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Elektromotor Mit E-Motoren werden aus Bikes Superbikes

| Redakteur: Ute Drescher

Die GVM-Permanentmagnetmotoren (PMAC) von Parker Hannifin haben ihre Leistungsfähigkeit unter extremen Bedingungen bewiesen – verbaut in Elektromotorrädern, die beim Isle of Man TT Zero 2016 auf Spitzenplätze fuhren.

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Insgesamt drei Superbikes satttete Parker mit den leistungsstarken GVM-Permanentmagnetmotoren aus.
Insgesamt drei Superbikes satttete Parker mit den leistungsstarken GVM-Permanentmagnetmotoren aus.
(Bild: SPORTFOTO WIESSMANN/Parker Hannifin)

Beim diesjährigen Isle of Man TT Zero, der Elektromotorrad-Rennserie des ältesten Motorradrennens der Welt, stattete Parker Hannifin insgesamt drei Superbikes mit den leistungsstarken GVM-Permanentmagnetmotoren aus: Neben Victory Racing unterstützte Parker die Teams der Londoner Brunel-Universität sowie der Universität Nottingham.

Die 2016 eingesetzten E-Motoren bieten ein erstklassiges Leistungsgewicht und einen Spitzenwirkungsgrad von 97 %. Bei einem Durchmesser von nur 19,1 cm und einer Länge von 12,7 cm leistet der Magnetmotor 177 PS. Damit lassen sich die Motorräder von 0 auf 100 mph bzw. 161 km/h in nur 6 s beschleunigen; die Spitzengeschwindigkeit liegt bei rund 275 km/h. Neben den technischen Daten sprechen auch die Rennresultate für sich: Victory Racing belegte beim Isle of Man TT Zero 2016 den zweiten Platz, die Universitäten aus Nottingham und London kamen auf die Plätze 3 und 5.

„Der Motorsport bietet die perfekte Plattform für die Entwicklung von Spitzentechnologien wie unsere Elektromotoren der GVM-Familie“, so Kevin Holloway, Strategischer Leiter der Fahrzeugelektrifizierung bei Parker Hannifin. „Mit den Erkenntnissen von der Rennstrecke können wir die Produkte für unsere Kunden , die Hybrid- und Elektrofahrzeuge entwickeln, weiter verbessern.“

Bei der Entwicklung der eingesetzten GVM-Permanentmagnetmotoren hatte Parker zwei große Herausforderungen zu meistern: Zum einen musste die maximale Leistung aus einem kompakten Motor mit unveränderbarem Bauraum herausgeholt werden. Zum anderen musste der Motor effizient genug sein, um die gesamte Renndistanz mit der vorhandenen Akkuleistung absolvieren zu können.

Beim wichtigen Thema Motorkühlung setzte Parker auf eine innere Wasserkühlung, weil Wasser im Vergleich zu Öl mehr Wärme abtransportieren kann. Durch das entwickelte Wasserkühlsystem vergrößerte sich der Motordurchmesser nicht, sodass der Motor über ein kleineres Volumen und damit über eine höhere Leistungsdichte verfügt.

Der auch als Bausatz erhältliche Motor kann ebenfalls in anderen Gehäusen verbaut werden – ein enormer Vorteil für Konstrukteure von Superbikes, da hier der Bauraum immer stark begrenzt ist.

Neben dem Einsatz in Elektro- und Hybridfahrzeugen können Parkers GVM-Permanentmagnetmotoren unter anderem in Antriebsanwendungen, elektrohydraulischen Pumpen, elektrischen Servolenkungen oder anderen Hilfsanwendungen verwendet werden. (ud)

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