Industrial Usability

Mobil Devices als Gesicht von Industrie 4.0

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Inhalte der HMIs werden aus Informationen „komponiert“

Aber auch die Inhalte der HMIs werden flexibler. Sie werden ad-hoc und dynamisch aus unterschiedlichen Quellen, also aus den Informationen der beteiligten Produktionskomponenten „komponiert“ werden. Diese Vorgehensweise ist im Internet bereits lange unter dem Namen „Mash-Up“ (= vermischen) bekannt und erprobt. Mash-Ups sind die nahtlose Kombination verschiedener Inhalte, wie beispielsweise die Vermischung eines Buchungsdienstes mit einem redaktionell aufbereiteten Reiseportal, einem Video-Kanal und einem Online-Kartendienst.

Für den mobilen Kontext gezielt gestalten

Eine wesentliche Eigenschaft der Smart Devices ist deren Mobilität. Dies bedeutet aber auch, dass HMIs zunehmend unter dem Gesichtspunkt der mobilen Bedienung gestaltet werden müssen. Das bedeutet aber nicht, dass das stationäre HMI „nur“ auf ein kleineres mobiles Display übertragen wird. Für die Gestaltung relevanter Apps ist die Analyse der Nutzergruppen und der Aufgaben, die mobil bearbeitet werden sollen, unabdingbar. Es muss genau geklärt werden, welche Funktionen und Informationen für dafür notwendig sind. Hier gilt das Prinzip „Weniger ist mehr“. Lieber sollten mehrere spezialisierte Apps als eine große komplexe App angelegt werden. Das HMI muss für den mobilen Einsatz möglichst einfach bedienbar sein. Man muss sich auf die essentiell notwendigen Funktionen und Informationen beschränken und auf das schrittweise Aufblättern von Informationen. Komplexe Aufgaben wie umfangreiche Texteingaben und Bearbeitungen sollten auf stationären Systemen laufen. Im Gegenzug kann man die zahlreichen technischen Möglichkeiten der mobilen Geräte für die Datenerfassung nutzen, wie Kamera, GPS, Gyro-Sensoren.

Herausforderung, aber auch eine große Chance

Industrie 4.0 und Smart Devices werden die HMI-Gestaltung verändern. Sie werden die Wertschöpfung im Maschinen- und Anlagenbau weiter in Richtung Software-Entwicklung verschieben. Das stellt für die Hersteller eine Herausforderung, aber auch eine große Chance dar. Mit Spannung ist in diesem Zusammenhang der VDMA-Leitfaden zum Thema „Mobiles, Tablets, Apps & Co.“ zu erwarten, der im ersten Halbjahr veröffentlicht werden soll.

* Andreas Beu, Geschäftsführer, Smart HMI GmbH, Meerbusch

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