Gradientenwerkstoff

Metall-Keramische Oberflächen von Leichtmetallbauteilen mit definierten Eigenschaften ausstatten

| Redakteur: Dorothee Quitter

Mit dem Metaker-Verfahren können Oberflächen von fertigen Bauteilen oder Halbzeugen aus Aluminium mit einer 2 bis 200 µm dicken Schicht aus Metall-Keramik modifiziert werden. Der Begriff Metaker setzt sich aus Metall und Keramik zusammen.
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Mit dem Metaker-Verfahren können Oberflächen von fertigen Bauteilen oder Halbzeugen aus Aluminium mit einer 2 bis 200 µm dicken Schicht aus Metall-Keramik modifiziert werden. Der Begriff Metaker setzt sich aus Metall und Keramik zusammen. (Bild: Automoteam)

Mit Metaker-Surface stellt Automoteam eine Technologie zur Modifizierung von Leichtmetall-Oberflächen vor, die auf dem Micro Arc Oxidation (MAO)-Prinzip beruht, jedoch in den Arbeitsprozessen grundlegende Unterschiede aufweist.

Die Metaker-Verfahrensprozesse, bei denen u.a. Thermolyse, plasma-chemische Synthese, Kavitation und Wärmebehandlung ablaufen, wandeln das Gefüge des Werkstücks im Randschichtenbereich zu einem multifunktionalen Gradientenwerkstoff um. Dabei handelt es sich um ein komplexes, heterogenes Werkstoffgemisch aus Mikro- und Nanophasen aus modifizierten Oxiden, Hydroxiden, Salzen und anderen Werkstoffen. Die Schichteigenschaften weisen vom Volumeninneren zur Oberfläche ein Gefälle auf und können anwendungsspezifisch in einem bestimmten Bereich eingestellt werden. Die sichere Beherrschung dieser Prozesse und ihrer Einstellmöglichkeiten erlaubt die präzise Abstimmung von vielfältigen funktionalen, haptischen und optischen Eigenschaften auf gewünschte Zielanwendungen von Leichtmetallbauteilen. Mit dem Metaker-Verfahren können Oberflächen von fertigen Bauteilen oder Halbzeugen aus Aluminium mit einer Schichtdicke von 2 bis 200 µm modifiziert werden. Zu beachten ist hierbei, dass die volle Funktionalität des Verfahrens auf untereutektischen Aluminium-Legierungen erreicht wird. Bei übereutektischen Legierungen ist mit Einschränkungen zu rechnen. Applikationen auf anderen Leichtmetallen wie Magnesium oder Titan sind ebenso möglich. (qui)

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