Technologie-Neztwerk

Mitten in einem Cluster kann die Innovationskraft gedeihen

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17 Prozent Energie eingespart

Schirmer Maschinenbau setzt die Technologien in Profilbe­arbeitungsmaschinen ein. Dadurch konnte das Unternehmen Energie und Immissionen in erheblichem Umfang minimieren. Zur Reduzierung von Spitzenströmen hat Schirmer einen vorausschauenden Betrieb von Maschinenmodulen eingeführt. Unter Berücksichtigung der nächsten Arbeitsvorgänge und des Energieverbrauchs wechseln aktuell nicht benötigte Module in den Energiesparmodus.

So regelt der vorausschauende Betrieb des Sägemoduls die Servomotoren der Sägen, die temporär wenig oder nicht benötigt werden, auf eine reduzierte Drehzahl. Das spart rund 17 % Energie ein und verringert Geräuschbelastung, Verschleiß und thermische Einflüsse auf die Bearbeitungstoleranzen.

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Fertigung nach dem Baukastenprinzip

Harting hat mit der eigenen Smart Factory, der HAII4YOU Factory, eine neuartige Produktionsplattform auf Basis intelligenter Fertigungsmodule entwickelt. Diese können Anwender durch einen „Plug and Produce“-Ansatz in Fertigungslinien dynamisch integrieren und kombiniern, ohne dass eine manuelle Programmierung vor Ort erforderlich ist.

Gemeinsam mit dem CoR-Lab der Universität Bielefeld ist es dem Hersteller aus Espelkamp gelungen, die klassische Funktionsweise einer Maschinensteuerung aufzubrechen und die Arbeitsabläufe in der Maschine in Abhängigkeit von leicht änderbaren Arbeitsplänen aus der Planungsebene heraus zu koordinieren. Standardisierte Prozessmodelle führen zu einer flexiblen Produktionssteuerung in vernetzten Fertigungslinien und bieten eine Basis für die Selbstoptimierung von Fertigungsprozessen.

Algorithmen des maschinellen Lernens unterstützen die Fertigungslinienüberwachung und ermöglichen eine vorausschauende Instandhaltung. Derzeit flexibilisiert das Projekt die Inhalte der einzelnen Fertigungsmodule. Dabei geht es auch um neue Methoden der Mensch-Roboter-Interaktion, beispielsweise für die Konfiguration und Programmierung roboterunterstützter Fertigungsschritte für neue Produktvarianten.

Produkte intelligent entwickeln

Die zunehmende Komplexität von Maschinen und Anlagen stellt hohe Anforderungen an den Produktentwicklungsprozess, wie beispielsweise ein ganzheitliches Systemverständnis und die Betrachtung des gesamten Produktlebenszyklus. Systems Engineering (SE) bietet dabei einen durchgängigen, fachdisziplinübergreifenden Ansatz für die Entwicklung technischer Systeme.

SE stellt das multidisziplinäre System in den Mittelpunkt und umfasst die Gesamtheit aller Entwicklungsaktivitäten. Auf diese Weise verkürzt es Entwicklungszeiten, minimiert Abstimmungsbedarfe und nachträgliche Änderungen und erhöht die Produktqualität. Im Spitzencluster werden konkrete SE-Ansätze für Unternehmen verfügbar gemacht. Modellbasierte Synthese- und Analysemethoden wie beispielsweise Fehlerbaum- und Risikoanalyse sichern die spezifizierten Systemeigenschaften. Leitfäden, Werkzeuge und Schulungen bieten den Unternehmen praxisnahe Unterstützung.

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