Suchen

Sercos

Mit Sercos auf dem Weg zu Industrie 4.0

| Redakteur: Jan Vollmuth

Sercos International, Anbieter des Sercos-Automatisierungsbusses, zeigt während der Hannover Messe 2018 verschiedene Live-Demonstratoren, darunter auch den Industrie-4.0-Demonstrator.

Firmen zum Thema

Mit der Bereitstellung einer Sercos-III-SoftMaster-Implementierung als Open Source soll es für Hersteller sehr viel einfacher werden, einen Sercos III Master zu entwickeln und gleichzeitig an zukünftigen Verbesserungen und Erweiterungen der Software zu partizipieren.
Mit der Bereitstellung einer Sercos-III-SoftMaster-Implementierung als Open Source soll es für Hersteller sehr viel einfacher werden, einen Sercos III Master zu entwickeln und gleichzeitig an zukünftigen Verbesserungen und Erweiterungen der Software zu partizipieren.
(Bild: Sercos)

Dieser Demonstrator zeigt, wie Prozess- und Gerätedaten auf einheitliche und herstellerübergreifende Weise nicht nur lokal über den Echtzeitbus, sondern auch über OPC-UA für unterschiedliche Anwendungsszenarien zur Verfügung gestellt werden können, erklärt Sercos. Damit soll nicht nur der Datenaustausch zwischen Maschinenperipherie und übergeordneten IT Systemen vereinfacht werden. Auch die Anforderungen von Industrie 4.0 hinsichtlich einer semantischen Interoperabilität würden unterstützt, so Sercos.

Steuerung als Gateway einsetzen

Da Sercos multiprotokollfähig ist, gibt es verschiedene Realisierungsoptionen. So könne laut Sercos die OPC-UA-Server-Funktionalität in eine Maschinensteuerung integriert werden. Die Steuerung fungiere dann als Gateway, in dem das Mapping auf Sercos-Dienste und -Daten vorgenommen wird. Mit Sercos III sei es auch möglich, einen OPC-UA-Server direkt in ein Sercos-Feldgerät (Antrieb, E/A-Station oder Sensor) zu integrieren. In diesem Falle werde das OPC-Protokoll direkt zu dem jeweiligen Sercos-Slave-Gerät durchgeroutet. Die Gateway-Funktionalität der Steuerung werde somit laut Sercos auf die Funktion eines Ethernet-Switch reduziert. Die Kommunikationsfähigkeit zwischen einem OPC Client und einem OPC-UA-Server bleibe aufgrund des Sercos-Übertragungsverfahrens auch ohne laufende Sercos-Kommunikation erhalten.

Sercos International stellt in Hannover zudem eine TSN- und Open-Source-Software-Demo aus. Der Sercos-TSN-Demonstrator, entwickelt vom Institut für Steuerungstechnik der Werkzeugmaschinen und Fertigungseinrichtungen (ISW) der Universität Stuttgart mit Unterstützung von mehreren Industriepartnern, wie zum Beispiel Tenasys, soll die Übertragung des Sercos-III-Echtzeitprotokolls über IEEE 802.1 TSN (Time-Sensitive Networks) zeigen.

Herstellerübergreifende Kommunikation

Zum Einsatz kommt dabei ein TSN-basierter Sercos III SoftMaster mit einer Soft-CNC der Industriellen Steuerungstechnik GmbH (ISG), welcher über TSN-Switche der Firma Hirschmann Automation & Control GmbH mit Sercos-III-Servoantrieben der Firma Bosch Rexroth kommuniziert. Über dieselbe TSN-Netzwerkinfrastruktur werden parallel dazu Videostreams einer Webcam zu einem Remote-Display übertragen, ohne jedoch die Charakteristik und Funktionalität der Sercos-Echtzeit-Kommunikation zu beeinträchtigen. Der Demonstrator stelle laut Sercos einen Proof of Concept dar, mit dem die native Echtzeitfähigkeit von Sercos innerhalb eines TSN-Netzwerks exemplarisch dargestellt werde. (jv)

Hannover Messe 2018: Halle 9, Stand G28

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 45224506)