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Mit Inkremental-Encodern mobile Antriebe überwachen

Autor / Redakteur: Mathias Ams, Andreas Bäurer / Jan Vollmuth

Inkrementelle Standard-Encoder eröffnen Herstellern autonom-mobiler Einheiten hohe Flexibilität und Performance bei der sicherheitsgerichteten Überwachung von Antrieben.

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Der DFS60 eignet sich ideal als hoch verfügbarer Signalgeber für die sichere Antriebsüberwachung.
Der DFS60 eignet sich ideal als hoch verfügbarer Signalgeber für die sichere Antriebsüberwachung.
(Bild: Sick)

Der DFS60 von Sick ist ein Inkremental-Encoder, der sich durch seine Programmierbarkeit, seine Präzision, seine Montagefreundlichkeit und seine Robustheit großer Beliebtheit als Weg-, Geschwindigkeits- und Positionssensor an fahrerlosen Transportfahrzeugen (FTF) und mobilen Plattformen erfreut. Gemeinsam mit Sicherheits-Laserscannern der Produktfamilien S300 und S3000, der Sicherheitssteuerung Flexi-Soft sowie sicheren Schaltern und Befehlsgeräten sind DFS60-Encoder Teil sicherheitsgerichteter Überwachungskonzepte für mobile Applikationen, die Sick als Lösungspaket aus einer Hand anbieten kann.

Der DFS60 eignet sich aus mehreren Gründen ideal als hoch verfügbarer Signalgeber für die sichere Antriebsüberwachung. Der Sensor besitzt eine kompakte, platzsparende Einbautiefe von 45 mm. Der universelle, radial wie axial ausrichtbare Kabelabgang des Encoders erleichtert den Einbau bei beengten Platzverhältnissen. Das Gehäuse wie auch das Innenleben des DFS60 sind auf höchste Robustheit und Langlebigkeit ausgelegt. Das belegen Schutzart IP 65, die robuste Codescheibe aus Metall und der erweiterte Kugellager-Abstand für höchste Vibrationsfreiheit und optimalen Rundlauf. Dadurch werden die erfassten Messwerte nicht von mechanischen Exzentrizitäts- bzw. Toleranzeffekten beeinflusst – entsprechend genau sind die Messwerte und Signale des DFS60.

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Alternativ besteht die Möglichkeit, die noch kompakteren Inkremental-Encoder DBS36 und DBS50 zu verwenden. Es sind die ersten Encoder der neuen Produktfamilie EASIMA – „easy to mount in any application“. Dementsprechend überzeugen die Encoder durch ihr durchdachtes Konzept. Dieses umfasst u. a. eine spezielle Gehäusegeometrie, die einen nahezu beliebigen Kabelabgang ermöglicht, Anschlussflansche mit mehreren Lochbilder gleichzeitig sowie eine hohe mechanische und elektrische Stabilität.

Der DFS 60 und ein EASIMA-Encoder – beide nicht sicherheitszertifiziert – können in Verbindung mit dem sicheren Antriebswächter Drive Monitor FX3-MOC0 in Sicherheitsanwendungen z. B. an einem fahrerlosen Transportfahrzeug eingesetzt werden – bis PL d nach EN ISO 13849-1 bzw. Safety Integrated Level 2 (SIL2) gemäß EN 62061. Durch die Verwendung von idealerweise zwei Encodern unterschiedlicher Technologie kann Fehlern gemeinsamer Ursache (CCF) zusätzlich entgegengewirkt werden.

Für zahlreiche FTF-Hersteller ist die Flexibilität des DFS60 von großer Bedeutung – aus verschiedenen Gründen. Jede Strichzahl im Bereich von 1 bis 65.536, die Nullimpulsbreite sowie der TTL- bzw. HTL-Spannungspegel können anwendungs- bzw. fahrzeugspezifisch festgelegt werden. Die Programmierung erfolgt entweder per PC oder mit einem Standalone-Programming-Tool PGT-10 im Jackentaschen-Format, zum Beispiel bei Inbetriebnahme-, Wartungs-, Service- oder Einstellarbeiten. Insgesamt kann so jeder DFS60 individuell genau so programmiert werden, wie es für eine Anwendung erforderlich ist.

Zahl der im Lager vorzuhaltender Encodertypen sinkt

Diese hochgradige Vielseitigkeit des DFS60 macht sich vielerorts bezahlt. Im Einkauf und in der Materialwirtschaft des FTF-Herstellers reduziert sich die Anzahl zu beschaffender und im Lager vorzuhaltender Encodertypen drastisch. Als Standard-Encoder, die in großen Stückzahlen hergestellt werden und auf sicherheitsgerichtete Merkmale verzichten können, sind der DFS60 wie auch die EASIMA-Encoder deutlich preisgünstiger als aktuelle SIL-Encoder.

Im FTF-Engineering können auch unübliche Auflösungen ohne umständliche Verrechnung in der Fahrzeugsteuerung auf einfache Weise eingerichtet werden. Im Ersatzteil- und Wartungswesen für einzelne FTF wie für ganze Flotten befindet sich immer der passende „Universal-Encoder“ an Lager, der schnell fahrzeugspezifisch programmiert werden kann. Im Betriebseinsatz beim FTF-Betreiber minimiert die schnelle Verfügbarkeit eines passenden Encoders im Ernstfall Stillstandzeiten von Transportfahrzeugen.

Sick erweitert das Produktportfolio um die Produktfamilie Motion Control, weil dadurch der Ansatz getrennter Antriebs- und Sicherheitstechnik für mobile Anwendungen umgesetzt werden kann. Hinzu kommt, dass Fahrzeughersteller und Integratoren mit diesen Produkten individueller auf Vorgaben ihrer Endkunden eingehen können, z. B. bezüglich der einzusetzenden Antriebskomponenten und Anbieter. Sie sind dadurch – im Gegensatz zu Safety-integrated-Lösungen – unabhängig von den Steuerungs- und Antriebsherstellern und können somit sehr flexibel auf unterschiedliche Anforderungen der Endkunden reagieren.

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