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Energiespeicher Mit biologischen Abfällen zu nachhaltigen Batterien

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Sandra Häuslein

Forscher des Helmholtz-Instituts Ulm des Karlsruher Instituts für Technologie entwickeln neuartige, kostengünstige und leistungsstarke Aktivmaterialien für Natrium-basierte Energiespeicher. Diese Energiespeicher könnten eine umweltschonende Alternative zur Lithium-Ionen-Technologie darstellen.

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Das neue kohlenstoffbasierte Material für Natrium-Ionen-Batterien kann beispielsweise aus Äpfeln gewonnen werden.
Das neue kohlenstoffbasierte Material für Natrium-Ionen-Batterien kann beispielsweise aus Äpfeln gewonnen werden.
(Bild: CC0/Public Domain)

Ein Kohlenstoff-basiertes Aktivmaterial, das aus Apfelresten gewonnen wird, und ein Material aus Schichtoxiden könnten helfen die Kosten für zukünftige Energiespeicher zu senken. Beide sollen exzellente elektrochemische Eigenschaften zeigen und stehen für umweltfreundliche und nachhaltige Nutzung von Ressourcen.

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Alternative zur Lithium-Ionen-Technologie

Natrium-Ionen-Batterien sind nicht nur deutlich leistungsstärker als Systeme wie Nickel-Metallhydrid- oder Bleisäure-Akkumulatoren, sondern repräsentieren auch eine Alternative zur Lithium-Ionen-Technologie, da ihre Ausgangsrohstoffe weit verbreitet, einfach zugänglich und kostengünstig sind. Daher sind Natrium-Ionen-Batterien eine äußerst vielversprechende Technologie für stationäre Energiespeicher, welche eine zentrale Rolle in der Energiewende einnehmen und damit einen äußerst attraktiven Markt in der Zukunft darstellen sollen.

In der Entwicklung von Aktivmaterialien für Natrium-basierte Energiespeichersysteme ist dem Team um Professor Stefano Passerini und Dr. Daniel Buchholz am Helmholtz-Institut Ulm (HIU) des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) nun ein bedeutender Schritt gelungen. Für die negative Elektrode wurde ein Kohlenstoff-basiertes Material entwickelt, welches aus Apfelabfällen gewonnen werden kann und exzellente elektrochemische Eigenschaften besitzt. Über 1000 Lade- und Entladezyklen mit hoher Zyklenstabilität und hoher Kapazität konnten bisher demonstriert werden. Diese Entdeckung stellt einen wichtigen Schritt zur nachhaltigen Nutzung und Verwertung von Ressourcen wie beispielsweise biologischer Abfälle dar.

Auf umweltschädliches Kobalt verzichten

Für die positive Elektrode wurde ein Material entwickelt, welches aus verschiedenen Schichten von Natriumoxiden besteht. Dieses Aktivmaterial kommt völlig ohne das teure und umweltschädliche Element Kobalt aus, welches heutzutage häufig noch immer ein wichtiger Bestandteil in Aktivmaterialien von kommerziellen Lithium-Ionen-Batterien ist. Das neue Aktivmaterial, in dem die eigentliche elektrochemische Speicherung von Energie stattfindet, kann im Labor ohne Kobalt über Hunderte Zyklen die gleichen Leistungsdaten erreichen, wenn es um Effizienz, Zyklenstabilität, Kapazität sowie Spannung geht.

Mit diesen Materialien ist nun ein wichtiger Schritt hin zur Entwicklung kostengünstiger und umweltfreundlicher Natrium-Ionen-Batterien gemacht worden. In den Zeitschriften „ChemElectroChem“ und „Advanced Energy Materials“ stellen die Forscher die neuen Materialien vor. (sh)

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