Schweißen Neue Erkenntnisse rund um das Schweißen und Schneiden

Redakteur: Juliana Pfeiffer

Der DVS-Bezirksverband Cottbus hat gemeinsam mit dem DVS-Landesverband Berlin-Brandenburg eine Fachtagung zum Thema „Theorie und Praxis moderner Schneid- und Schweißtechnologien“ veranstaltet. Referenten aus Wissenschaft und Industrie stellten die neuesten technischen Lösungen zum Schneiden und Schweißen vor.

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Andreas Kaiser, Vertriebsleiter der MicroStep Europa GmbH, stellte multifunktionale CNC-Schneidanlagen vor, auf denen alle wichtigen Arbeitsschritte für die Bearbeitung von Blechen, Rohren, Profilen und Behälterböden vorgenommen werden können.
Andreas Kaiser, Vertriebsleiter der MicroStep Europa GmbH, stellte multifunktionale CNC-Schneidanlagen vor, auf denen alle wichtigen Arbeitsschritte für die Bearbeitung von Blechen, Rohren, Profilen und Behälterböden vorgenommen werden können.
(Bild: Micro Step Europa)

Andreas Kaiser, Vertriebsleiter der Micro Step Europa GmbH, stellte multifunktionale CNC-Schneidanlagen vor, auf denen alle wichtigen Arbeitsschritte für die Bearbeitung von Blechen, Rohren, Profilen und Behälterböden vorgenommen werden können – vom Beschriften, Körnen, Bohren über das Senken, Gewinden bis hin zum 2D-Schneiden und Anarbeiten von Schweißnahtvorbereitungen. Über die Besonderheiten des Mehrfasenschneidens referiert Dr. Thomas Hassel, Leiter des Unterwassertechnikums Hannover (Instituts für Werkstoffkunde, Leibniz Universität Hannover). Er berichtet über erste Untersuchungsergebnisse zur Mehrbrennertechnik beim Plasmaschneiden.

Fokussierter Lichtbogen erreicht hohe Schweißgeschwindigkeiten

Im Themenbereich Schweißen präsentierte Dr. Michael Schnick, Geschäftsführer der Oscar PLT, das Prinzip der Hochleistungstechnologie In Focus zum Stichlochschweißen von niedrig- und hochlegierten Blechen. Mit einem hoch fokussierten Lichtbogen werden dabei sehr hohe Schweißgeschwindigkeiten erreicht. Anschließend zeigte Alexander Kloshek, Gruppenleiter am Lehrstuhl Füge- und Schweißtechnik der Brandenburgischen Technischen Universität (BTU) Cottbus-Senftenberg, aktuelle Entwicklungen im Bereich des Unterpulver-Schweißens auf. Neben dem Verbindungsschweißen stellte er das Anwendungsgebiet des Auftrag- und Reparaturschweißens beispielhaft dar.

Diese innovativen Lösungen wurden den Teilnehmern praxisnah bei Kjellberg Finsterwalde vorgeführt. Mit einer Plasmaschneidanlage der Hi Focus neo-Reihe wurden verschiedenste Schneidaufgaben, u.a. das Schneiden präziser Fasen, ausgeführt. Des Weiteren gab es Demonstrationen des Faserlasers X-Focus von Kjellberg und der Hochleistungs-WIG-Technologie In Focus. Bei der Vorführung des Laser-Auftragschweißens erlebten die Teilnehmer eine weitere bedeutende Neuentwicklung, die den praktischen Teil der Tagung komplettierte.

DIN EN 1090: Hürde oder Chance?

In einer Podiumsdiskussion unter dem Titel „DIN EN 1090: Hürde oder Chance?“ berichteten Zertifizierer und Unternehmer, die die DIN1090 bereits anwenden, über ihre Erfahrungen bei der Umsetzung. Für die Tagungsteilnehmer bot sich dabei die Möglichkeit, sich über die neue Norm zur Zertifizierung der werkseigenen Produktionskontrolle im Stahl- und Metallbau zu informieren und sich dazu mit anderen Teilnehmern auszutauschen.

Abgerundet wurde der erste Tag mit einer Abendveranstaltung an der ehemaligen Abraumförderbrücke F60 in Lichterfeld bei Finsterwalde.

Als Hauptsponsor der Fachtagung konnte die MicroStep Europa GmbH mit ihrer Niederlassung in Werder/Havel (Brandenburg) gewonnen werden. Darüber hinaus wird die Veranstaltung von den folgenden Unternehmen unterstützt: TEKA Absaug- und Entsorgungstechnologie GmbH, Kemper GmbH, Air Products GmbH sowie Schweißerbedarf Ernst Hampicke in Kooperation mit der Schweißpunkt S.A.W. GmbH. (jup)

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