Airport-Guide

Mit dem Roboter zum richtigen Gate

| Redakteur: Katharina Juschkat

Am Flughafen IIA in Südkorea können Reisende seit kurzem die Hilfe von Robotern in Anspruch nehmen.
Am Flughafen IIA in Südkorea können Reisende seit kurzem die Hilfe von Robotern in Anspruch nehmen. (Bild: LG Electronics)

Seit kurzem begleiten Roboter die Reisenden am größten Flughafen Südkoreas. Nachdem die Beta-Phase erfolgreich abgeschlossen war, setzt der Flughafen gemeinsam mit LG die Roboter ein, um Reisende ans Gate zu bringen.

Am Incheon International Airport (IIA) in Südkorea begrüßen zukünftig Roboter die Besucher – seit letzter Woche setzt der größte Flughafen des Landes auf Roboter von LG Electronics. Dabei kommen zwei verschiedene Arten von Roboter zum Einsatz: Der Airport-Guide-Roboter soll den Flughafen durchstreifen und Besuchern Informationen und Hilfestellungen anbieten. Und der Reinigungs-Roboter kümmert sich darum, die Fußböden sauberzuhalten. Die Roboter laufen vorerst im Testbetrieb.

Mehr Roboter für die Winterspiele

Hintergrund sind laut Unternehmensangaben auch die bevorstehenden Olympischen Winterspiele, die Anfang 2018 in Südkorea stattfinden. Die Roboter sollen dabei helfen, den Ansturm an Besuchern und Sportlern besser zu verkraften. Der IIA ist einer der größten und meistfrequentierten Flughäfen der Welt. Im Jahr kommen hier etwa 57 Millionen Reisende an.

Offiziell nahmen die Roboter am 21. Juli ihre Arbeit in der Testphase auf. Vielreisenden dürften sie inzwischen allerdings bekannt sein, weil die Beta-Testphase bereits seit Februar läuft. Die Ingenieure haben diesen Zeitraum zur Feinabstimmung der Roboter genutzt, um deren Leistungsfähigkeit auf Basis der gewonnenen Daten und Erfahrungen zu verbessern.

Mit dem Roboter zum Gate

Der Airport-Guide-Roboter ist mit der Spracherkennungsplattform von LG ausgestattet. Der automatisierte Helfer kann auf Koreanisch, Englisch, Chinesisch und Japanisch kommunizieren, den vier meistgebrauchten Sprachen auf dem Flughafen. Der Roboter kann sich mit dem Zentralcomputer des IIA verbinden, um Reisende über Boarding-Zeiten sowie die Standorte von Restaurants und Geschäften zu informieren. Außerdem kann er Reisende zum richtigen Gate begleiten, wenn er ihre Bordkarte scannt.

Der Reinigungs-Roboter kann neben Fußböden putzen auch eigenständig navigieren und Hindernisse vermeiden. Die Technologie ist bereits in den Hom-Bots von LG in Einsatz. Der Roboter entdeckt die Areale, die am häufigsten gereinigt werden müssen, speichert diese in seiner Datenbank und berechnet die effizienteste Route, um alle Areale abzuarbeiten.

Mit der Einführung seiner Flughafen-Roboter will LG seine Initiative mit Robotern für den gewerblichen Einsatz entwickeln und ausbauen. Das Unternehmen sieht hierin einen wichtigen Wachstumsmotor für die Zukunft. Zurzeit teilt sich LGs Roboterproduktion auf ein privates und gewerbliches Segment auf. Die Roboter für den privaten Einsatz umfassen den Hom-Bot Staubsauger und den neuen Hub-Robot. Im gewerblichen Segment setzt das Unternehmen auf Roboter, die speziell für Dienstleistungen in der Öffentlichkeit entwickelt wurden, beispielsweise Flughäfen, Hotels und Banken.

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