wie ‚Körperfläche bewegen‘ und schafft komplett neue Freiheiten beim nachträglichen Ändern von Bauteilen. Dies betrifft speziell Teile mit Freiformflächen, Formschrägen und Radien.

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Besonders die Funktionen des Formenbaumoduls wurden stark erweitert und verbessert. Hier kommt der direkte Entwicklungseinfluss von Mecadat und ihrer Kunden zum Tragen. So ist nun eine vereinfachte Füllsimulation in das Modul Mould integriert worden. Damit kann auch ein Werkzeugkonstrukteur das Füllverhalten für seine Konstruktion – beispielsweise das balancierte Füllen oder Lufteinschlüsse – bewerten. Und zwar ohne Softwaremehrkosten und ohne einen Rheologieingenieur bemühen zu müssen. Außerdem können komplexe Kühlungslayouts nun in der Kühlungsfunktion automatisch zur Dokumentation herausgelöst werden.

Alle Bohrungsabmessungen sind exakt dargestellt

Visi 2018R2 bietet zudem einen komplett neu entwickelten Werkzeugaufbau. Das neue Mould Tool Design ersetzt das alte Mould Tool. Es basiert auf der schon in Progress bewährten Assembly-NG Technologie. Damit sind die Restriktionen des alten Mould Tools aufgehoben und das nachträgliche Editieren und Ändern des Werkzeugaufbaus ist stark verbessert worden. Eine weitere Neuheit sind die in sämtlichen Platten bereits vorhandenen Bohrungen, die nun nicht mehr erst durch Normalienkavitäten entstehen. Damit sind alle Bohrungsabmessungen oder die Abhebeecken absolut exakt dargestellt.

Ein Highlight der neuen Version ist die neue Editiertechnik an einem in Arbeit befindlichen oder fast fertigen Werk-zeug. Die Assembly-NG Technik steuert automatisch die Größenänderung der Plattengeometrie an bereits konstruktiv bearbeiteten Platten. Im Tool Design können Abmessungen und Plattenstärken beliebig geändert werden. Mit der neu entwickelten Bewegungsdefinition bei Plattenänderung kann bestimmt werden, ob Bohrungen, Taschen, Schieberbahnen, usw. die Änderung mitmachen oder ob sie in der Ursprungsposition bleiben sollen.

Spiegeln von allen Frässtrategien

Weitere Highlights bietet Visi 2018R2 bei der Fräsbearbeitung. So beinhaltet die neue Version nun einen komplett erneuerten Spiegelbefehl für Werkzeugwege. Die wichtigste und meist geforderte Verbesserung ist dabei die Möglichkeit der Beibehaltung der Schnittrichtung bei jeder beliebigen Fräsoperation. Die neue Funktionalität erlaubt das Erzeugen einer Kopie des aktuellen Projekts und das Spiegeln aller im Projekt beinhalteten Frässtrategien. Alle 5-, 3- und 2-Achsbedingungen werden dabei neu berechnet, bezogen auf die gespiegelte Z-Achsenausrichtung. Der größte Nutzen dieser neuen Technik ist die extreme Zeitersparnis vor allem bei gespiegelten Bauteilen und Werkzeugen, die den normalen und spiegelbildlichen Artikel beinhalten.

„Als eines der markführenden CAD/CAM-Systeme im Werkzeug- und Formenbau beweist Visi mit den neuen Funktionen in der Version 2018R2 wieder einmal seine unschlagbare durchgängige Funktionalität“, fasst Ralph Schmitt zusammen. (jup)

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