Generatoren Mobile Offshore-Generatoreinheiten für den Einsatz auf hoher See

Redakteur: Jan Vollmuth

Zeppelin Power Systems hat mobile Offshore Units mit Caterpillar Motoren entwickelt, die speziell für den Einsatz in Windparks der Nord- und Ostsee konstruiert wurden. Die Generator Sets werden in einem Spezialcontainer bereitgestellt.

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(Bild: Zeppelin Power Systems)

Windenergieanlagen benötigen eine Eigenstromversorgung, um ihre Funktion sicherzustellen. Der Strom wird für die Beleuchtung, die Stillstandsheizung und die elektrische Einstellung der Flügel benötigt und kann nicht von der Windkraftturbine selbst erzeugt werden.

Zeppelin Power Systems hat mobile Offshore Units mit Caterpillar Motoren entwickelt, die speziell für den Einsatz in Windparks der Nord- und Ostsee konstruiert wurden. Die Generator Sets sind besonders robust, sehr zuverlässig und werden in einer Einheit zusammen mit einem Spezialcontainer, einer satellitengestützten Überwachungsfunktion und weiterem Zubehör bis hin zu einem umfangreichen Servicepaket geliefert. Dadurch eignen sich die mobilen Offshore Units besonders für den Einsatz in Gebieten mit hoher Salzbelastung der Außenluft und insgesamt rauen Umgebungsbedingungen.

Maximale Sicherheit und minimierte Ausfallzeiten

„Der Trend in der Offshore-Branche geht ganz klar in Richtung maximaler Sicherheit und Minimierung der Ausfallzeiten. Besonders Windparkbetreiber sind bereit, mehr in Sicherheit und Zuverlässigkeit zu investieren“, sagt Christoph Thomsen-Jung, Area Sales Manager für den Vertrieb von Schiffsmotoren bei Zeppelin Power Systems. „Mit den mobilen Offshore Units bieten wir unseren Kunden aus der Windenergie-Branche ein maßgeschneidertes Produkt an, in dessen Entwicklung sowohl unsere langjährige Erfahrung im Bereich Schiffsausrüstungen und Offshore-Anwendungen als auch die Anforderungen der in der Offshore-Wirtschaft tätigen Unternehmen mit eingeflossen sind.“

Bis heute werden für die Stromversorgung von Windenergieanlagen Stromaggregate aus dem Onshore-Geschäft verwendet. Solche Aggregate kommen üblicherweise auf Baustellen und Großveranstaltungen, wie Konzerten oder Sportveranstaltungen, zum Einsatz. Im Offshore-Einsatz sind Stromaggregate aber besonders hohen Belastungen ausgesetzt. Dies kann beim Einsatz von üblichen Stromaggregaten zu Problemen führen und Ausfälle verursachen, welche den sicheren Betrieb und die Langlebigkeit der gesamten Windenergieanlage erheblich beeinträchtigten. Steht eine Windenergieanlage für längere Zeit ohne Eigenstromversorgung im Meer, etwa 8 bis 12 Stunden, können einige Komponenten der Anlage Schaden erleiden. Dies wiederum kann den Wartungsaufwand und damit die Kosten erhöhen.

Generator-Sets mit Caterpillar C4.4 Marine-Dieselmotor

Um diesem zusätzlichen Kostentreiber entgegenzuwirken, bietet Zeppelin Power Systems nun mobile Offshore-Aggregate, die speziell für den Offshore-Einsatz geeignet sind: Darin verbaut sind Generator Sets mit einem Caterpillar C4.4 Marine-Dieselmotor. Das mit einem Vorbauradiator gekühlte Aggregat hat einen Hubraum von 4,4 Litern und ist mit einer Leistung von 45 kVA bis 103 kVA verfügbar. In der maritimen Wirtschaft haben sich die C4.4-Stromaggregate bereits weltweit tausendfach bewährt und kommen vor allem auf Kabinenfahrgastschiffen, Yachten und Handelsschiffen zum Einsatz.

Als Einhausung und für den sicheren Transport des Stromaggregats hat Zeppelin Power Systems einen nach DIN ISO 12079 zertifizierten Offshore Container entwickelt, in dem die Marine-Aggregate elastisch gelagert sind. Die dazugehörige Alarm- und Sicherheitsfunktion der Units wird bereits in anderen Marineanwendungen verwendet und entspricht den Anforderungen der gängigen Marine-Klassifikationsgesellschaften. Über die Satellitenverbindung kann das Aggregat aus der Ferne überwacht und gesteuert werden: Neben der Überwachung von Betriebsmitteln, wie zum Beispiel Kraftstoff und Schmieröl, können Temperaturen, Spannungen und Ströme überwacht werden. Ebenso können der Wartungszustand der Motoren bereits aus der Ferne analysiert und teure Einsatzfahrten vermieden werden. Auch ein Start und Stopp des Aggregats ist über Satellitenverbindung möglich.

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