Schaltschrank Mit Häwa-Konzept individuelle Schaltschränke realisieren

Um Schaltschränke nach kundenspezifischen Andorderungsprofilen umzusetzen, bietet Häwa einen individuellen Berateransatz. Dabei unterscheidet der Schaltschrankhersteller zwischen vier Abstufungen, denn nur in seltenen Fällen benötigt der Kunde tatsächlich eine komplett kundenspezifische Entwicklung.

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Der Anreihschrank des Typs H 395 mit KF1000 RD Kühlgerät zeigt einen Schrank der Version A: ein Produkt aus dem klassischen Lager- und Katalogprogramm. Eine Individualisierung nimmt der Anwender selbst vor.
Der Anreihschrank des Typs H 395 mit KF1000 RD Kühlgerät zeigt einen Schrank der Version A: ein Produkt aus dem klassischen Lager- und Katalogprogramm. Eine Individualisierung nimmt der Anwender selbst vor.
(Bild: Häwa)

Laut Häwa genügt meist ein individueller Aufbau des Schaltschranks mit entsprechendem Systemzubehör. Komplett kundenspezifische Entwicklungen sind die Ausnahme. Daher optimieren schon spezielle Einzelkomponenten, besondere Ausbrüche und zusätzliche Bohrungen für die Montage das Schaltschrankkonzept in der Anwendung. Zudem sind Kühlungsanforderungen, die Art des Schrankaufbaus und Designaspekte in Absprache mit dem Kunden zu definieren. Für Häwa liegt die Herausforderung darin, das jeweils optimale Schaltschrankkonzept für die jeweilige Anwendung zu finden, ohne es zu überladen.

Auf der SPS IPC Drives 2014 hat Häwa anhand unterschiedlicher Schaltschränke die vier Abstufungen der Individualisierung gezeigt, folgend dem „Häwa-Weg“ von A bis D:

Der Weg A stellt bei Häwa das klassische Lager- und Katalogprogramm dar, bei dem der Anwender selbst die Individualisierung vornimmt. Ein durchdachtes Schaltschrankkonzept ist dabei die zwingende Voraussetzung. Als Beispiel hatte Häwa einen ab Lager lieferbaren Anreihschrank des Typs H395 mit KF1000 RD Kühlgerät und Montageplatte dabei, der Standardkomponenten, wie Sicherungsautomaten, SPS und Wechselrichter aufnehmen kann. Ein 19“-Schwenkrahmen, der beispielsweise die Regeltechnik für eine Montagelinie aufnehmen kann, lässt sich ohne Probleme integrieren und wird als zweite Ebene vor die Montageplatte gesetzt. Das KF1000 RD Kühlgerät verfügt über einen im Außenbereich befindlichen Verdampfer und ist filterlos und damit wartungsfrei. Über die Sammelstörung wird das Kühlgerät überwacht und in die Gesamtanlage integriert. Die H395-Anreihschränke von Häwa sind kurzfristig mit allem benötigtem Zubehör und Kühlgeräten in verschiedenen Schrankgrößen lieferbar.

Weg B beschreibt Schränke, die zwar noch vorwiegend aus Standardkomponenten bestehen, aber dennoch Besonderheiten aufweisen wie individuelle Ausbrüche und spezielle Einzelkomponenten. Als Beispiel hat Häwa einen Schrank gezeigt, der speziell für die Regeleinheit einer Großkühlanlage entwickelt wurde. Der Schrank ist kundenspezifisch im Farbton RAL 5015 (blau) lackiert und mit allen notwendigen Ausbrüchen für Touchscreen und Leuchtmelder in der Tür, sowie Ausschnitten für Lüfter in den Seitenwänden samt dazugehörigen Filterlüftern ausgestattet.

Eine weitere mechanische Bearbeitung durch den Kunden ist nicht notwendig. Zudem hat der Schrank noch eine UL-Zulassung für den Export.

Weg C und D: Schaltschränke nach individuellen Kundenvorgaben

Bei Weg C setzt Häwa Designvorgaben der Kunden individuell um. Das kann bei einer kundenspezifischen Abmessung beginnen, über ein kundenspezifisches Einbausystem gehen und gegebenenfalls bei einer speziellen Oberflächenbearbeitung enden. Auf der Messe hat das Unternehmen einen Schrank präsentiert, der für die Außenaufstellung von mobilen Pumpen-Stationen in verschiedenen Bereichen konzipiert ist. Der Schrank hat ein kundenspezifisches Design mit Doppeltür (außen/innen), ein spezielles schräges Regendach mit Schutzgitter gegen Insekten, einen besonders stabilen Sockel, eine Tür mit Plexiglas und Nema 3R Filterlüfter, sowie eine kundenspezifische Lackierung im Farbton RAL 2010 (orange).

Unter Weg D fallen alle komplett kundenspezifischen Entwicklungen. Angefangen bei den Abmessungen, über die Zugänglichkeit, Schutzart, Zuladung und Kühlung, bis hin zur Inneneinrichtung ist alles individuell geplant. Als Beispiel für solche Neuentwicklungen hat Häwa einen Schaltschrank gezeigt, der für eine Inspektionsmaschine zur optischen Qualitätskontrolle nach dem Herstellen von Flaschen in der Glashütte hergestellt wurde. Der Schaltschrank sowie das benötigte Kühlgerät mit 1500 W Kühlleistung sind aus Edelstahl V2A gefertigt. Um die geforderte kundenspezifische Lösung umsetzen zu können, entstand eine Stufe am Schaltschrank, in die die Inspektionsmaschine genau hinein passt. Die Kondensatleitung wurde nach innen verlegt, um den Schlauch nicht sichtbar an der Außenwand des Schranks anbringen zu müssen. Da die Ansaug- und Abblasöffnungen des Klimageräts konstruktionsbedingt an gegenüberliegenden Seiten des Schaltschranks liegen, sind keine weiteren Lüftungsmaßnahmen notwendig. Eine spezielle elastische und nahezu luftdichte Steckdichtung ist zwischen Schaltschrank und Klimagerät im Einsatz. (sh)

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