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Kupplungen und Bremsen Neue Bremse für den Werkzeugmaschinenbau

Mit der Übernahme der EM Brake Systems AG hat KTR sein Portfolio um elektromechanische Bremsen erweitert und gehört so zu den wenigen Herstellern, die sowohl hydraulische als auch elektromechanische Produkte herstellen. Die neueste Entwicklung ist das hydraulische Klemm- und Bremssystem KTR-Stop NC. Auch in den Produktbereichen Kupplungen und Kühlsysteme präsentiert KTR immer wieder Neuentwicklungen, die sich den Trends des Marktes anpassen.

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Für die Werkzeugmaschinen-Branche hat KTR eine neue Bremse entwickelt und will damit als Subsystemlieferant das Kupplungsangebot für diese Branche ergänzen.
Für die Werkzeugmaschinen-Branche hat KTR eine neue Bremse entwickelt und will damit als Subsystemlieferant das Kupplungsangebot für diese Branche ergänzen.
(Bild: KTR)

Bei der Baureihe KTR-Stop NC handelt es sich um ein passives Klemm- und Bremssystem, das die Drehung einer Antriebswelle verzögern oder anhalten beziehungsweise im Stillstand halten kann. Neben der bereitgestellten Klemmkraft und der eingebauten Fail-Safe-Funktion nimmt die Bremse auch Axiallasten auf und bewahrt den Antriebsstrang so vor Schäden. Das Haltesystem kann in den Bereichen Werkzeugmaschinen und Zerspanmaschinen, beispielsweise bei Spindeln und Führungen eingesetzt werden. So ergänzt KTR neben dem Kupplungsangebot seine Komponenten für die Werkzeugmaschinenbranche und will damit seine Funktion als Subsystemlieferant stärken. Die Baureihe KTR-Stop bezeichnet alle hydraulischen Systeme, während es sich bei EMB-Stop-Produkten um elektromechanische Bremsen handelt.

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Wichtige Branche: Windenergieanlagenbau

Weitere wichtige Branchen sind die Marine-, Verkehr-, Fördertechnik, Berg- und Kranbau sowie die Windenergiebranche. Bei letzterer beliefert KTR mittlerweile 35 Anlagenhersteller mit seinen Kupplungs- und Bremssystemen. Laut KTR sind bisher 60.000 bis 70.000 Windenergieanlagen mit KTR-Produkten ausgestattet.

Künftig sollen alle Aktivitäten in Sachen Bremsen, Bremssysteme und Bremskomponenten in der KTR Brake Systems GmbH mit Sitz in Schloss Holte-Stukenbrock zusammengefasst werden.

Produkte intelligenter machen

Am Hauptstandort in Rheine hat das Unternehmen kürzlich ein neues F&E-Zentrum eingeweiht, das mit multifunktionalem Montagebereich ausgestattet ist. Im sogenannten Power Transmission Center (PTC) sollen KTR-Antriebskomponenten entwickelt und geprüft werden. Damit will das Unternehmen die Bedeutung der Konstruktions- und Entwicklungsarbeit für KTR unterstreichen. „Wir wollen nicht den Spuren anderer folgen, sondern unseren eigenen Weg gestalten“, sagt Geschäftsführer Prof. Josef Gerstner. Im Hinblick auf Industrie 4.0 liege dem Unternehmen dabei vor allem die Intelligenz der Produkte am Herzen. Neben diesem Trendthema zeigte Gerstner noch weitere Zukunftsthemen auf, mit denen sich KTR die nächsten Jahre beschäftigen wird:

  • Elektromobilität
  • 3D-Druck
  • Leichtbau
  • alternative Werkstoffe

Zukunftsthema Energieeffizienz

Ein dominierendes Zukunfts-Thema, das mit diesen Schlagworten einhergeht ist die Energieeffizienz. Auch hier hat KTR in seinen unterschiedlichen Produktbereichen bereits reagiert. Beispielsweise bietet das Unternehmen Flanschkupplungen aus leichtem Kohlefaserwerkstoff, was das Gewicht der Kupplung erheblich reduziert. Im Bereich Kühlsysteme hat KTR erst kürzlich einen Hochleistungskühler vorgestellt, der mit einer stufenlosen Drehzahlregelung den Bedarf der Kühlleistung anpasst und so nicht dauerhaft unter Volllast laufen muss.

Um weiterhin flexibel und schnell auf Kundenwünsche reagieren zu können, hat KTR seine Leistungen in zwei Geschäftsfelder gebündelt. Zum einen die Core Business, mit der das Seriengeschäft bedient wird und zum anderen die Engineered Business. Hier sind Projektgeschäfte sowie individuelle Systemlösungen angegliedert. (sh)

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