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Messtechnik Neu entwickeltes Prüfgerät für elektrische Sicherheit

Redakteur: Jan Vollmuth

Gossen Metrawatt zeigt auf der diesjährigen SPS IPC Drives Produkte und Lösungen im Bereich der Mess- und Prüftechnik. Die Highlights: der neue Profitest Prime für die normkonforme Erst- und Wiederholungsprüfung der elektrischen Sicherheit sowie der leistungsstarke Energiezähler Energymid.

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Das neue Profitest Prime dient der normkonformen Erst- und Wiederholungsprüfung der elektrischen Sicherheit.
Das neue Profitest Prime dient der normkonformen Erst- und Wiederholungsprüfung der elektrischen Sicherheit.
(Bild: Gossen Metrawatt)

Das vielseitige Prüfgerät ist in drei Varianten erhältlich. Mit der Basisversion kann in 690 V AC und 800 V DC Netzen geprüft werden. Darüber hinaus sind Ausführungen mit AC- bzw. DC-Hochspannung verfügbar. Die Geräte zeichnen sich durch einen großen Funktionsumfang aus und erübrigen laut Hersteller den Einsatz zusätzlicher Prüftechnik im Maschinen- und Schaltanlagenbau, für Industrienetze, Windkraft- und PV-Anlagen sowie elektrische Ladestationen. Durch neu entwickelte Messverfahren lässt sich neben der Schutzleiter- und RCD-Prüfung, der Isolationsüberwachung, der Messung von Restspannung, Ableit- und Berührströmen erstmals auch die Schleifenmessung bei gleichstromsensitiven RCDs des Typs B durchführen.

Leistungsstarker Energiezähler

Einen zweiten Ausstellungsschwerpunkt bildet der leistungsstarke Energiezähler Energymid für die MID-konforme Erfassung und Abrechnung von bis zu 33 Messgrößen. Das in diesem Jahr eingeführte Gerät ist mit nur vier Teilungseinheiten überaus kompakt dimensioniert und wird mit skalierbarem Funktionsumfang für 2-, 3- und 4-Leiter-Netze mit Wandleranschluss (1(6) A) und Eingangsspannungen von 100 bis 500 V angeboten.

Mit dem gemäß MID-Messgeräte-Richtlinie 2014/32/EU erstgeeichten Gerät können für eine Dauer von acht Jahren verrechnungsfähige Verbrauchs- und Einspeisedaten auch zur kostenstellenbezogenen Abrechnung erhoben werden. Um die Zulassung nach Ablauf dieser Zeitspanne um weitere acht Jahre zu verlängern, bietet der Hersteller eine Nacheichung in seiner staatlich anerkannten Prüfstelle EB8 an. Zu den erfassten Messdaten, die von einem hinterleuchteten Display klar und übersichtlich dargestellt werden, zählen neben dem Leistungsbezug unter anderem Blindenergie, Scheinleistung, Neutralleiterstrom, Leistungsfaktor und Frequenz sowie die Energieeinspeisung. Zusätzlich wird die Netzqualität mittels THD-Erfassung für Strom und Spannung überwacht.

Diverse Bus-Schnittstellen integrierbar

Via Impuls werden die Messwerte über standardisierte oder frei programmierbare S0-Schnittstellen übertragen. Optional können verschiedene Bus-Schnittstellen – LON, M-Bus, Modbus-RTU/-TCP sowie BACnet – zur Netzwerkkommunikation und Fernauslesung integriert werden. Mit Zählern des Typs EM228x und EM238x mit Z1-Merkmal lassen sich bei Anbindung an M-Bus, Modbus-RTU oder Modbus TCP/IP auch die Lastgänge ermitteln. Hierzu speichert das Messgerät zu 16.000 Zeitpunkten in wählbaren Intervallen von 1 bis 60 min. die Zählerstände für Wirk- und Blindleistung gemäß dem aktiven Bezugs- und Abgabetarif. Lastgangwerte und Messintervalle können direkt vom Display abgelesen, über die Schnittstelle ausgewertet oder in Excel übertragen werden.

Der Energymid ist mit einer Herstellergarantie von drei Jahren in vorkonfigurierten Standardausführungen sowie kundenspezifisch skalierbaren Lösungen erhältlich. Funktionsumfang, Schnittstellen-Ausstattung und die Anzahl der Tarifeingänge lassen sich flexibel an besondere Anforderungen für Privathaushalte, Gewerbe, Gebäudeautomation und Industrie adaptieren. (jv)

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