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Neue Ära löst Boom bei Robotik und Automation aus

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Zwischen 2010 und 2013 sei die Beschäftigung dort um gut 7 Prozent gestiegen und habe weltweit mit über 1100 Robotern auf 10.000 Beschäftigte eine der höchsten Roboterdichten erreicht. „Die hohen Roboterinvestitionen der deutschen Automobilindustrie in diesem Zeitraum, im Schnitt fast 9000 Stück pro Jahr, gehen also mit einem spürbaren Aufbau von Beschäftigung einher“, sagt Baumtrog.

Zusammenarbeit von Mensch und Roboter vor gewaltigem Umbruch

„So wie das Internet die Kommunikation zwischen Menschen verändert hat, wird es auch die Art und Weise verändern, wie die Menschen mit Maschinen interagieren. Zusätzlich werden sich Maschinen und Geräte in der Produktion direkt miteinander unterhalten“, prognostiziert Baumtrog. „Die größte Umwälzung in der Robotik wird dabei die direkte Zusammenarbeit von Mensch und Roboter sein. Das setzt umfangreiche Sicherheitstechnik voraus, die von unseren Mitgliedsfirmen mit großem Einsatz entwickelt wird.“

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Nach Analysen der IFR sei davon auszugehen, dass zwischen 2013 und 2016 weltweit mindestens 95.000 neue professionelle Serviceroboter mit einem Wert von circa 12,3 Mrd. Euro verkauft werden. „Dabei können unsere Mitgliedsfirmen ihre Innovationen aus der Industrierobotik in das Wachstumsfeld der professionellen Servicerobotik übertragen“, sagt Baumtrog. „Diese Synergieeffekte werden die weitere Entwicklung vorantreiben.“

Einsatzfelder außerhalb der Industrie für Robotik + Automation weiten sich aus

Die nicht industriellen neuen Einsatzfelder für die Robotik + Automation beschränken sich nicht auf die Servicerobotik, wie es in der Mitteilung heißt. „Bildverarbeitungssysteme werten automatisch die Bewegungen der Fußballspieler in der Bundesliga aus, ermöglichen Augen-OP-Simulatoren und bewerkstelligen das selektive Aufbringen von Pflanzenschutzmitteln im Präzisionsackerbau“, berichtet der VDMA-Fachverbandsvorsitzende. „Handhabungssysteme stellen in den automatisierten Apotheken von Großkliniken sicher, dass jeder Patient die richtig zusammengestellte tägliche Medikation erhält.“ Viele neue Einsatzfelder für die Robotik und Automation würden hinzukommen.

Europa setzt auf die Robotik und hat zu diesem Zwecke das größte Forschungsrahmenprogramm zur Weiterentwicklung dieser Technik unter dem Namen Horizon 2020 ins Leben gerufen, wie es in der Mitteilung heißt. Etwa 700 Mio. Euro Fördergelder würden der europäischen Robotik in den kommenden sieben Jahren zur Verfügung gestellt.

Europa repräsentiere bereits 32 Prozent des globalen Marktes für Industrierobotik und plane, diesen Anteil noch stark auszuweiten. Dabei habe sich Europa nicht nur die Technik vorgenommen, sondern arbeite auch aktiv an den ethischen, rechtlichen und gesellschaftlichen Fragen, die eine neue Ära der Robotik und Automation aufwirft.

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